Sturm im Skagerrak
Re: Sturm im Skagerrak
Hei uteligger,
Ich geb Dir völlig Recht, gerade solche Hafeneinfahrten wie Hirtshals sind in solchen Situationen navigatorisch ein heikles Problem.
Sie können nur in sehr langsamer Fahrt angesteuert werden, was bedeutet, daß die Manövrierfähigkeit stark beeinträchtigt ist, schon bei ruhiger See.
Bei Drift und Versatz durch starken Wind wird dieses Manöver fast unmöglich.
Was mich mal besonders interessiert zu Deinem Link ( übrigens top Bilder !! )bzgl. M/S BOA VISTA ist :
Wie sah danach die Propulsionsbirne aus, war der Liner im Dock oder wurde einfach weiter gefahren??
Nach so einer Aktion ist normalerweise erstmal die Klassifikation weg???
Hast Du Infos dazu?
Hilsen Bernd
Ich geb Dir völlig Recht, gerade solche Hafeneinfahrten wie Hirtshals sind in solchen Situationen navigatorisch ein heikles Problem.
Sie können nur in sehr langsamer Fahrt angesteuert werden, was bedeutet, daß die Manövrierfähigkeit stark beeinträchtigt ist, schon bei ruhiger See.
Bei Drift und Versatz durch starken Wind wird dieses Manöver fast unmöglich.
Was mich mal besonders interessiert zu Deinem Link ( übrigens top Bilder !! )bzgl. M/S BOA VISTA ist :
Wie sah danach die Propulsionsbirne aus, war der Liner im Dock oder wurde einfach weiter gefahren??
Nach so einer Aktion ist normalerweise erstmal die Klassifikation weg???
Hast Du Infos dazu?
Hilsen Bernd
Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen;
man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.
(Arthur Schopenhauer)
man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.
(Arthur Schopenhauer)
-
Kerstin i Norge
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- Registriert: Di, 02. Sep 2003, 13:26
- Wohnort: Holum - Mandal
Re: Sturm im Skagerrak
Wie Uteligger es schon so schön erklärt hat.......
was bringt mir ein grosser breiter Anleger, wenn ich mit dem Schiff nicht ins Hafenbecken reinkomme ?
was bringt mir ein grosser breiter Anleger, wenn ich mit dem Schiff nicht ins Hafenbecken reinkomme ?
-
uteligger
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Re: Sturm im Skagerrak
Moin Bernd,
ja, die schwedische Site http://www.faktaomfartyg.com/ ist mit tollen Bildern und Informationen über Fähren gut bestückt.
Zur Boa Vista:
Ist ja 2003 passiert. Taucher hatten nur einige Beulen festgestellt, mit Schlepperhilfe wieder ins freie Wasser gezogen und das wars.
http://www.vg.no/pub/vgart.hbs?artid=53145
http://nrk.no/redskap/utskriftsvennlig/2641012.html
Hilsen
Uteligger
ja, die schwedische Site http://www.faktaomfartyg.com/ ist mit tollen Bildern und Informationen über Fähren gut bestückt.
Zur Boa Vista:
Ist ja 2003 passiert. Taucher hatten nur einige Beulen festgestellt, mit Schlepperhilfe wieder ins freie Wasser gezogen und das wars.
http://www.vg.no/pub/vgart.hbs?artid=53145
http://nrk.no/redskap/utskriftsvennlig/2641012.html
Hilsen
Uteligger
Jeg vandrer ikke fordi jeg vil bli yngre – men fordi jeg vil bli eldre.
Hvor utgangspunktet er galest, er resultatet ofte orginalest
Hvor utgangspunktet er galest, er resultatet ofte orginalest
Re: Sturm im Skagerrak
Dank Dir uteligger,
und schöne Pfingsten
Bernd
und schöne Pfingsten
Bernd
Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen;
man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.
(Arthur Schopenhauer)
man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.
(Arthur Schopenhauer)
Re: Sturm im Skagerrak
<ach ja.....da war noch folgende Geschichte....
Orkan-Die Nacht der Nächte
Zwei Wochen Ferien in Norwegen am Ende der Welt,
einsam abgelegen unsere Hütte, wir haben uns wohlgefühlt
in diesem 170 Seelen Dorf Aakra
So viele freundliche Menschen auf einem Haufen habe ich selten erlebt
Wir freuten uns über Einladungen zu netten Kaffeerunden und abendlichen
Zusammenkünften
Jede Absage einer Einladung hätte uns leid getan.
