ich werde im Juli für knapp drei Wochen durch Norwegen über die Lofoten bis nach Tromsø fahren. Mir wird also auf der Hinfahrt von Oslo bis kurz vor den Lofoten aufgrund der knapp bemessenen Zeit nichts anderes übrig bleiben als die E6 als schnellste Verbindung herauf zu fahren. Nun ginge es natürlich bei der Rückfahrt wenn ich durch Norwegen fahre auch fast zwangsläufig wieder der E6 lang - auch wenn man sich nicht ewig aufhalten will hat man das alles natürlich schon auf der Hinfahrt gesehen.
Nun bin ich am überlegen ob es sich evtl. lohnt statt durch Norwegen entweder über Schweden oder Finnland zurück zu fahren. Hat von euch jemand mit den Strecken Erfahrungen? Machen diese überhaupt Sinn wenn man sich nicht zwei Wochen dafür Zeit nehmen will sondern mehr oder weniger die jeweils schnellste Route nimmt? Und wenn ja, welche würdet ihr empfehlen? Wobei es mir schon auch darum geht, dass man etwas zu sehen bekommt, für den ein oder anderen Zwischenstop zum fotografieren ist immer Zeit...
wenn wir Richtung Nordnorwegen unterwegs sind geht es meist auch die E6 hoch. Auf dem Rueckweg fahren wir dann durch Schweden ueber die E45. Vorteil ist, man kann schneller fahren, wenig Verkehr, gut ausgebaut. Nachteil, nicht all zu viel zu sehen, ausser Wald, Wald und nochmal Wald. Wobei sich da ein wenig die Geister scheiden.
Andere favorisieren eher die etwas weiter oestlich liegen Strecke direkt an der Ostsee entlang.
wurde wahrscheinlich schon gesagt, aber dennoch: Wenn Du am Anfang der Reise möglichst schnell rauf nach Tromsø fahren willst und dann langsamer wieder runter, dann würde ich die Sache wirklich umdrehen und über Schweden rauffahren! Ich erlaube mir einmal, mich selbst zu zitieren:
EuraGerhard hat geschrieben:Die E6 ist eine Hauptschlagader für den Schwerlastverkehr, hier herrscht Tag und Nacht dichter LKW-Verkehr. Überholen ist kaum möglich, man muss also hinterherzockeln. Dazwischen dann immer mal ein Reisebus mit fotografierwütigen Asiaten. Gelegentlich wird ein solcher Reisebus auch mal zwischen zwei LKW eingequetscht, dann geht ein paar Stunden lang gar nichts mehr (selbst schon erlebt), denn Ausweichmöglichkeiten gibt es praktisch keine. Dazwischen dann noch jede Menge Touristen, und gelegentlich mischt sich auch noch ein Traktor dazwischen.
So geht es zumindest bis Trondheim. Danach folgen ein paar autobahnähnlich ausgebaute Abschnitte und Tunnel, dieser Teil ist allerdings mautpflichtig. Aber schon rund 30km weiter ab Stjørdal geht es im gewohnten Trott weiter.
Auf der E45 hingegen herrscht meist gähnende Leere. Gut, weiter im Norden kann es vorkommen, dass mal ein Rentier auf dem Mittelstreifen spazieren geht, aber das war's dann auch schon. Wenn man mal auf einen Brummi aufläuft, dann dauert es meist nicht lange, bis man eine Gelegenheit zum Überholen findet.
Ok, ankommen werden wir dann wohl mit der Fähre von Rostock aus in Gedser:
Google Maps empfiehlt mir in Schweden die E4 - geht's über die E45 eurer Erfahrung nach schneller? Kilometermäßig nehmen sich die beiden Strecken nicht sonderlich viel...
Nitram hat geschrieben:Google Maps empfiehlt mir in Schweden die E4 - geht's über die E45 eurer Erfahrung nach schneller?
Die E4 ist halt auf einigen Abschnitten autobahnähnlich ausgebaut, auf anderen Abschnitten gibt es wechselseitige Überholspuren. Deshalb glaubt Google Maps, es ginge darauf schneller. In der Theorie mag das stimmen, zumindest wenn Du die möglichen Höchstgeschwindigkeiten auch ausfährst. In der Praxis wirst Du das aber nicht immer können. Und vor allem musst Du durch den Großraum Stockholm durch, und da ist zumindest tagsüber immer viel los.
Anders ausgedrückt: Wenn Du konsequent die Höchstgeschwindigkeit (max. 120 km/h) ausfahren kannst, und bei der Durchquerung von Stockholm viel Glück hast, dann könnte die E4 geringfügig schneller sein als die E45. Viel wird es sich aber nicht nehmen.
Aber dann hurtig, hurtig zurück. Wir haben für eine ähnliche Strecke gut 5 Wochen zur Verfügung gehabt und auch gebraucht. Ich würde bei 3 Wochen schnell in den Norden fahren und schnell zurück. Der Kystriksveien braucht seine Zeit, schon wegen der vielen Fähren. Und nur durchrauschen ist ja auch nichts.
