Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
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Dirk i norge
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Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Guten Morgen !
Ich schreibe dieses Thema hier hinein, weil ja die meisten Fragen ueber das norwegische Gesundheitssystem hier erscheinen.
Ein Mann von 43 Jahren geht zum Arzt und klagt ueber extreme Schmerzen in der Bauchgegend . "Kein Problem" sagt der Arzt " das haben wir hier øfter" Nach ein paar sehr merkwuerdigen Fragen kam der Doktor auf folgendes Ergebnis : nervøser Magen ....
Der Mann , was einer meiner Arbeitskollegen war, ging wieder an seine Arbeit. die Schmerzen wurden immer stærker und seine Augen færbten sich gelb. Da weiss ja sogar der Nichfachmann, dass das kein "nervøser Magen" sein kann. Er ging wieder zum Arzt... bekam Tabletten und wurde nicht einmal krank geschrieben auf seinen "nervøsen Magen". Eine Woche spæter war er tot. Krebs im ganzen Kørper sagte mir seine Frau.
Was ist das fuer ein Arzt ? Ich versuchte telfonisch mit dem Arzt zu sprechen aber er wurde frech und legte auf.
So etwas kann in Deutschland wahrscheinlich auch passieren... nur da sprerren sie den "IDIOTEN" fuer ein paar Jahr ein und nehmen ihm seine Behandlingserlaubnis weg. Hier kann sich der Arzt raus reden und sein Scheiss , den er verzapft hat, entschuldigen.
So lese ich in der VG in der gleichen Woche eine Meinungsumfrage in der es um deutsche Ærzte ging. Der Grossteil der Leser war eindeutig der Meinung, dass es zu viele deutsche Ærzte hier gibt.... Halloooooooooooo ?
Die Sache mit meinem Kollegen ist etwas lokal, da wir hier nicht in einer grossen Stadt leben. Trotzdem kann das nicht sein. Es kann genau so wenig sein, dass schwehr kranke Menschen in den Krankenhæusern in den Gænfgen liegen muessen u.s.w.
Bevor jetzt hier der eine oder andere Knaller mich fragt, was ich denn hier noch will wenn doch alles so Sch***** ist in Norge Euch kann ich nur sagen : wenn es mir und meiner Familie nicht so gut hier gehen wuerde , wære ich schon lange wieder in Deutschland. Es gibt nicht viele schlechte Sachen in Norwegen aber das Gesundheitssystem ist schlimmer als im Kongo.....
Ich schreibe dieses Thema hier hinein, weil ja die meisten Fragen ueber das norwegische Gesundheitssystem hier erscheinen.
Ein Mann von 43 Jahren geht zum Arzt und klagt ueber extreme Schmerzen in der Bauchgegend . "Kein Problem" sagt der Arzt " das haben wir hier øfter" Nach ein paar sehr merkwuerdigen Fragen kam der Doktor auf folgendes Ergebnis : nervøser Magen ....
Der Mann , was einer meiner Arbeitskollegen war, ging wieder an seine Arbeit. die Schmerzen wurden immer stærker und seine Augen færbten sich gelb. Da weiss ja sogar der Nichfachmann, dass das kein "nervøser Magen" sein kann. Er ging wieder zum Arzt... bekam Tabletten und wurde nicht einmal krank geschrieben auf seinen "nervøsen Magen". Eine Woche spæter war er tot. Krebs im ganzen Kørper sagte mir seine Frau.
Was ist das fuer ein Arzt ? Ich versuchte telfonisch mit dem Arzt zu sprechen aber er wurde frech und legte auf.
So etwas kann in Deutschland wahrscheinlich auch passieren... nur da sprerren sie den "IDIOTEN" fuer ein paar Jahr ein und nehmen ihm seine Behandlingserlaubnis weg. Hier kann sich der Arzt raus reden und sein Scheiss , den er verzapft hat, entschuldigen.
