Bergwandern im September 2021
Re: Bergwandern im September 2021
Danke, ihr motiviert mich natürlich, hier weiterzumachen. Ich war ja etwas skeptisch wegen der Reisezeit, denn im August 2013 hatten wir ziemlich zuverlässig jede Woche mindest 1 Tag mit total schlechtem Wetter. Aber letztendlich war dieser September sogar etwas besser.
Die Herbstfarben haben uns die ganze Zeit begeistert (wenn gutes Licht war). Und jetzt hinterher beim Betrachten der Fotos.
Ich hatte erwartet, dass sich hier doch einige Norwegenkenner melden "Da waren wir auch schon". Andererseits ist es schön, wenn es ein paar Nachnutzer der Wander-Beschreibungen gibt. In den nächsten Teilen wird es dann doch etwas feuchteres Wetter geben und bekanntere Gegend.
Die Herbstfarben haben uns die ganze Zeit begeistert (wenn gutes Licht war). Und jetzt hinterher beim Betrachten der Fotos.
Ich hatte erwartet, dass sich hier doch einige Norwegenkenner melden "Da waren wir auch schon". Andererseits ist es schön, wenn es ein paar Nachnutzer der Wander-Beschreibungen gibt. In den nächsten Teilen wird es dann doch etwas feuchteres Wetter geben und bekanntere Gegend.
Letzte Norwegenreise https://lofotenreise.jimdo.com
2.09.21 Fahrt über den alten Strynfjellweg
Am frühen Nachmittag war in Sota immer noch recht schönes Wetter, laut yr.no sollte aber noch eine Regenfront innerhalb von 24 h von N nach S ziehen, aber am nächsten Nachmittag schon wieder Auflockerungen über dem Geirangerfjord ermöglichen. Also wollten wir da rechtzeitig ankommen und vorher den Strynfjellweg fahren.

Der Teil des Tales mit der öffentlichen Straße und vielen Höfen
Man muss das ganze Tal (27 km) wieder hinunter fahren, am Abzweig von der "15" ist auch noch ein Rastplatz mit NP-Tafeln, Supermarkt und Toilette.
Dann ging es weiter das Otta-Tal hoch (Gamle Geirangerveg) bis nach Grotli, man ist dort schon auf 900 m Höhe. Direkt am Hotel ist der Abzweig. Hier ein Blick über den See in Grotli:

Danach beginnt die nicht asphaltierte Straße. Am nächsten Parkplatz habe ich mir noch die Erläuterungen zum Bau des Strynfjellweges angesehen. Der wurde noch in der "Kutschenzeit" um 1890 projektiert und dann auch gebaut, wegen der vielen feuchten Stellen im Strynfjell zum großen Teil erhöht und mit diesen charakteristischen Randsteinen, die man auch schon auf dem vorigen Foto sieht.
Leider war dann wirklich die Schlechtwetterfront angekommen, dichte tiefhängende Bewölkung, aber noch kein starker Regen. Die Straße durchquert langgestreckte Täler mit Seen und klettert bis auf 1130 m Höhe ohne sonderlich starke Steigungen.


Der Blick zurück

Natürlich ist die alte Straße nur einspurig, uns kamen vor allem andere Camper entgegen.

Ab und zu kam auch noch mal ein Strahl Sonne durch die Wolken.




Man sah zumindest die Ausläufer der Schneefelder und Gletscher auf den Berghöhen. Am Ende der Passage durch das Strynfjell befindet sich ein Sommerskigebiet, das war aber nicht in Betrieb. Dort beginnt der Asphalt wieder und es begann gleichzeitig auch zu regnen.

Kurz nach dem Skigebiet beginnt dann die steile Rampe bis hinunter fast auf Meereshöhe.

Auf einem der vielen Picknickplätze hatte ein Radfahrer sein kleines Zelt aufgebaut, der war an der sehr windigen Stelle nicht zu beneiden.

Ganz unten kann man schon den ersten See erkennen, der fast auf Meereshöhe liegt. An der Kante ein weißer Fleck ist ein Hotel an der Abzweigung von der modernen "15". Kurz davor haben wir an einem Picknickplatz angehalten und für die Nacht geparkt. Ich musste noch kurz raus, um die Unterlegkeile zu plazieren, aber dann haben wir das Wohnmobil nicht mehr verlassen.
Der Link zur gefahrenen Route https://www.plotaroute.com/route/1734590

Der Teil des Tales mit der öffentlichen Straße und vielen Höfen
Man muss das ganze Tal (27 km) wieder hinunter fahren, am Abzweig von der "15" ist auch noch ein Rastplatz mit NP-Tafeln, Supermarkt und Toilette.
Dann ging es weiter das Otta-Tal hoch (Gamle Geirangerveg) bis nach Grotli, man ist dort schon auf 900 m Höhe. Direkt am Hotel ist der Abzweig. Hier ein Blick über den See in Grotli:

Danach beginnt die nicht asphaltierte Straße. Am nächsten Parkplatz habe ich mir noch die Erläuterungen zum Bau des Strynfjellweges angesehen. Der wurde noch in der "Kutschenzeit" um 1890 projektiert und dann auch gebaut, wegen der vielen feuchten Stellen im Strynfjell zum großen Teil erhöht und mit diesen charakteristischen Randsteinen, die man auch schon auf dem vorigen Foto sieht.
Leider war dann wirklich die Schlechtwetterfront angekommen, dichte tiefhängende Bewölkung, aber noch kein starker Regen. Die Straße durchquert langgestreckte Täler mit Seen und klettert bis auf 1130 m Höhe ohne sonderlich starke Steigungen.


