Hallo,
jetzt gebe ich auch mal meinen Senf dazu: auf die vorherige Diskussion bzgl. der Fjordline gehe ich mal nicht näher ein. Eigentlich wollte ich nur noch meine Meinung zur Kystlink sagen.
2005 war ich mit meinem damaligen Freund im Womo meiner Eltern 5 1/2 Wochen im Urlaub, teilweise auf sehr, sehr günstigem Niveau - geht auch kaum anders, wenn man als Studentin unterwegs ist

Bzgl. Kystlink kann ich nur etwas über die Passage Langesund-Hirtshals berichten, weil wir ansonsten über Dänemark/Schweden Richtung Norwegen gefahren sind.
Ankunft in Langesund, gerade noch rechtzeitig (hatten aber vorher nicht gebucht - alternativ wären wir eben einen Tag später gefahren). Man war sehr freundlich zu uns und hinter uns kamen sogar noch zwei weitere irgendwie verspätete Autos an, hrhr. Die Aufnahme unserer Namen erfolgte sehr genau - ich erinnere mich da an eine Stena-Line-Überfahrt einige Jahre zuvor, bei der der gute Mann am Schalter plötzlich den Vornamen meiner Mutter als Nachname der ganzen Familie deklariert hat, weswegen die interessante Kombination aus Claudia Waltraud, Michael Waltraud und Mrs. Waltraud entstand - traumhaft, oder? Insofern war ich mit der Kystlink in dieser Hinsicht sehr zufrieden.
Nun wies man uns an, auf einen der Wartestreifen zu fahren und zu warten, bis wir in die Fähre hineingewinkt wurden. Nun ist aber unser mittlerweile 21 Jahre altes Womo nicht mehr in allen Punkten ganz zuverlässig, besonders nicht, wenn es starten soll. Als wir ein Zeichen bekommen hatten, in die Fähre hineinzufahren - sprang unser fahrbarer Untersatz leider nicht an. Die Kystlink-Leute blieben ruhig, holten einen Techniker, der kurz unter die Motorhaube schaute, klopfte und an einem Kabel rüttelte: schon startete das Womo und wir konnten ab in die Fähre. Wenn ich mir nur gemerkt hätte, wo er geklopft hat - das Problem tritt beim Womo leider öfters auf. Hmpf.
Auf der Fähre konnten wir noch einige Zeit die Sicht über Langesund genießen - dann ging es mit 1 1/2 Stunden Verspätung los. In der Fähre war alles sauber, der Garnelentoast war horrend teuer, aber sehr lecker und das Personal freundlich. Wer Kinder dabei hat, sollte vielleicht noch etwas extra zu essen mitnehmen. Hin und wieder Schaukeln, das sich aber in Grenzen hielt - hab schon Schlimmeres erlebt. Ich habs mir auf einer Bank am Fenster gemütlich gemacht und konnte sogar etwas schlafen. Wie es im Sommer mit lärmenden Kindern ist, kann ich so nicht sagen, da wir nach der Ferienzeit mit der Kystlink gefahren sind (Mitte September). Den Raum mit den Liegesesseln fand ich ohne Decke zu kühl temperiert - da lieber etwas mitnehmen.
Nachts kamen wir dann in Hirtshals an, sind etwas nach Norden gefahren, um uns einen schönen Platz zum Nächtigen zu suchen und um noch eine Portion Nudeln zu machen.
Wer aufs Geld schauen muss und nicht unbedingt wahnsinnig viel Komfort braucht, der ist meiner Ansicht nach mit der Kystlink sehr gut bedient.
Und wer sich über mangelnden Komfort beschwert, dem empfehle ich einen Liegeplatz auf der Norröna Richtung Island. Auf 3x3 m mit acht anderen Leuten unter dem Wasserpegel eingepfercht zu sein, DAS ist mangelnder Komfort. Da habe ich mich dann doch lieber im Schlafsack aufs Oberdeck verzogen.

Ja ja, die Rucksacktouristen halt *g*.
Grüße
Nasenbär