So lese ich in der VG in der gleichen Woche eine Meinungsumfrage in der es um deutsche Ærzte ging. Der Grossteil der Leser war eindeutig der Meinung, dass es zu viele deutsche Ærzte hier gibt.... Halloooooooooooo ?
Die Sache mit meinem Kollegen ist etwas lokal, da wir hier nicht in einer grossen Stadt leben. Trotzdem kann das nicht sein. Es kann genau so wenig sein, dass schwehr kranke Menschen in den Krankenhæusern in den Gænfgen liegen muessen u.s.w.
Bevor jetzt hier der eine oder andere Knaller mich fragt, was ich denn hier noch will wenn doch alles so Sch***** ist in Norge Euch kann ich nur sagen : wenn es mir und meiner Familie nicht so gut hier gehen wuerde , wære ich schon lange wieder in Deutschland. Es gibt nicht viele schlechte Sachen in Norwegen aber das Gesundheitssystem ist schlimmer als im Kongo.....
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/art ... e&id=43031
" - - - Durchschnittlich sieben Jahre warten Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Beschwerden, bis ihr Leiden in einer stationären psychotherapeutischen Einrichtung richtig behandelt wird. Im Einzelfall werden Patienten sogar 20 Jahre lang falsch versorgt. - - - - "
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_ ... 963217.htm
" - - - Ein Diagnosefehler ist dem Arzt nur dann anzulasten, wenn die Deutung des Krankheitsbildes völlig unverständlich ist oder wenn eine spätere Überprüfung der Erstdiagnose unterbleibt. Das ist hier nicht geschehen. Es ist vielmehr ein in der Medizin sehr häufiger und typischer Fall aufgetreten, nämlich dass das Krankheitsbild zunächst genau einer Bronchitis entsprach, obwohl eine andere Krankheit dahinter steckte. Die von der Ärztin angenommene, erste Diagnose war also vertretbar und kann ihr nicht vorgeworfen werden. - - - - "
" - - - Durchschnittlich sieben Jahre warten Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Beschwerden, bis ihr Leiden in einer stationären psychotherapeutischen Einrichtung richtig behandelt wird. Im Einzelfall werden Patienten sogar 20 Jahre lang falsch versorgt. - - - - "
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_ ... 963217.htm
" - - - Ein Diagnosefehler ist dem Arzt nur dann anzulasten, wenn die Deutung des Krankheitsbildes völlig unverständlich ist oder wenn eine spätere Überprüfung der Erstdiagnose unterbleibt. Das ist hier nicht geschehen. Es ist vielmehr ein in der Medizin sehr häufiger und typischer Fall aufgetreten, nämlich dass das Krankheitsbild zunächst genau einer Bronchitis entsprach, obwohl eine andere Krankheit dahinter steckte. Die von der Ärztin angenommene, erste Diagnose war also vertretbar und kann ihr nicht vorgeworfen werden. - - - - "
Wohl dem, dem Seefahrt ein Geheimnis blieb!
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Das gibt es aber leider auch in deutschen Krankenhäusern.Dirk i norge hat geschrieben: Es kann genau so wenig sein, dass schwehr kranke Menschen in den Krankenhæusern in den Gænfgen liegen muessen u.s.w.
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Hei Dirk,
was glaubst Du denn, wie hoch die Chancen waren, wenn er, wie Du schreibst, "Krebs im ganzen Körper" hatte ?
Und ja, Patienten auf dem Gang oder in Spülräumen hatten wir in D auch.
Letztlich ist es natürlich richtig, dass der Weg zur Diagnose in Norwegen oft länger ist, als in D.
Am Endergebnis, also Therapieerfolg, ändert das aber meistens nicht.
Norweger sind als Patienten geduldiger als Deutsche. Und wenn den Norwegern die Wartezeiten nicht passen, haben sie es in der Hand, das zu ändern. Mit mehrheitlichen Protesten ihren Politikern gegenüber und, indem sie nächstes Mal die wählen, die hier was tun wollen.
Hilsen
isbjörn
was glaubst Du denn, wie hoch die Chancen waren, wenn er, wie Du schreibst, "Krebs im ganzen Körper" hatte ?