Der Blick zurück

Natürlich ist die alte Straße nur einspurig, uns kamen vor allem andere Camper entgegen.

Ab und zu kam auch noch mal ein Strahl Sonne durch die Wolken.




Man sah zumindest die Ausläufer der Schneefelder und Gletscher auf den Berghöhen. Am Ende der Passage durch das Strynfjell befindet sich ein Sommerskigebiet, das war aber nicht in Betrieb. Dort beginnt der Asphalt wieder und es begann gleichzeitig auch zu regnen.

Kurz nach dem Skigebiet beginnt dann die steile Rampe bis hinunter fast auf Meereshöhe.

Auf einem der vielen Picknickplätze hatte ein Radfahrer sein kleines Zelt aufgebaut, der war an der sehr windigen Stelle nicht zu beneiden.

Ganz unten kann man schon den ersten See erkennen, der fast auf Meereshöhe liegt. An der Kante ein weißer Fleck ist ein Hotel an der Abzweigung von der modernen "15". Kurz davor haben wir an einem Picknickplatz angehalten und für die Nacht geparkt. Ich musste noch kurz raus, um die Unterlegkeile zu plazieren, aber dann haben wir das Wohnmobil nicht mehr verlassen.
Der Link zur gefahrenen Route https://www.plotaroute.com/route/1734590
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Re: Bergwandern im September 2021
Der "Gamle Strynfjellvegen" - wunderschön !!! Da werden Erinnerungen wach und Sehnsüchte geweckt. Diese phantastische Strecke ist für mich Norwegen pur. So stelle ich mir Norwegen vor, so liebe ich es. Danke für's Teilhaben.

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Re: Bergwandern im September 2021
Hallo Steffen,
wieso ist mir dein Bericht bis jetzt entgangen? Ich werde alt. Danke erst mal für den tollen Bericht und die super Fotos. Den Strynfjellvegen haben wir in diesem Jahr zum zweiten Mal gemacht. Einfach nur grandios.
Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Noch was OffTopic: Das mit den Parkautomaten in der Sächsischen Schweiz ist uns auch schon aufgefallen.
Wir sind ja, gefühlt eine Ewigkeit, zweimal im Jahr für ein verlängertes WE dort zum Wandern.
wieso ist mir dein Bericht bis jetzt entgangen? Ich werde alt. Danke erst mal für den tollen Bericht und die super Fotos. Den Strynfjellvegen haben wir in diesem Jahr zum zweiten Mal gemacht. Einfach nur grandios.
Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Noch was OffTopic: Das mit den Parkautomaten in der Sächsischen Schweiz ist uns auch schon aufgefallen.

Gruß Karsten
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"Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg in einer Kupferrüstung zu stehen und »SCHEISS GÖTTER!« zu rufen." (Terry Pratchett)
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Re: Bergwandern im September 2021
Ich merke schon, der gamle Strynvegen kommt auch auf die Bucket-Liste für Norwegen.
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Re: Bergwandern im September 2021
Unbedingt!!!Voronwe hat geschrieben:Ich merke schon, der gamle Strynvegen kommt auch auf die Bucket-Liste für Norwegen.

Gruß Karsten
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3.09.21 Fahrt zum Geirangerfjord
Ok, ein Foto vom Strynfjellweg habe ich noch, eine Serpentine mit Wasserfall daneben.

Es war Freitag, wir waren nun knapp eine Woche unterwegs und das erste Mal eingeregnet. Aber der Wetterbericht versprach für den Nachmittag Aufheiterung. Wir wollten unseren Wassertank nicht wieder total entleeren wie am Spranget (2 Abende hatten wir schon geduscht) und ich hatte schon mal in der Park4Night App nach den Möglichkeiten in Geiranger geschaut. Die Kommentare zur Entsorgungsstation dort ergaben, dass man da seit einem Jahr den Frischwasserschlauch nicht mehr anschließen kann. Da wir den verregneten Vormittag noch Zeit hatten, haben wir kurzentschlossen erst mal Stryn angesteuert, also das Tal weiter hinunter genau bis zum Ende des Nordfjords. Es war ziemlich neblig, der Regen hörte dann langsam auf.

Es gab an der Strecke auch das Jostedalsbreen-Besucherzentrum. Wir waren kurz drin auf der Toilette, als ein Bus mit deutschen Touristen ankam. Da sind wir lieber weitergefahren.


