gunther hat geschrieben:Lt. CVF soll sie bis April in Bredo bleiben.
Ja, hab ich auch gelesen, es geht wohl tatsächlich um Renovierungen im Kabinenbereich.
lajobay hat geschrieben:Und wie wirds dann der Finni in Down Under gehen
Du kannst davon ausgehen, das die Finni nach 3 Jahren als Bettenlager für Monteure (das ist ja wohl der Plan?) eine komplette Innenrenovierung braucht.
Ich habe mal Hotelzimmer gesehen, die zuvor über Monate von englischen Monteuren 'bewohnt' wurden.
Da war eine absolute Komplettrenovierung der Zimmer notwendig, teilweise mussten sogar Türen und Fenster ersetzt werden. Die Möbel taugten nur noch für den Sperrmüll, den Teppichboden konnten man nur noch mit der Zange (nach vorheriger Desinfektion) anfassen um ihn rauszureißen.
Noch weiter Einzelheiten erspare ich euch, da es sonst sehr unhygienisch wird.
Gruß, Joachim
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.
- Joseph Joubert -
Das nach den 18 Monaten schon ein Komplettrenovierung fällig ist, davon können wir alle ausgehen. Die meisten von den Monteuren hausen doch wie die Vandalen. Sind keine Vorurteile, sondern alles schon erlebt! Die Frage ist nur, ob sich der ganze Aufwand dann für HR lohnt und somit die Finni überhaupt noch einmal zurückkommt? Vieleicht schwebt denen schon ein Verkauf oder ähnliches vor
Hat eigentlich schon jemand was offizielles zu seiner Umbuchung oder einem neuen Angebot seitens HR gehört? Bei uns war es bis jetzt auch nur die offizielle Stellungnahme von HR Deutschland, wir warten schon gespannt auf weiteres
Gibt es hier eigentlich einen Fachkundigen mit dem Spezialgebit Recht? Was mich schon eine Weile umtreibt ist die Frage, dürfen die das eigentlich? Wir haben ja Veträge mit HR, die ja vieleicht noch durch höhere Gewalt geändert werden können, aber einfach so aus Gewinnstreben? Nur weil es alle akzeptieren heißt es ja noch lange nicht, das das einfach so geht. Vieleicht können wir sie ja mit ner Sammelklage zur Fahrt mit der Finni zwingen
Ja,wir haben hier im Forum einen Rechtskundigen,sogar Seerecht.Er hat auch mehrfach hier schon in diversen threads die Dinge kompetent erläutert.Aber im Konkreten Fall denke ich,liegt kein pures Gewinnstreben vor,es ist finanzielle bitterste Notwendigkeit.Der Durchführung der gebuchten Reise steht ja nichts entgegen,nur das Schiff ist ein anderes. HR erfüllt also im Wesentlichen seinen Part der Verträge mit den Reisenden.Allenfalls käme für einzelne Punkte eine eher geringe Reisepreisminderung in Frage (Sorry Ronald,ich bin halt nur Laie-denke aber,dass meine Ansicht passt?).Aber ich bin überzeugt davon,dass kein echter HR-Fan den Veranstalter (also HR Deutschland) zu verklagen beabsichtigt.Man ärgert sich zu Recht über diese unschöne Änderung,wird aber im Zuge der Reise wieder versöhnt sein.Davon bin ich überzeugt.Nochmals: NL und NN sind keine schlechteren Schiffe.Und zur Not kann man -Zeit und Flexibilität vorausgesetzt- immer noch auf Trollfjord oder Midnatsol buchen,dann hat man die selbe Schiffsgeneration. hilsen,Lars
Norwegen - die Natur so gross,der Mensch so klein.
Da hat Lars recht - es ist eindeutig kein Gewinnstreben, sondern pure Not und auch wenn es uns vielleicht nicht so gefällt - die Alternative wäre ja über kurz oder lang gar keine HR mehr zu haben.
@Verdi68: Das nach den 18 Monaten schon ein Komplettrenovierung fällig ist, davon können wir alle ausgehen. Die meisten von den Monteuren hausen doch wie die Vandalen. Sind keine Vorurteile, sondern alles schon erlebt! Die Frage ist nur, ob sich der ganze Aufwand dann für HR lohnt und somit die Finni überhaupt noch einmal zurückkommt? Vieleicht schwebt denen schon ein Verkauf oder ähnliches vor
Zumal sie ja voraussichtlich wohl 3 Jahre wegbleibt.....
Ich darf gar nicht darüber nachdenken - tue es aber ständig
Das mit dem Verkauf sehe ich auch so. Keine Ahnung, wer eigentlich für die Beseitigung der Schäden
aufkommt. Von der Einnahme durch die Vercharterung würde ja nicht viel überbleiben. Aber dazu müsste
man wissen wie solche Verträge gewöhnlich aussehen.
Eine traurige Alternative hätte ich noch im Hinterkopf :
Die Riesenwelle kurz vor Ankunft.....
Zur Nordnorge hörte ich noch das Gerücht, dass wohl auch der Speisesaal komplett umgebaut wird.