Und ja, Patienten auf dem Gang oder in Spülräumen hatten wir in D auch.
Letztlich ist es natürlich richtig, dass der Weg zur Diagnose in Norwegen oft länger ist, als in D.
Am Endergebnis, also Therapieerfolg, ändert das aber meistens nicht.
Norweger sind als Patienten geduldiger als Deutsche. Und wenn den Norwegern die Wartezeiten nicht passen, haben sie es in der Hand, das zu ändern. Mit mehrheitlichen Protesten ihren Politikern gegenüber und, indem sie nächstes Mal die wählen, die hier was tun wollen.
Hilsen
isbjörn
Og har jeg end sejlet min skude på grund, o, så var det dog dejligt at fare ! (Kjærlighedens Komedie)
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Dirk i norge
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Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
nicht geduldiger aber nicht so sehr stark interssiert. Was der Arzt hier sagt scheint Gesetz zu sein.Ich glaube es gibt hier nur eine Krankheit -> Influensa.... das ist das Wort was alle norwegischen Ærrzte kønnen. Ich war hier auch schon beim Arzt. Auch mit meinen Kindern.... ich weiss also von was ich spreche.isbjörn hat geschrieben: Norweger sind als Patienten geduldiger als Deutsche.
Und ja, in Deutschland liegen die Leute auch ab und zu auf den Gængen. Es ist aber nicht die Normalitæt. Hier schon. Ausserdem macht es einen kleinen Unterschied ob man in Deutschland , einem hochverschuldeten Land mit ueber 80 mio Einwohner auf dem Gang liegt oder in einem Land was mit das reichste auf der ganzen Welt ist und nicht mehr als 5 mio Einwohner zu versorgen hat.
Und noch was zu diesem bescheuerten Spruch " wie hoch die Chancen waren fuer ihn"... Ich denke das jeder Mensch das Recht auf eine richtige und quallifizierte Behandlung hat. Dies ist in Norwegen leider nicht ueber all der Fall... ich glaube grøssere Unterschiede zweier Europæische Lænder gibt es wohl kaum....
Noch was..... wer kommt denn hier gleich mit Deutschland , da muessen die Leute auch auf den Gængen liegen..... Wer wird denn Norwegen mit Deutschland im Gesundheitssystem vergleichen wollen????
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Hallo Dirk...
es ist immer schwer und tut weh, wenn man einen Freund oder Bekannten durch diese heimtückische Krankheit verliert..., von daher hast Du mein volles Mitgefühl.
Aber ich kenne kein Gesundheitssystem auf der Welt, daß nicht stark verbesserungsfähig wäre...und das gilt natürlich auch für Norwegen. Und unter den Hausärzten gibt es auch immer wieder ganz besondere Spezies, hier wie anderswo. Und zuletzt funktioniert die Rechtsprechung bzw Schadensersatzregelung auch hier wie woanders mal mehr oder weniger gut.
Du findest in jedem Gesundheitssystem der Welt Dinge, die super gelaufen sind und gleichzeitig Geschichten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen...da könnte man jetzt seitenweise drüber schreiben und vergleichen.
Also...in diesem Sinne ein wirklich erholsames WE...
vom NarVikinger Christoph
es ist immer schwer und tut weh, wenn man einen Freund oder Bekannten durch diese heimtückische Krankheit verliert..., von daher hast Du mein volles Mitgefühl.
Aber ich kenne kein Gesundheitssystem auf der Welt, daß nicht stark verbesserungsfähig wäre...und das gilt natürlich auch für Norwegen. Und unter den Hausärzten gibt es auch immer wieder ganz besondere Spezies, hier wie anderswo. Und zuletzt funktioniert die Rechtsprechung bzw Schadensersatzregelung auch hier wie woanders mal mehr oder weniger gut.
Du findest in jedem Gesundheitssystem der Welt Dinge, die super gelaufen sind und gleichzeitig Geschichten, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen...da könnte man jetzt seitenweise drüber schreiben und vergleichen.