In Stryn gab es eine funktionierende Ver/Entsorgung für Wohnmobile, wir haben danach gleich den Rückweg angetreten.
Dieser Friedhof vor der Kirche mit dem Rasen und den vielen Grabsteinen drauf erinnerte uns etwas an die Wikinger-Steinkreise bei Frederiksstad. Die Kirchen an sich sahen in jedem Dorf fast gleich aus.


Das Bild ist durch die Frontscheibe gemacht, auch im Nebel eine grandiose Gegend. Nach dem Abzweig des Strynfjellwegs ging es dann durch eine längere Tunnelabfolge bis hoch zum Geirangervegen. Der war noch vor dem Strynfjellvegen ähnlich wie dieser ausgebaut worden, ist jetzt eine normale, aber schmale Straße.

Und wie man sieht, kam wieder blauer Himmel!

Den Abzweig zur Dalsnibba haben wir dann nicht genommen, an den Bergen hing doch noch viel Gewölk.

Jedes Fjell sah irgendwie anders aus, sowohl die Gesteinsstruktur als auch die Vegetation.
Und es gab natürlich genug Wasser nach 20 h Regen.

An der Aussicht über dem Geirangerfjord haben wir natürlich angehalten, ausnahmsweise war der Parkplatz nicht überfüllt.

Wie man schon von der Aussicht aus sah, in Geiranger war absolut "tote Hose". Kein Hurtigruten- und auch kein Kreuzfahrtschiff, kein Mensch zu sehen. Wir sind am Kai vorbei in die kleine Straße nach Homlong gefahren. Man kommt da noch an den Campingplätzen direkt am Fjord vorbei. Die waren zwar noch zu einem Viertel gefüllt, aber ein paar Plätze in der vordersten Reihe wären wohl noch gewesen.

Homlong ist links auf dem Bild, auf der rechten Seite sieht man auch die Serpentinen der Straße nach Eidsdal mit der Adlerschwingenaussicht.

Blick zurück nach Geiranger.
In Homlong gibt es am Ortseingang eine Terasse, wo einige Autos hinpassen. Ein Schild weist auch darauf hin, dass Parken 100 NOK kostet, im Café zu bezahlen. Das hatte aber zu, die Saison war offenbar zu Ende.
Diese Strecke sind wir gefahren https://www.plotaroute.com/route/1735296

Es war Freitag, wir waren nun knapp eine Woche unterwegs und das erste Mal eingeregnet. Aber der Wetterbericht versprach für den Nachmittag Aufheiterung. Wir wollten unseren Wassertank nicht wieder total entleeren wie am Spranget (2 Abende hatten wir schon geduscht) und ich hatte schon mal in der Park4Night App nach den Möglichkeiten in Geiranger geschaut. Die Kommentare zur Entsorgungsstation dort ergaben, dass man da seit einem Jahr den Frischwasserschlauch nicht mehr anschließen kann. Da wir den verregneten Vormittag noch Zeit hatten, haben wir kurzentschlossen erst mal Stryn angesteuert, also das Tal weiter hinunter genau bis zum Ende des Nordfjords. Es war ziemlich neblig, der Regen hörte dann langsam auf.

Es gab an der Strecke auch das Jostedalsbreen-Besucherzentrum. Wir waren kurz drin auf der Toilette, als ein Bus mit deutschen Touristen ankam. Da sind wir lieber weitergefahren.


In Stryn gab es eine funktionierende Ver/Entsorgung für Wohnmobile, wir haben danach gleich den Rückweg angetreten.

Dieser Friedhof vor der Kirche mit dem Rasen und den vielen Grabsteinen drauf erinnerte uns etwas an die Wikinger-Steinkreise bei Frederiksstad. Die Kirchen an sich sahen in jedem Dorf fast gleich aus.


Das Bild ist durch die Frontscheibe gemacht, auch im Nebel eine grandiose Gegend. Nach dem Abzweig des Strynfjellwegs ging es dann durch eine längere Tunnelabfolge bis hoch zum Geirangervegen. Der war noch vor dem Strynfjellvegen ähnlich wie dieser ausgebaut worden, ist jetzt eine normale, aber schmale Straße.

Und wie man sieht, kam wieder blauer Himmel!

Den Abzweig zur Dalsnibba haben wir dann nicht genommen, an den Bergen hing doch noch viel Gewölk.

Jedes Fjell sah irgendwie anders aus, sowohl die Gesteinsstruktur als auch die Vegetation.
Und es gab natürlich genug Wasser nach 20 h Regen.

An der Aussicht über dem Geirangerfjord haben wir natürlich angehalten, ausnahmsweise war der Parkplatz nicht überfüllt.

Wie man schon von der Aussicht aus sah, in Geiranger war absolut "tote Hose". Kein Hurtigruten- und auch kein Kreuzfahrtschiff, kein Mensch zu sehen. Wir sind am Kai vorbei in die kleine Straße nach Homlong gefahren. Man kommt da noch an den Campingplätzen direkt am Fjord vorbei. Die waren zwar noch zu einem Viertel gefüllt, aber ein paar Plätze in der vordersten Reihe wären wohl noch gewesen.

Homlong ist links auf dem Bild, auf der rechten Seite sieht man auch die Serpentinen der Straße nach Eidsdal mit der Adlerschwingenaussicht.

