Mich wundert es immer wieder, wenn Leute von Bergen innerhalb 11 Tagen bis Kirkenes und wieder zurück fahren, auf der Hurtigrute. Dann ist das Klasse. Und das ohne große Möglichkeit in einem der wenigen anzufahrenden Häfen länger als ein paar Stunden sein zu können. Also praktisch überall nur vorbeizufahren!!!!
Wenn aber andere in 3 oder 4 oder 5 Wochen zum Nordkap mit dem Auto reisen wollen dann - ja dann bloß nicht.
ja, der Parkplatz ist beschildert und unmöglich, den nicht zu finden. Hütte weiß ich nicht, aber jedenfalls steht dort eine Informationstafel.
Am Nordkinn-Kap war ich noch nicht. Start ist in Mehamn am Flughafen, der Weg ist angeblich ausgeschildert. Ich bin einfach mal losgelaufen, habe aber schon die erste Markierung nicht gefunden, bin irgendwo in der Gegend herumgeirrt und nach einer Stunde zurückgegangen. Anschließend habe ich im Flughafengebäude eine Karte mit eingetragenem Weg und Wegmarkierungen gesehen und dann abfotografiert. Teilweise stehen die Markierungen über 1 km auseinander, ein Fernglas ist also Pflicht. Ich bin nochmal bis zur zweiten Markierung gegangen, habe aber die dritte schon nicht mehr gefunden. Ich habe es damals aufgegeben.
Es sind 24 km durch einsame und kalte Natur, da kann man sich auch ohne Nebel richtig verlaufen. Sehr weit, sehr einsam. Und dann 24 km wieder zurück. Spontan nebenbei und ohne Karte ist auf dieser Strecke unverantwortlich leichtsinnig. Ein Marathon ist 6 km kürzer, ausgeschildert, es gibt Verpflegung, Zuschauer und andere Läufer zur Motivation, Notärzte, notfalls Rücktransport zum Ziel. Am Nordkinn gibt es nicht mal ein Handynetz (heute vielleicht schon, weiß ich nicht).
Harry schlägt ja ein strammes Programm vor. Nordkap, Lofoten und Fjordland kann man nacheinander durchfahren, aber auch bei fünf Wochen würde ich von so einem Schnelldurchlauf abraten. 2008 war ich richtig im Norden, dann hatte ich noch 4 Tage für die Lofoten (viel zu wenig, da muss ich dringend nochmal hin), dann Rückweg. In 3 Wochen 11.500 km. Susan hat nur 2 Wochen mehr Zeit, soll aber das ganze Fjordland zusätzlich durchfahren?
Mich wundert es immer wieder, wenn Leute von Bergen innerhalb 11 Tagen bis Kirkenes und wieder zurück fahren, auf der Hurtigrute. Dann ist das Klasse. Und das ohne große Möglichkeit in einem der wenigen anzufahrenden Häfen länger als ein paar Stunden sein zu können. Also praktisch überall nur vorbeizufahren!!!!
Wenn aber andere in 3 oder 4 oder 5 Wochen zum Nordkap mit dem Auto reisen wollen dann - ja dann bloß nicht.
Bitte - denkt ´mal darüber nach
Gruß
Harry
Besser haette ich es auch nicht schreiben koennen.
susan123 hat geschrieben:Das stimmt auch wieder. Wenn ich schon 5 Wochen in Norwegen bin und das hauptsächlich im Norden dann kann ich auch das Nordkap noch mitnehmen!
Wohl wahr!
Zu dieser Thematik habe ich schon vor Jahren hier was schlaues geschrieben. Hier derLink Hier der Text:
Also, ich war schon 2 mal am Nordkapp. Das erste Mal ist fast 30 Jahre her.
Ich war auch schon mehrfach am Cabo de São Vicente, dem Südwestzipfel Europas.
Das erste Mal vor 25 Jahren.
Warum? Keine Ahnung. Der Weg ist das Ziel. Von jeder dieser Reisen habe ich viele Eindrücke und Erlebnisse für mich mitgenommen.
Man könnte sich auch über Leute echauffieren, die tinderangling, besteigen der norwegischen Berge über 2000 Meter, wenn möglich alle innerhalb eines Jahres, betreiben. Wieso läuft einer allein im Winter vom Kap Lindesnes im Süden zum Nordkap? Warum bin ich Bartträger?
Zum Glück sind wir alle Individualisten. Wer überlegt, bis ans Nordkap zu fahren, soll es machen. Das was er unterwegs erlebt, sieht und empfindet, nimmt ihm keiner mehr.
Ahorns Beschreibungen seiner Eindrücke kann ich sehr gut nachempfinden.
Er hat Norwegen erfahren. Im doppelten Sinne.
Wer meint, unbedingt am „richtigen Nordkap“ stehen zu müssen, steigt 6 oder 7 km vor dem Nordkap aus und läuft 3 Stunden nach Knivskjellodden, und hinunter in die Knivskjellbukta.