Also...in diesem Sinne ein wirklich erholsames WE...
vom NarVikinger Christoph
"Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land am Polarkreis (Helgeland)."
frei interpretiert (erweitert) nach einem Zitat von Dr. Ludwig Ganghofer
frei interpretiert (erweitert) nach einem Zitat von Dr. Ludwig Ganghofer
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Apalliker
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Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Hallo ? Wir reden hier über das Gesundheitssystem in Norwegen, also was kommst Du hier mit deutschen Krankenhäusern ?tomboll hat geschrieben:Das gibt es aber leider auch in deutschen Krankenhäusern.Dirk i norge hat geschrieben: Es kann genau so wenig sein, dass schwehr kranke Menschen in den Krankenhæusern in den Gænfgen liegen muessen u.s.w.
Bei uns damals in Berlin lagen keine Patienten in den Gängen rum, dass ist nämlich infolge der Brandschutzbestimmungen VERBOTEN.
Aber so etwas interessiert hier keinen wirklich.
Also Dirk, halt die Ohren steif, lass Dich nicht ärgern.
Das mit Deinem Arbeitskollegen tut mir leid.
http://www.skulsfjord.info
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Hallo Dirk,
ich möchte noch etwas dazu schreiben, das Ärzten in Deutschland die Berufserlaubnis entzogen wird, wenn sie Patienten falsch behandeln.
Ich habe von Geburt an eine Hüftdysplasie auf beiden Seiten (Fehlanlage des Hüftgelenks). Das kommt häufig, besonders bei Mädchen und Frauen, vor. Deshalb tragen weibliche Säuglinge oft eine Spreizhose im ersten Lebensjahr, damit das Hüftgelenk "nachreifen" kann.
Damals, als ich geboren wurde, wurde die Dysplasie meist zu spät erkannt und konnte nicht mehr behandelt werden. Durch die Fehlanlage kommt es zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiss (Arthrose) und im weiteren Verlauf zu ziemlich heftigen Schmerzen, sowohl beim Laufen als auch in Ruhe. Viele meiner Leidensgenossen stehen seit Jahren unter starken Schmerzmedis.
Vor etwa 30 Jahren wurde eine OP-Methode entwickelt, die Dreifach-Beckenosteotomie, eine gelenkerhaltende Operation, die eine sehr lange Nachbehandlung erfordert (sechs Wochen nicht sitzen, zwölf Wochen nicht stehen). Es gibt einige wenige Spezialisten in Deutschland, die diese Methode beherrschen. Leider gibt es bei den Spezialisten eine Wartezeit von 1-5! Jahren, da sie nur eine bestimmte Anzahl an OP's pro Jahr bewilligt bekommen.
Viele Patienten wenden sich aufgrund der langen Wartezeit an Krankenhäuser, die keinerlei Erfahrung mit dieser OP haben und leider wird in den meisten Fällen die OP verpfuscht. Ich war glücklicherweise bei einem Spezialisten und jetzt bin ich völlig schmerzfrei. Aber er erzählte mir auch, das mindestens die Hälfte der Patienten, die zu ihm kommen, in anderen Krankenhäusern verpfuscht wurden.
Das bedeutet für sie: erneute stundenlange OP, die ganze Prozedur nochmal mitmachen. Ich habe eine Bekannte, deren Hüften in einem anderen Krankenhaus überkorrigiert wurden. Sie konnte die Hüfte nicht weiter als 60 ° beugen, d.h. sie konnte noch nicht mal auf einem Stuhl sitzen. Inzwischen wurde die erste Seite rekorrigiert, im Februar kommt die zweite Seite dran. Sie ist ein nervliches Wrack.
Was ist mit den Ärzten passiert? Nichts. Sie operieren weiter. Sie hat einfach nicht die Kraft auf einen jahrelangen Rechtsstreit. Sie will einfach nur wieder wie ein normaler Mensch leben und endlich alles hinter sich bringen. Solche Fälle gibt es genug und keinem Arzt wurde die Berufserlaubnis entzogen.