Blick zurück nach Geiranger.
In Homlong gibt es am Ortseingang eine Terasse, wo einige Autos hinpassen. Ein Schild weist auch darauf hin, dass Parken 100 NOK kostet, im Café zu bezahlen. Das hatte aber zu, die Saison war offenbar zu Ende.
Diese Strecke sind wir gefahren https://www.plotaroute.com/route/1735296
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Wanderung zum Bauernhof Skageflå
Wir waren 2013 mit der Touristenfähre von Hellesylt nach Geiranger gefahren, aber bei ziemlich niesligem Wetter. Die Wolken hingen so tief, dass man die Berge nicht voll sehen konnte. Deshalb wollten wir den Fjord nochmal bei besserer Sicht und zu Fuß erkunden.
Die Wanderung zum Hof Skageflå findet man ganz schnell, wenn man nach Wanderung Geiranger sucht, offiziell hier https://www.visitnorway.de/listings/wan ... %A5/36429/. Diese Wanderung wird dort mit Anfahrt zum Anleger Skagehola mit dem Touristenboot beschrieben. Das fährt dreimal am Tag, man hätte es vorbuchen müssen. Da wir noch nicht wussten, ob sich das Wetter günstig entwickelt, haben wir darauf verzichtet und von vornherein auf die Variante von und bis Homlong gesetzt.
In Homlong gibt es eine sehr schön gestaltete Infotafel mit Luftbild zur Übersicht, die hier auf dem Foto leider nicht so richtig rüberkommt.

Wir sind 13:45 Uhr losgelaufen.

Hinter dem Dorf kommt ein Abschnitt mit großen geneigten Felsplatten. Da es noch etwas feucht war, musste man sich dort vorsehen.

Es gibt dann noch einen Aussichtspunkt. Hier war gerade die Touristenfähre nach Hellesylt zu sehen, das war den ganzen Nachmittag das einzige größere Schiff im Fjord.

Man sieht die Serpentinen der Straße nach Eidsdal und die beliebte Adlerschwingen-Aussicht. Danach ging es in den bewaldeten, ansteigenden Abschnitt zur Alm Homlongsætra. Es gibt da nicht so viel zu sehen und man sollte sich auch auf den etwas unebenen Weg konzentrieren.

Nach einer Gehzeit von insgesamt 1:15 h hatten wir Homlongsætra erreicht. Es waren auch noch andere Wanderer unterwegs, wir mussten etwas warten für die Fotos.

Die Alm besteht nur aus den beiden Hütten und liegt ziemlich günstig, zum Bergrücken zu liegt eine Quelle zur Wasserversorgung. Man kann von dort aus auch den Gipfel Keipen über einen Pfad erreichen.

Nach weiteren 5 min hatten wir einen Aussichtspunkt erreicht, von dort aus sahen wir das erste Mal die Wasserfälle "Sieben Schwestern".

Danach erreicht man schnell den Abstieg nach Skageflå. Der obere Teil dauert etwa eine halbe Stunde, ich habe da aber überhaupt nicht fotografiert. Es war enorm steil, rutschig und man musste immer wieder über Baumstämme steigen und Felsen umgehen. Erst dann erreicht man wieder die Kante zum Fjord und den gesicherten Steig.



Man erreicht dann eine Aussicht, von der man den Hof sehen kann.

Dann waren es nur noch etwa 15 min unter anderem unter einer beeindruckenden Felswand entlang bis zum Hof. 16:20 Uhr waren wir dort und erstaunlicherweise ganz allein.




Hier der berühmte Blick (mit Gedenktafel) auf den Fjord.

Dort gibt es auch eine Erläuterungstafel. Das war früher ein wohlhabender Hof mit einem Dutzend Rinder, 100 Schafen und genug Feldern zur Versorgung. Es gibt die Anekdote, dass der Bauer vor dem Besuch des königlichen Steuereinnehmers die Leiter am Aufstieg vom Anleger entfernt hat. Der Steuereinnehmer kam nie an..

Blick über die ehemaligen Felder, die jetzt noch beweidet werden.
Danach mussten wir den gleichen Weg zurück, allerdings fiel der Aufstieg durch den Wald bergauf leichter aus. Man sollte sich schon überlegen, ob man mit dem Boot fährt, um die Route nur in dieser Richtung zu gehen. Man muss dafür neben dem sicherlich interessanten Aufstieg die Strecke von Homlong nach Geiranger noch zusätzlich zurücklegen.

Nochmal der Blick zurück:

19 Uhr hatten wir wieder die Aussicht oberhalb Homlong erreicht, die Schatten erreichten schon die Hänge.

19:30 Uhr waren wir wieder am Wohnmobil. Wir hatten also knapp 6 h für die Tour gebraucht.