Wir haben viele nette Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden.
Schnell werden die letzten Sachen verstaut
ein letztes Frühstück bei unserem Sohn
gespielte Fröhlichkeit, wir sind traurig
die schönen Tage sind vorbei.
Winkend und hupend verlassen wir Aakra, den Ort an dem wir unser Herz
verloren haben und an dem wir unseren Sohn zurücklassen müssen.
Die erste halbe Stunde sehe ich nichts , mit Tränen in den Augen ist man blind...... man kann die Schönheit des Landes nicht sehen.
Nach einigen Stunden quer durch Norwegen erreichen wir den Hafen, an dem uns am Abend eine große Fähre über das Skagerrak nach Dänemark bringen soll. Seit Stunden herrscht Sauwetter, der Regen peitscht ums Auto, Sturm ist angesagt. Naja, denken wir Sturm, was ist das schon. Auf meine Anfrage am Terminal lächeln die Mädchen "Lit storm" - "kleiner Sturm" sagen sie " Das Schiff hat gute Stabilisatoren." Eine Nacht auf einem schwankenden Schiff steht uns bevor. Die ersten Stunden verlaufen zwar schwankend, aber es hält sich in Grenzen, man amüsiert sich, für Ablenkung ist gesorgt. In der Pianobar spielt und singt ein Pianist alte und neue Schlager. Man sitzt auf Barhockern um das Piano, wird mitgerissen, ein Gitarrensolist aus einer anderen Bar an Deck gesellt sich dazu, singt, spielt alle Schlager unserer Jugendzeit er reicht mir die Gitarre und...... ich spiele
”Blowing in the Wind” und ”die Lady in Black”------ bei ”I m sailing” laufen mir die Tränen.......... es ist spät nicht mehr viele haben es am schwankenden Klavier ausgehalten.
Wir merken gar nicht, dass wir uns nur noch mit beiden Händen festhalten müssen. Der Sturm hat zugenommen, das Schiff schwankt in alle Richtungen. Immer mehr Mitfahrer verschwinden - allen ist schlecht. Die wenigen, die ausharren, denen nicht schlecht ist, werden euphorisch, singen mit - Seemannslieder - Truckerlieder- von "Deine Heimat ist das Meer - bis "What shell we do with the drunken Sailer", es ist Galgenhumor.
Als wir uns kaum noch auf den Beinen halten können, das Schiff scheint nun auf hoher See zu sein, hangeln wir uns zu unserer Kabine, um uns hinzulegen, vieleicht ist es leichter zu ertragen. Das Schiff bäumt sich auf, legt sich schief, rüttelt und stampft, an Schlaf ist nicht zu denken. Um nicht aus dem Bett zu fallen halten wir uns mit beiden Händen an Tischbein und Lehne fest. Das Licht bleibt an, es ist unheimlich, die Schaniere knatschen, sämtliche Behältnisse fliegen durch die Gegend. Wir denken an den Untergang der Estonia, auch wir hätten keine Chance. Gegen Morgen ziehe ich mich an, mir geht es sehr gut, und versuche die Information zu erreichen. Unterwegs sehe ich die seekranken Leichen liegen. Alle Kabinentüren stehen auf, man hat Angst, man braucht die Kommunikation mit dem Nachbarn. Ich frage wie es geht, ich tröste junge Leute, verbreite Optmismus, einer alten Dame, einer Dänin geht es sehr schlecht. Wir unterhalten uns mit Händen und Füßen - Ich kann zwar Norwegisch, Englisch und Deutsch, aber bei Dänisch streike ich. Meine Sprachkenntnisse kommen mir trotzdem zu Gute. Als ich die Information erreiche sehe ich, wie die Dame sich abmüht Informationen die über Bordlautsprecher gegeben werden sollen, ins Deutsche zu übersetzen.