Gruß
Kirsten.
ich möchte noch etwas dazu schreiben, das Ärzten in Deutschland die Berufserlaubnis entzogen wird, wenn sie Patienten falsch behandeln.
Ich habe von Geburt an eine Hüftdysplasie auf beiden Seiten (Fehlanlage des Hüftgelenks). Das kommt häufig, besonders bei Mädchen und Frauen, vor. Deshalb tragen weibliche Säuglinge oft eine Spreizhose im ersten Lebensjahr, damit das Hüftgelenk "nachreifen" kann.
Damals, als ich geboren wurde, wurde die Dysplasie meist zu spät erkannt und konnte nicht mehr behandelt werden. Durch die Fehlanlage kommt es zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiss (Arthrose) und im weiteren Verlauf zu ziemlich heftigen Schmerzen, sowohl beim Laufen als auch in Ruhe. Viele meiner Leidensgenossen stehen seit Jahren unter starken Schmerzmedis.
Vor etwa 30 Jahren wurde eine OP-Methode entwickelt, die Dreifach-Beckenosteotomie, eine gelenkerhaltende Operation, die eine sehr lange Nachbehandlung erfordert (sechs Wochen nicht sitzen, zwölf Wochen nicht stehen). Es gibt einige wenige Spezialisten in Deutschland, die diese Methode beherrschen. Leider gibt es bei den Spezialisten eine Wartezeit von 1-5! Jahren, da sie nur eine bestimmte Anzahl an OP's pro Jahr bewilligt bekommen.
Viele Patienten wenden sich aufgrund der langen Wartezeit an Krankenhäuser, die keinerlei Erfahrung mit dieser OP haben und leider wird in den meisten Fällen die OP verpfuscht. Ich war glücklicherweise bei einem Spezialisten und jetzt bin ich völlig schmerzfrei. Aber er erzählte mir auch, das mindestens die Hälfte der Patienten, die zu ihm kommen, in anderen Krankenhäusern verpfuscht wurden.
Das bedeutet für sie: erneute stundenlange OP, die ganze Prozedur nochmal mitmachen. Ich habe eine Bekannte, deren Hüften in einem anderen Krankenhaus überkorrigiert wurden. Sie konnte die Hüfte nicht weiter als 60 ° beugen, d.h. sie konnte noch nicht mal auf einem Stuhl sitzen. Inzwischen wurde die erste Seite rekorrigiert, im Februar kommt die zweite Seite dran. Sie ist ein nervliches Wrack.
Was ist mit den Ärzten passiert? Nichts. Sie operieren weiter. Sie hat einfach nicht die Kraft auf einen jahrelangen Rechtsstreit. Sie will einfach nur wieder wie ein normaler Mensch leben und endlich alles hinter sich bringen. Solche Fälle gibt es genug und keinem Arzt wurde die Berufserlaubnis entzogen.
Gruß
Kirsten.
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Dirk i norge
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Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
hm.... das tut mir leid mit der Hüftdysplasie. Du schreibst selbst, das es in Deutschland wenige Spezialisten fuer diese Krankheit gibt. Ich glaube in Norwegen sollte man mit einer solchen Krankheit nicht geboren werden. Es gibt ja kaum quallifiziertes Fachpersonal geschweige Spezialisten.
Das dem Arzt die Lizenz auf Grund einer Falschbehandlung nicht enzogen worden ist, ist bedauerlich. Aber ich denke es ist so wie Christoph geschrieben hat.... das mit der Rechtssprechnung ist wohl nicht ganz so einfach....
Das dem Arzt die Lizenz auf Grund einer Falschbehandlung nicht enzogen worden ist, ist bedauerlich. Aber ich denke es ist so wie Christoph geschrieben hat.... das mit der Rechtssprechnung ist wohl nicht ganz so einfach....
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Barney Bär
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- Registriert: Do, 10. Aug 2006, 0:13
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Hei Dirk,
Erstmal herzliches Beileid. So eine Sache erregt Zorn.