Die Wanderung zum Hof Skageflå findet man ganz schnell, wenn man nach Wanderung Geiranger sucht, offiziell hier https://www.visitnorway.de/listings/wan ... %A5/36429/. Diese Wanderung wird dort mit Anfahrt zum Anleger Skagehola mit dem Touristenboot beschrieben. Das fährt dreimal am Tag, man hätte es vorbuchen müssen. Da wir noch nicht wussten, ob sich das Wetter günstig entwickelt, haben wir darauf verzichtet und von vornherein auf die Variante von und bis Homlong gesetzt.
In Homlong gibt es eine sehr schön gestaltete Infotafel mit Luftbild zur Übersicht, die hier auf dem Foto leider nicht so richtig rüberkommt.

Wir sind 13:45 Uhr losgelaufen.

Hinter dem Dorf kommt ein Abschnitt mit großen geneigten Felsplatten. Da es noch etwas feucht war, musste man sich dort vorsehen.

Es gibt dann noch einen Aussichtspunkt. Hier war gerade die Touristenfähre nach Hellesylt zu sehen, das war den ganzen Nachmittag das einzige größere Schiff im Fjord.

Man sieht die Serpentinen der Straße nach Eidsdal und die beliebte Adlerschwingen-Aussicht. Danach ging es in den bewaldeten, ansteigenden Abschnitt zur Alm Homlongsætra. Es gibt da nicht so viel zu sehen und man sollte sich auch auf den etwas unebenen Weg konzentrieren.

Nach einer Gehzeit von insgesamt 1:15 h hatten wir Homlongsætra erreicht. Es waren auch noch andere Wanderer unterwegs, wir mussten etwas warten für die Fotos.

Die Alm besteht nur aus den beiden Hütten und liegt ziemlich günstig, zum Bergrücken zu liegt eine Quelle zur Wasserversorgung. Man kann von dort aus auch den Gipfel Keipen über einen Pfad erreichen.

Nach weiteren 5 min hatten wir einen Aussichtspunkt erreicht, von dort aus sahen wir das erste Mal die Wasserfälle "Sieben Schwestern".

Danach erreicht man schnell den Abstieg nach Skageflå. Der obere Teil dauert etwa eine halbe Stunde, ich habe da aber überhaupt nicht fotografiert. Es war enorm steil, rutschig und man musste immer wieder über Baumstämme steigen und Felsen umgehen. Erst dann erreicht man wieder die Kante zum Fjord und den gesicherten Steig.



Man erreicht dann eine Aussicht, von der man den Hof sehen kann.

Dann waren es nur noch etwa 15 min unter anderem unter einer beeindruckenden Felswand entlang bis zum Hof. 16:20 Uhr waren wir dort und erstaunlicherweise ganz allein.




Hier der berühmte Blick (mit Gedenktafel) auf den Fjord.

Dort gibt es auch eine Erläuterungstafel. Das war früher ein wohlhabender Hof mit einem Dutzend Rinder, 100 Schafen und genug Feldern zur Versorgung. Es gibt die Anekdote, dass der Bauer vor dem Besuch des königlichen Steuereinnehmers die Leiter am Aufstieg vom Anleger entfernt hat. Der Steuereinnehmer kam nie an..


Blick über die ehemaligen Felder, die jetzt noch beweidet werden.
Danach mussten wir den gleichen Weg zurück, allerdings fiel der Aufstieg durch den Wald bergauf leichter aus. Man sollte sich schon überlegen, ob man mit dem Boot fährt, um die Route nur in dieser Richtung zu gehen. Man muss dafür neben dem sicherlich interessanten Aufstieg die Strecke von Homlong nach Geiranger noch zusätzlich zurücklegen.

Nochmal der Blick zurück:

19 Uhr hatten wir wieder die Aussicht oberhalb Homlong erreicht, die Schatten erreichten schon die Hänge.

19:30 Uhr waren wir wieder am Wohnmobil. Wir hatten also knapp 6 h für die Tour gebraucht.

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3.09.21 Rest des Tages
Wir sind dann Richtung Eidsdal gefahren und haben an der Adlerschwingen-Aussicht angehalten. Hier das Beweisfoto, dass wir dort ganz allein waren (in der Hauptsaison undenkbar).

Wir hatten uns einen Stellplatz an der Umgehung eines Straßentunnels ausgesucht. Die war aber sehr beliebt, es standen an den besten Plätzen schon Camper. Wir hatten dann einen etwas geneigten Platz gefunden. Die Außenschublade des Wohnmobils mit den Auffahrkeilen ließ sich aber nicht mehr öffnen, ich konnte die Neigung dadurch nicht verringern und der Warmwasserboiler sprang wegen der Neigung nicht an. Also mussten wir dann noch Mal auf einen Parkplatz direkt neben der Straße umsetzen, es war aber nicht zu laut. Die Teleskopschiene der Schublade war einfach durch die Regenfahrt verdreckt, weil sie ungeschützt hinter dem Vorderrad liegt. Auf dem Parkplatz ließ sie sich wieder öffnen.https://www.plotaroute.com/route/1735301