Dort ist 1795 schon Prinz Philippe aus Frankreich mit seinem Gefolge als Tourist an Land gegangen. Und schon bin ich wieder in der Erinnerung an eine Vollmondnacht im Fortaleza de Sagres ganz in der Nähe vom Cabo de São Vicente, wo Prinz Heinrich der Seefahrer um 1450 seine Navigatoren hat ausbilden lassen.
Übrigens, 1985 haben wir dort in Portugal unseren Honeymoon verbracht. Und wer rechnen kann, ahnt, warum wir jetzt in 2010 auf den Färöer gewesen sind. Das könnte man nun auch blablabla mal hinterfragen. Wieso weshalb warum Färöer.
Hilsen
Uteligger
Jeg vandrer ikke fordi jeg vil bli yngre – men fordi jeg vil bli eldre.
Hvor utgangspunktet er galest, er resultatet ofte orginalest
Universaldilettant hat geschrieben:
ja, der Parkplatz ist beschildert und unmöglich, den nicht zu finden. Hütte weiß ich nicht, aber jedenfalls steht dort eine Informationstafel.
Hallo Harald,
danke für die Info. Ja, eine Tafel oder ähnliches mag es auch gewesen sein - ja, je länger ich drüber nachsinniere, mit Infos.
Das mit dem Nordkinkap ist schon "anspruchsvoller", allein würde ich das niemals machen. Stell' Dir nur vor, Du brichst Dir den Fuss o.ä. - und ob der olle WW2-Bomber auf dem Wege wirklich soo attraktiv ist, wage ich auch eher zu bezweifeln...
uteligger hat geschrieben:Übrigens, 1985 haben wir dort in Portugal unseren Honeymoon verbracht. Und wer rechnen kann, ahnt, warum wir jetzt in 2010 auf den Färöer gewesen sind. Das könnte man nun auch blablabla mal hinterfragen. Wieso weshalb warum Färöer.
Ich gratuliere Dir einfach mal zur (quasi-?)Silberhochzeit und hoffe, dass ich jetzt nicht komplett ins Fettnäpfchen getreten bin!!!!!
Also: alles Gute für die Zukunft für Euch!!!
Erst dachte ich: ein bissl OT, aber hier gehts ja auch um eine Hochzeitsreise.
Gut, dort in Portugal ist der südwestlichste Punkt Europas, aber was hat das mit den Färöern zu tun??? O.K. auch windig ...
fischerin hat geschrieben:Gut, dort in Portugal ist der südwestlichste Punkt Europas, aber was hat das mit den Färöern zu tun??? O.K. auch windig ...Liebe Grüße von der Fischerin
richtig, der südwestlichste Punkt Festlandseuropas...
Grüsse vom Ex-MD-ler
j
Harry schlägt ja ein strammes Programm vor. Nordkap, Lofoten und Fjordland kann man nacheinander durchfahren, aber auch bei fünf Wochen würde ich von so einem Schnelldurchlauf abraten. 2008 war ich richtig im Norden, dann hatte ich noch 4 Tage für die Lofoten (viel zu wenig, da muss ich dringend nochmal hin), dann Rückweg. In 3 Wochen 11.500 km. Susan hat nur 2 Wochen mehr Zeit, soll aber das ganze Fjordland zusätzlich durchfahren?
Gruß Harald
Hallo Harald,
es kommt immer darauf an, wie lange man sich für eine Region Zeit läßt, oder Zeit lassen will. Zu der vorher von mir genannten Motorradtour in 1981 möchte ich anmerken: Ich hatte damals gar nicht geplant bis hoch an das Nordkap zu fahren. Aber nach einer knappen Woche im Süden-Westen hatte ich irgendwie das Gefühl, na du hast ja schon alles gesehen... - und jetzt noch weitere 2 Wochen, da könntest du doch auch noch in den Norden fahren. Nein - nicht an das Nordkap aber vielleicht bis Hammerfest. Aber als ich schon ´mal da war wollte ich eben das auch noch "mitnehmen". Das waren damals meistens rund 400 bis im Extremfall 800 km/Tag. Aber das war mir schon vorher so in etwa klar als ich entschied, o.k. - ab in den Norden.
Allerdings - bei Motorradfahrern geht es häufig auch mehr um das fahren an sich....
Deshalb, wenn man vorher in etwa weiß auf was man sich einläßt - nun warum nicht.
Hallo Susan,
wir waren schon öfter im Norden (Lofoten, Vesteralen, Lappland usw), und einmal auch bis zum Nordkapp, und dass bei Traumwetter, was angeblich doch eher selten ist. Es ist darüber eigentlich schon alles von den Vorrednern geschrieben worden. In 5 Wochen Urlaub ist es sicher machbar. Ich würde es vom Wetter abhängig machen. Wenn Ihr in Höhe der Lofoten oder Vesteralen seit könnt Ihr ja die Wetterprognose für die nächsten Tage sehen (in jeder Tageszeitung hinten) und davon abhängig machen, ob Ihr gleich weiter nördlich fahrt oder auf die Inseln übersetzt.
LG
Ernst