Aber nicht nur in Norwegen.
Ich war dabei, als meine Mutter ihren Bandscheibenvorfall hatte.
Als der Arzt sie fragte, ob die berührung am Bein schmerzte, hat sie ja gesagt. Antwort: "das kann ja gar nicht sein."
Mein Stiefvater hatte einen Schlaganfall. Er ist mit Übelkeit zusammengebrochen und lag am Boden als der Arzt kam. "der simuliert.", war der Kommentar. Wäre er gleich richtig behandelt worden, wäre die Sache vielleicht noch glimpflich ausgegangen. Stattdessen hing sein Leben monatelang am seidenen Faden, er hat in sieben Jahren nicht mehr sprechen gelernt, laufen kann er nur ein paar Schritte. Seit gut einem Jahr verschlechtert sich sein Zustand drastisch (was mit dieser Krankheit ja aber auch nur eine Frage der Zeit war).
Vor kurzem war ich mit meiner vierjährigen Tochter bei unserem Hausarzt zur Routineuntersuchung. Zugegeben, er ist kein Kinderarzt. Aber die Behauptungen bezüglich Kindermedizin haben mich wirklich staunen lassen.(Mein 4. Kind, deshalb weiss ich es besser.)
Fazit: auch hier ist das Überleben einer schweren Krankheit u.U. Glücksache.
lg
Erstmal herzliches Beileid. So eine Sache erregt Zorn.
Aber nicht nur in Norwegen.
Ich war dabei, als meine Mutter ihren Bandscheibenvorfall hatte.
Als der Arzt sie fragte, ob die berührung am Bein schmerzte, hat sie ja gesagt. Antwort: "das kann ja gar nicht sein."
Mein Stiefvater hatte einen Schlaganfall. Er ist mit Übelkeit zusammengebrochen und lag am Boden als der Arzt kam. "der simuliert.", war der Kommentar. Wäre er gleich richtig behandelt worden, wäre die Sache vielleicht noch glimpflich ausgegangen. Stattdessen hing sein Leben monatelang am seidenen Faden, er hat in sieben Jahren nicht mehr sprechen gelernt, laufen kann er nur ein paar Schritte. Seit gut einem Jahr verschlechtert sich sein Zustand drastisch (was mit dieser Krankheit ja aber auch nur eine Frage der Zeit war).
Vor kurzem war ich mit meiner vierjährigen Tochter bei unserem Hausarzt zur Routineuntersuchung. Zugegeben, er ist kein Kinderarzt. Aber die Behauptungen bezüglich Kindermedizin haben mich wirklich staunen lassen.(Mein 4. Kind, deshalb weiss ich es besser.)
Fazit: auch hier ist das Überleben einer schweren Krankheit u.U. Glücksache.
lg
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Barney Bär
- NF-Stammbesucher

- Beiträge: 2053
- Registriert: Do, 10. Aug 2006, 0:13
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Jetz hab ichs ganz vergessen:
auch meine Mutter ist mit einer Klage gegen den erstbehandelnden Arzt ("der simuliert") nicht durchgekommen.
lg
auch meine Mutter ist mit einer Klage gegen den erstbehandelnden Arzt ("der simuliert") nicht durchgekommen.
lg
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Björn-Einar
- NF-Stammbesucher

- Beiträge: 276
- Registriert: Mi, 09. Mär 2005, 19:37
- Wohnort: Agder
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Das sind ja ganz neue töne von dir hier zu lesenDirk i norge hat geschrieben:Bevor jetzt hier der eine oder andere Knaller mich fragt, was ich denn hier noch will wenn doch alles so Sch***** ist in Norge Euch kann ich nur sagen : wenn es mir und meiner Familie nicht so gut hier gehen wuerde , wære ich schon lange wieder in Deutschland. Es gibt nicht viele schlechte Sachen in Norwegen aber das Gesundheitssystem ist schlimmer als im Kongo.....
ja wenn man selber von sowas betroffen ist dann treten die klassischen highlights wie 198,-NOk stundenlohn, geregelter feierabend, die schöne natur und vor allem die netten Norgis gaaaaaanz plötzlich in den hintergrund und die sicht wird frei für unliebsame realitäten die man gern verdrängt wenn man sie nicht selbst am Hintern hat.....