Wir hatten uns einen Stellplatz an der Umgehung eines Straßentunnels ausgesucht. Die war aber sehr beliebt, es standen an den besten Plätzen schon Camper. Wir hatten dann einen etwas geneigten Platz gefunden. Die Außenschublade des Wohnmobils mit den Auffahrkeilen ließ sich aber nicht mehr öffnen, ich konnte die Neigung dadurch nicht verringern und der Warmwasserboiler sprang wegen der Neigung nicht an. Also mussten wir dann noch Mal auf einen Parkplatz direkt neben der Straße umsetzen, es war aber nicht zu laut. Die Teleskopschiene der Schublade war einfach durch die Regenfahrt verdreckt, weil sie ungeschützt hinter dem Vorderrad liegt. Auf dem Parkplatz ließ sie sich wieder öffnen.https://www.plotaroute.com/route/1735301
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Re: Bergwandern im September 2021
Danke für die etwas andere Sicht.
Die Wanderung Skageflå sind wir auch schon gegangen, allerdings haben wir uns früh mit dem Boot (mussten wir nicht vorbuchen) unterhalb des Hofes absetzen lassen. Dort ist kaum Platz für mehrere Leute und ich hätte es fast nicht glauben wollen, dass es überhaupt einen Weg nach oben gibt. Aber irgendwie ging es dann doch hoch. Ich habe aber den Aufstieg nach Skageflå noch steiler in Erinnerung als den Weg oberhalb des Hofes. Schwierig war der Weg nicht, aber er könnte für Leute, die nicht schwindelfrei sind, ein Problem sein.
Und wie du geschrieben hast - der Weg von Homlong nach Geiranger zieht sich, zumal es dann fast nur Straße ist.
Die Wanderung Skageflå sind wir auch schon gegangen, allerdings haben wir uns früh mit dem Boot (mussten wir nicht vorbuchen) unterhalb des Hofes absetzen lassen. Dort ist kaum Platz für mehrere Leute und ich hätte es fast nicht glauben wollen, dass es überhaupt einen Weg nach oben gibt. Aber irgendwie ging es dann doch hoch. Ich habe aber den Aufstieg nach Skageflå noch steiler in Erinnerung als den Weg oberhalb des Hofes. Schwierig war der Weg nicht, aber er könnte für Leute, die nicht schwindelfrei sind, ein Problem sein.
Und wie du geschrieben hast - der Weg von Homlong nach Geiranger zieht sich, zumal es dann fast nur Straße ist.
Re: Bergwandern im September 2021
Eine grandiose Wanderung mit einer phantastischen Kulisse. Beneidenswert. Aber schön, dass du uns dorthin "mitgenommen hast".
Danke
Danke

Re: Bergwandern im September 2021
Das Werbebild des Touristenamts zeigt ja auch eine Stelle, an der wir nicht vorbeigekommen sind - sicherlich ein sehr interessanter Aufstieg. Das Vorbuchen des Boots war wohl eine Corona-Maßnahme, auch wenn man von der Pandemie in Norwegen sonst nichts gemerkt hat. In der Nachsaison gab es auch nur wenige Abfahrten vormittags, und da hätten wir uns wegen des Wetters wahrscheinlich nicht dazu entschlossen.artep hat geschrieben:Danke für die etwas andere Sicht.
Die Wanderung Skageflå sind wir auch schon gegangen, allerdings haben wir uns früh mit dem Boot (mussten wir nicht vorbuchen) unterhalb des Hofes absetzen lassen. Dort ist kaum Platz für mehrere Leute und ich hätte es fast nicht glauben wollen, dass es überhaupt einen Weg nach oben gibt. Aber irgendwie ging es dann doch hoch. Ich habe aber den Aufstieg nach Skageflå noch steiler in Erinnerung als den Weg oberhalb des Hofes. Schwierig war der Weg nicht, aber er könnte für Leute, die nicht schwindelfrei sind, ein Problem sein.
Und wie du geschrieben hast - der Weg von Homlong nach Geiranger zieht sich, zumal es dann fast nur Straße ist.
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4.09.21 Weiterfahrt zum Eidsdalvatnet
Am Morgen sind wir noch mal zur Aussicht zurückgefahren, um den Geirangerfjord bei Morgensonne zu sehen - und wir waren wieder ziemlich allein auf dem Parkplatz, während wir mit Blick auf den Fjord frühstücken. EIne Dusche hätte man auch direkt neben der Straße nehmen können, ziemlich kalt
.

Homlong lag schon in der Sonne, Geiranger noch nicht.

Der Blick in den Fjord, oben kurz unterhalb der Geländekante, die an der markanten Felswand endet, liegt Homlomgsetra, wo wir am Vortag vorbeigewandert waren:

Wir hatten uns eine Wanderung am Tafjord, genauer am Zakariasvatnet für den Tag herausgesucht. In Valldal muss man dazu von der Strecke Richtung Trollstigen abbiegen. Zuerst kamen wir in das Tal des Eidsdalvatnet - die lokale Wolke war durch die relativ kalte Nacht entstanden.

Auf der anderen Seite des Sees haben wir an einem schönen Rastplatz (mit Toilette) angehalten und mussten erstmal das Panorama mit Wolke betrachten und fotografieren.


Am Parkplatz gab es wieder eine Wandertafel mit markiertem Luftbild.