Danke noch für den Tip mit der Insel Senja, genau das hatte ich mir vorhin auch schon überlegt, weil wir beschlossen hatten vielleicht doch noch die Whalewatching-Tour in Andenes mit zu machen wenn man schonmal dort ist - spätestens dann ist es über Senja auf alle Fälle kürzer.
Den Kystriksveien habe ich jetzt einfach mal mit reingenommen, wenn wir dann sehen, dass es zeitlich zu knapp wird ist es ein einfaches stattdessen auf die E6 auszuweichen was dann auf alle Fälle zeitsparender ist.
Nitram hat geschrieben:...Den Kystriksveien habe ich jetzt einfach mal mit reingenommen, wenn wir dann sehen, dass es zeitlich zu knapp wird ist es ein einfaches stattdessen auf die E6 auszuweichen was dann auf alle Fälle zeitsparender ist.
Grüße,
Martin
Genau deshalb würde ich über Schweden "schnell" hochfahren. Mit der Walsafari, das kann schon mal 2 Tage dauern. Die fahren nicht, wenn es wettermäßig nicht passt. Auch auf den Inseln lohnt es sich, einen Regentag zu verbummeln. Am nächsten Tag kann es schon ganz anders aussehen. Mitternachtssonne gibt es nicht jeden Tag. Wenn die Chance besteht, kann man von jeder Stelle auf den Lofoten innerhalb kurzer Zeit einen Strand mit Blick nach Norden erreichen.
Wenn Ihr dann die Lofoten verlasst, wisst Ihr, wieviel Zeit für den Kystriksveien bleibt. Andersrum kann es geschehen, dass Ihr eben nicht auf besseres Wetter warten könnt.
Über Schweden fahren wir auf alle Fälle schnell rauf. Wir fahren am Sonntag in München los, Abends geht schon die Fähre in Rostock und ich hoffe dann, dass wir am Mittwoch Mittag in Tromsø ankommen.
Alles nach den Lofoten ist im Endeffekt nur eine schöne Dreingabe, wenn sich die landschaftlich schöneren Routen machen lassen ist es gut und wenn nicht, dann ist es auch nicht tragisch. Ich wollte nur nicht, dass wir am Ende fünf Tage vor der Abfahrt in Oslo ankommen obwohl wir eigentlich genug Zeit für Alternativrouten gehabt hätten aber keiner davon etwas wusste. Sobald wir merken, dass es zeitlich knapp werden könnte wird das Navi mit dem direkten Ziel Oslo gefüttert und dann geht's auf direktem Weg dorthin.
War ja auch anhand der Google-Karte nicht wirklich ersichtlich in welcher Reihenfolge ich fahren will. Ist aber sozusagen gegen den Urzeigersinn. Also schnell rauf und dann langsam runter.
Hallo Nitram,
auch wir haben immer nach Alternativen gesucht, um nicht immer die E6 zu fahren und sind auf Höhe Trondheim auf die 705, FV31 über Røros (sehr sehenswert die alte Bergbaustadt), FV30 bis Tynset und dann die RV3 gefahren.
Wir haben auch noch einen anderen Weg ausgesucht und fanden ihn landschaftlich sehr schön. Dieser Weg führte von Os auf der 28 (allerdings die Straße war dort vor ein paar Jahren sehr schlecht) über die 26 auf die 217 und dann bis Koppang wieder auf den RV3 bis zur E6. Der Abstecher über die 217 war sehr schön. kann ich nur empfehlen.
Bei diesen Strecken umfährst du zusätzlich den Mautring um Trondheim, aber das war nicht unser Ziel, wir wollten einfach mal einen neuen Weg.
Mittlerweile ist für uns der schnellste, wenn auch nicht ganz billige Weg nach Nordnorwegen auf dem Hinweg über Finnland mit der Fähre ab Rostock nach Helsinki. Da bist du sehr zügig, auch ohne die Höchstgeschwindigkeiten zu übertreten, im hohen Norden. Der Rückweg ist dann immer durch Norwegen, schließlich muss man ja gucken, was es Neues im Land gibt. Dort nehmen wir aber mittlerweile auch die E6, da wir meist nachts fahren.
Gruß Annett und gute Fahrt
Wie war Euer Urlaub? welche Strecke habt Ihr nun genommen? Berichte doch bitte mal. Ich überlege nämlich schon mal wieder eine Strecke für nächstes Jahr zum Nordkap über Schweden, Finnland ...
Reiseberichte zu lesen, erleichtert unheimlich die Planung.
wir haben eine Mischung aus den beiden Vorschlägen genommen, das heißt erst an der Küste entlang und dann ins Landesinnere. Schön waren beide Routen - ich würde jetzt nicht beurteilen wollen welche von beiden die schönere war. Wenn du auf meinen Reiseblog schaust kannst du es genauer nachlesen: http://blog.nitram.org
Da findest du auch im zweiten Beitrag von vorne eine Karte mit unserer exakten Route, die wir gefahren sind.