Ich selbst habe ja hier kürzl. selbst auszugsweise ne mail eines freundes hier rein gestellt, dessen arbeitskollege in Flåm vom gerüst vfel und der an gebrochenen rippen und inneren blutungen krepierte weil...,
ja weil das helse"SYSTEM" hier halt so ist. NUUUUR KEINEN STRESSSSSS!
Jeden morgen, noch vor dem zähneputzen, bete ich das ich hier im gelobten land, nicht ernsthaft krank werde
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Hei,
leider kann ich vom Gesundheitssystem in Norge noch nichts dazu beitragen. Dennoch tut es mir leid, für das was passiert ist.
Allerdings kann ich mit meinen
kleinem Grundwissen in der Medizin
(bin im Rettungsdienst) alltäglich erleben wie die Hausärzte in Deutschland sind. Diese bewegen sich teilweise gerade noch am Rande der Legalität. Oftmals sind sie mit der ganzen Situation (sofern es nicht um einen gripp. Infekt geht) massiv überfordert. Von der Diagnosestellung und der zugehörigen Therapie ganz zu schweigen. Aber wie uns Allen bekannt ist - so ist in Deutschland die Diagnose- und Therapiewahl dem Arzt vorbehalten, auch wenn er damit das Leben nicht seines Eides gemäss erhält. Wir im Rettungsdienst sind ja eh nur "Träger und Beförderer" und haben uns damit auch auf keinen Fall zu Wort zu melden. Ich kann allerdings auch nicht von der Hand weisen, dass es ebenso Hausärzte gibt, die wissen was sie tun und sowohl die Diagnose, als auch die Therapie zutreffen.
Leider gibt es hiervon zu wenige
Aus diesem Grunde finde ich es sehr wichtig, dass man egal wo man sich befindet in der Medizin sich ein paar Grundkenntnisse anlegen sollte. Denn dann kann man wesentlich besser mitentscheiden.
Gruß Zappel
PS:Kann im Sommer das Gesundheitssystem endlich mal in Augenschein nehmen
leider kann ich vom Gesundheitssystem in Norge noch nichts dazu beitragen. Dennoch tut es mir leid, für das was passiert ist.
Allerdings kann ich mit meinen
Aus diesem Grunde finde ich es sehr wichtig, dass man egal wo man sich befindet in der Medizin sich ein paar Grundkenntnisse anlegen sollte. Denn dann kann man wesentlich besser mitentscheiden.
Gruß Zappel
PS:Kann im Sommer das Gesundheitssystem endlich mal in Augenschein nehmen
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Dirk i norge
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- Registriert: Do, 13. Jul 2006, 10:57
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Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
da hast du Recht.Björn-Einar hat geschrieben: ja wenn man selber von sowas betroffen ist dann treten die klassischen highlights wie 198,-NOk stundenlohn, geregelter feierabend, die schöne natur und vor allem die netten Norgis gaaaaaanz plötzlich in den hintergrund und die sicht wird frei für unliebsame realitäten die man gern verdrängt wenn man sie nicht selbst am Hintern hat.....
Ich kann nur hoffen, dass es hilft, jeden Tag vor dem Zæhne putzen beten, dass mann nicht ernsthaft krank wird. Ich glaub damit sollte ich auch mal anfangen...
Re: Nochmal das Thema Gesundheit in Norge
Euch kann ich nur eines empfehlen:
Schreibt doch Eure Geschichten an die VG oder Bildzeitung, dann bekommt Ihr noch viele tausend Anteilnahmen von Leuten, die es auch nicht besser wissen.
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Og har jeg end sejlet min skude på grund, o, så var det dog dejligt at fare ! (Kjærlighedens Komedie)