Besonders schön fand ich den Satz "Vil du trimme litt meir, har fjella fleire friluftsperler". Ja, das wollten wir - also Tagesplan umwerfen und hier wandern gehen. Wir haben uns dann die Wanderung zum Solskaret ausgesucht (Die angegebenen Gehzeiten sind nur für den Aufstieg). Bei den einheimischen Wanderern ist natürlich die Tretindanibba das bevorzugte Ziel, wir sehen da schon einige im Aufstieg - es ist Wochenende.


Homlong lag schon in der Sonne, Geiranger noch nicht.

Der Blick in den Fjord, oben kurz unterhalb der Geländekante, die an der markanten Felswand endet, liegt Homlomgsetra, wo wir am Vortag vorbeigewandert waren:

Wir hatten uns eine Wanderung am Tafjord, genauer am Zakariasvatnet für den Tag herausgesucht. In Valldal muss man dazu von der Strecke Richtung Trollstigen abbiegen. Zuerst kamen wir in das Tal des Eidsdalvatnet - die lokale Wolke war durch die relativ kalte Nacht entstanden.

Auf der anderen Seite des Sees haben wir an einem schönen Rastplatz (mit Toilette) angehalten und mussten erstmal das Panorama mit Wolke betrachten und fotografieren.


Am Parkplatz gab es wieder eine Wandertafel mit markiertem Luftbild.

Besonders schön fand ich den Satz "Vil du trimme litt meir, har fjella fleire friluftsperler". Ja, das wollten wir - also Tagesplan umwerfen und hier wandern gehen. Wir haben uns dann die Wanderung zum Solskaret ausgesucht (Die angegebenen Gehzeiten sind nur für den Aufstieg). Bei den einheimischen Wanderern ist natürlich die Tretindanibba das bevorzugte Ziel, wir sehen da schon einige im Aufstieg - es ist Wochenende.
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Wanderung Solskaret vom Eidsdalvatnet
Wir hatten uns vorsichtshalber für die etwas kürzere Wanderung zum Solskaret entschieden, weil die Zeitangabe zur Tretindanibba mit 4 h Gehzeit Aufstieg dann insgesamt mit Pausen eine Zeit von ca. 8 h ergeben hätte und wir erst kurz vor 11 Uhr gestartet sind. Nach den Fotos auf einer zweiten Tafel sollte man auch vom Solskaret (Einschartung zwischen Tretindanibba und Vindshornet) einen guten Blick auf den Sunnylvsfjord haben. Zuerst folgten alle Routen am See, einem Bauernhof vorbei einem recht steilen Pfad den Hang hinauf (am besten auf dem Luftbild zu erkennen).

Blick zurück, am linken Ende des Sees ist der Parkplatz mit dem Womo
Nachts war es ja etwa 5°C kalt gewesen, aber hier am Hang musste ich die Hosenbeine verkürzen. Hinten sieht man auch einen kleinen Ausschnit des Norddalsfjords, den man auf dem Weg nach Valldal überquert.

Der Weg folgt einer Stromleitung und es waren ein paar Höhenmeter zu überwinden. Er istauch gut markiert und an den Abzweigen zu den einzelnen Zielen gibt es auch Wegweiser.

Am Abzweig zum Solskaret sahen wir dann, dass auch dieser Pfad gut markiert war (entgegen der Angabe auf der Wandertafel). In der Blockhalde der Tretindanibba-Route waren einige Wanderer zu sehen, auf unserer Route war ab dem Abzweig überhaupt niemand. Wir waren sehr froh, nicht mehr so steilansteigend durch ein Fjell zu gehen, was überwiedgend mit schönen grünen Moosen bewachsen war.

Allerdings war der Pfad deutlich weniger ausgetreten und man musste manchmal nach der nächsten Markierung suchen.

Noch ein Blick zurück:

Der Pfad (mit roten Punkten markiert) entsprach übrigens nicht der bei Openstreetmap vorhandenen Route, sondern verlief etwas direkter auf das Ziel zu (ich habe keinen GPS-Track aufgenommen, dass aber versucht, in der Kartenskizze nachzuempfinden. Die Lage der Seen hilft da zur nachträglichen Orientierung. Im letzten Teil ging es immer mal wieder durch Blockhalden, allerdings in "gehfreundlicher" Größe und Lage der Blöcke. Da war dann überhaupt keine Spur erkennbar, man durfte dann die roten Punkte nicht verlieren.

In den letzten See ragte noch ein Altschneefeld hinein, der dürfte also das ganze Jahr über bei 4°C Wassertemperatur liegen und im Winter lange zugefroren sein. Dann war die EInschartung erreicht (vorbildlich auch mit einem Postkasten mit Gipfelbuch versehen).Der Sunnylvsfjord war bis Hellesylt zu überblicken.

Man konnte noch zu einem besseren Aussichtspunkt (mit Steinmann) aufsteigen.
Hellesylt konnte man schon sehen, auf dem Foto nur erahnen. Dort zweigt der Geirangerfjord ab. Auch an diesem Tag war wieder kein einziges großes Schiff unterwegs. Gegenüber waren die Sunnmøre-Alpen, die Markierungen stimmen nicht so ganz, weil der Kompass vom Smartphone etwas sprunghaft arbeitet.