Trotzdem finde ich diese extrem lange Liegezeit merkwürdig
Gruß
Renate
Hamburgerin hat geschrieben:Trotzdem finde ich diese extrem lange Liegezeit merkwürdig
eine abenteuerliche Theorie - die Bredowerft hat keine Aufträge und da macht ein Schiff in der Werft mehr her wie eine leere Werft und demzufolge kommt es HR billiger das Schiff als Dekoration in der Werft liegen zu lassen wie aufzulegen bis man es im April braucht...
Verdi68 hat geschrieben:Die meisten von den Monteuren hausen doch wie die Vandalen. Sind keine Vorurteile, sondern alles schon erlebt!
Na, na, na.
Es ist doch schon ein Unterschied, ob ich 12 Tage Urlaub genieße und täglich mit Schlips und Anzug zum Essen gehe oder ob ich monatelang nach 12 Stunden Arbeit mit dreckigen, ölverschmierten Klamotten auf meine 8 qm Bude komme, in der ich beim Duschen links an den Klo stoße und rechts am Waschbecken schrappe.
Umbuchung: Ich sehe da keine Schwierigkeiten für Hurtigruten, denn Ihr habt eine Reise gebucht. Schaut einmal in die Allgemeinen Reisebedingungen, wo es u.a. heißt
QUOTE
Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen vom vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, z. B. die Änderung von Routen wegen unvorhersehbarer Witterungshindernisse, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.
UNQUOTE
Der Gesamtzuschnitt der Reise ist nicht beeinträchtigt, wenn statt der Finnmarken die Nordlys fährt. Wenn Ihr in den Reisevertrag schaut, werdet Ihr sehen, dass Ihr eine Reise und nicht die Fahrt mit einem bestimmten Schiff gebucht habt., Etwas anderes wäre es, wenn Ihr die QM2 gebucht habe und stattdessen auf der QE2 gelandet seid.
Rücklieferung Finnmarken 18/36 Monate: Selbstverständlich muss das Schiff in den Zustand zurückgeliefert werden, wie es übernommen wurde "ordinary wear and tear excepted", also die gewöhnlichen Abnutzungen ausgenommen. Darüber was gewöhnlich ist und was nicht werden Sachverständige (Surveyor) beider Seiten eine gemeinsame Besichtigung vor Übergabe und vor Rücklieferung vornehmen. Darüber brauchen wir uns nicht den Kopf zu zerbrechen, wie die Kammern und das Restaurant etc. aussehen. Und was das Verhalten der Monteure angeht, so bitte ich Euch einmal in die Kammern zu gucken, wenn einige Passagiere in Kirkenes ausgestiegen sind! Da unterscheiden sich Passagiere von den Monteuren nur ganz gering, wenn überhaupt.
Renate: Es lohnt sich, sonst würden die das Schiff nicht verchartern. Überlege mal, extra eine Firma in Australien gegründet (Kosten sind gering), um dann dort das Schiff nach australischen Vorschriften zum Einsatz kommen zu lassen! Wenn da nicht zwei Mark achtzig überbleiben dann sollte das Management in der Tat einpacken.
So, was habt Ihr noch für Fragen. Übrigens darf ich nur allgemeine Auskünfte und keinen gezielten Rechtsrat geben, es sei denn ich erhalten von Euch ein Mandat und Ihr seid bereit mein Stundenhonorar zu akzeptieren. Das steht aber auf einem anderen Blatt.
Bredo-Werft: Soweit ich informiert bin, sucht die Bredo-Werft nach einem weiteren Dock: also Flaute: keine Rede
Schönes Wochenende
Ronald aus Hamburg
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Man kann sich jeden Tag ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu!
Ronald hat geschrieben:.. wenn einige Passagiere in Kirkenes ausgestiegen sind! Da unterscheiden sich Passagiere von den Monteuren nur ganz gering, wenn überhaupt.
Verdi68 hat geschrieben:Die meisten von den Monteuren hausen doch wie die Vandalen. Sind keine Vorurteile, sondern alles schon erlebt!
Na, na, na.
Es ist doch schon ein Unterschied, ob ich 12 Tage Urlaub genieße und täglich mit Schlips und Anzug zum Essen gehe oder ob ich monatelang nach 12 Stunden Arbeit mit dreckigen, ölverschmierten Klamotten auf meine 8 qm Bude komme, in der ich beim Duschen links an den Klo stoße und rechts am Waschbecken schrappe.
almidi
Auch na na!
Ich war selber in meinen Anfangsjahren im Beruf lange genug auf Montage. Aber ich sah nie einen Grund darin, mich deshalb aufzuführen und alles einzusauen. Entweder hab ich so eine Einstellung oder nicht. Außerdem wären wir damals über so eine "Luxusunterkunft" mehr als froh gewesen.
Auch Schlips oder Anzugträger sind da nicht besser, oft sind das nämlich hintenrum die größten Schweine, weil sie meinen sie zahlen ja dafür, das ihnen einer hinterherräumt.
In captains voyage wird jetzt spekuliert, das vielleicht deshalb die Finni gechartert wurde, um darauf die Leitenden Angestellten und Gäste der australischen Firma unterzubringen.
Man geht davon aus, das man als Quartier für die 'normalen' Arbeiter/Monteure wohl ein 'kostengünstigeres' Schiff gewählt hätte.
Hoffen wir für die Finni, das die Vermutung sich bewahrheitet.
Gruß, Joachim
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.
- Joseph Joubert -