Dann ging es wieder zurück. Es gab ausnahmsweise eine der seltenen Vogelsichtungen dieses Jahres. Schneehühner haben wir den ganzen Urlaub nicht gesehen,sonst im Juni /Juli sind wir meist fast drüber gestolpert.

Noch ein Blick auf die vielen Moose, die kleinen Wasserläufe waren immer ganz gut zu überqueren.

Im Abstieg haben wir dann eine Menge Blaubeeren und Preiselbeeren gesammelt und gegessen. Normalerweise gehen da immer ca. 15..20 min drauf, diesmal aber wohl eine dreiviertel Stunde.
Schon mal ein Blick, ob nicht gerade die Fähre fährt:

Letztendlich haben wir dann 6 h für die Runde gebraucht, es waren 9 km mit etwa 850 Höhenmetern. Mit einem zeitigeren Start schaft man vermutlich auch den Gipfel problemlos und hat dann noch einen besseren Ausblick, aber wir fanden diese Wanderung auch sehr schön. Im Gegensatz zur Skageflå-Wanderung hatte man die ganze Zeit einen tollen Ausblick.


Blick zurück, am linken Ende des Sees ist der Parkplatz mit dem Womo
Nachts war es ja etwa 5°C kalt gewesen, aber hier am Hang musste ich die Hosenbeine verkürzen. Hinten sieht man auch einen kleinen Ausschnit des Norddalsfjords, den man auf dem Weg nach Valldal überquert.

Der Weg folgt einer Stromleitung und es waren ein paar Höhenmeter zu überwinden. Er istauch gut markiert und an den Abzweigen zu den einzelnen Zielen gibt es auch Wegweiser.

Am Abzweig zum Solskaret sahen wir dann, dass auch dieser Pfad gut markiert war (entgegen der Angabe auf der Wandertafel). In der Blockhalde der Tretindanibba-Route waren einige Wanderer zu sehen, auf unserer Route war ab dem Abzweig überhaupt niemand. Wir waren sehr froh, nicht mehr so steilansteigend durch ein Fjell zu gehen, was überwiedgend mit schönen grünen Moosen bewachsen war.



Noch ein Blick zurück:

Der Pfad (mit roten Punkten markiert) entsprach übrigens nicht der bei Openstreetmap vorhandenen Route, sondern verlief etwas direkter auf das Ziel zu (ich habe keinen GPS-Track aufgenommen, dass aber versucht, in der Kartenskizze nachzuempfinden. Die Lage der Seen hilft da zur nachträglichen Orientierung. Im letzten Teil ging es immer mal wieder durch Blockhalden, allerdings in "gehfreundlicher" Größe und Lage der Blöcke. Da war dann überhaupt keine Spur erkennbar, man durfte dann die roten Punkte nicht verlieren.

In den letzten See ragte noch ein Altschneefeld hinein, der dürfte also das ganze Jahr über bei 4°C Wassertemperatur liegen und im Winter lange zugefroren sein. Dann war die EInschartung erreicht (vorbildlich auch mit einem Postkasten mit Gipfelbuch versehen).Der Sunnylvsfjord war bis Hellesylt zu überblicken.

Man konnte noch zu einem besseren Aussichtspunkt (mit Steinmann) aufsteigen.

Hellesylt konnte man schon sehen, auf dem Foto nur erahnen. Dort zweigt der Geirangerfjord ab. Auch an diesem Tag war wieder kein einziges großes Schiff unterwegs. Gegenüber waren die Sunnmøre-Alpen, die Markierungen stimmen nicht so ganz, weil der Kompass vom Smartphone etwas sprunghaft arbeitet.

Dann ging es wieder zurück. Es gab ausnahmsweise eine der seltenen Vogelsichtungen dieses Jahres. Schneehühner haben wir den ganzen Urlaub nicht gesehen,sonst im Juni /Juli sind wir meist fast drüber gestolpert.

Noch ein Blick auf die vielen Moose, die kleinen Wasserläufe waren immer ganz gut zu überqueren.

Im Abstieg haben wir dann eine Menge Blaubeeren und Preiselbeeren gesammelt und gegessen. Normalerweise gehen da immer ca. 15..20 min drauf, diesmal aber wohl eine dreiviertel Stunde.
Schon mal ein Blick, ob nicht gerade die Fähre fährt:

Letztendlich haben wir dann 6 h für die Runde gebraucht, es waren 9 km mit etwa 850 Höhenmetern. Mit einem zeitigeren Start schaft man vermutlich auch den Gipfel problemlos und hat dann noch einen besseren Ausblick, aber wir fanden diese Wanderung auch sehr schön. Im Gegensatz zur Skageflå-Wanderung hatte man die ganze Zeit einen tollen Ausblick.

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Re: Bergwandern im September 2021
Auch hier vielen Dank fürs mitnehmen auf die Wanderungen - und wenn ich die Karte so richtig interpretiere, sind wir ja noch nicht einmal bei der Hälfte 