Kein Problem, ich spreche norwegisch, kann übersetzen. So erhalten nun die deutschen Mitreisenden schneller Nachricht, was los ist. Um kurz vor 9.00 Uhr tönt es durch den Lautsprecher - " Meine Damen und Herren, hier spricht der Kapitän. Wir erreichen in Kürze Hanstholm in Dänemark, leider muß ich ihnen mitteilen, daß wir zur Zeit nicht in den Hafen einlaufen können. Die Wellen sind zu hoch, wir könnten die Kaimauer rammen. Wir drehen eine Runde, versuchen es kann noch mal." Überall wird die Nachricht ruhig aufgenommen. Für die Seekranken ist die Tortour noch nicht zu Ende. Da ich eine der wenigen bin, der nicht nicht schlecht ist, sehe ich wo ich helfen kann. Hier muß dringend jemand getröstet werden, dort ein Kind über die Toilette gehalten werden. Ich bin so beschäftigt, daß ich keine Zeit habe Angst zu haben. Meinem Mann geht es am Morgen wieder besser, seine Seekrankheit war von kurzer Dauer. Wir verlassen also unsere Kabine und hangeln uns zu den feststehenden Sesseln am Panoramafenster. Dort lassen wir das Schauspiel Meer an uns vorüberziehen. Die Gewalt des Wasser ist gigantisch. Wellenberge und Wellentäler wechseln sich ab. Das Schiff schlingert wie ein Spielball auf den Wellen. Fasziniert halte ich die Kamera immer wieder in die Wellen. Da startet der Kapitän einen neuen Versuch den Hafen in Dänemark anzulaufen. Der Bordlautsprecher schnarrt. " Alle sitzen und liegenbleiben" Wir starren gebannt auf die haushohen Wellen und die Gischt , die über die Kaimauern spritzt. Ist der Kapitän verrückt geworden, ist er lebensmüde? Kann der Kapitän überhaupt den Mut haben und versuchen in die Hafeneifahrt reinzurutschen? Lassen die hohen Wellen das zu? Schaukeln und schwankend ächsend und knatschend torkelt unsere 10 Stockwerke hohe Fähre mit 500 Menschen 300 Autos und Lkws an Bork wieder auf die Hafeneinfahrt von Hanstholm zu "Festhalten, sitzen und liegen bleiben" Wir schauen bangend aus dem Fenster - Wieder dreht der Kapitän in letzter Sekund ab, Nein, es geht nicht die Wellen sind zu hoch " In dreißig Minuten versuchen wir ers erneut " schnarrt es durch den Bordlautsprecher
Wieder eine große Runde, wieder in die Wellenberge und Täler. Es gib kaum noch Leute die nicht seekrank sind. Wir sind müde. die ganze Nacht nicht geschlafen, kaum einer auf dem Schiff ist ansprechbar. Komischerweise verspüre ich keine Angst , ich kann ja eh nicht gut schwimmen, mutmachend helfe ich anderen, übersetze die Durchsagen. Da sehen wir die Seenotrettungskreuzer aus Dänemark sind ausgelaufen und gruppieren sich um unser Schiff. Wie tröstlich denke ich, als ob überhaupt einer eine Chance hätte bei der aufgewühlten See. - Der nächste Versuch, es ist inzwischen der Siebte, - festhalten sitzen und liegen bleiben ich halte meine Videokamera aufs Meer filme die Hafeneifahrt links das grüne Licht, rechts das rote Licht, oder war es umgekehrt?-alles kommt bedenklich nahe, in unwahrscheinlicher Schräglage schlenzen wir an der Kaimauer vorbei. Ob der Kapitän es schafft auch das Heck unbeschadet in den Hafen zu bekommen? Ob das Schiff umkippt? Die Wellen peitschen noch ein letztes Mal, lassen den Rumpf des Schiffes noch einmal erzittern, dann ist alles plötzlich vorbei. Wir stehen und applaudieren. Wir freuen uns über den guten Verlauf. Jeder geht schnell seine Reiseutensilien aus der Kabin holen. Seekranke tauchen plötzlich wieder auf, ein bischen blaß um die Nase wagen sie ein erstes Lächeln. Viele kommen auf mich zu umarmen mich still....... in mancherlei Sprachen höre ich ein ”dankeschön” Wir nicken uns zu jeder sucht sein Auto, ist etwas kaputt? Nein, Glück gehabe, und jetzt nicht wie runter vom Schiff - ein Alptraum geht zu Ende. Eins ist sicher, ich schaue mir den Film Titanic nicht wieder an......
Hella
Orkan-Die Nacht der Nächte
Zwei Wochen Ferien in Norwegen am Ende der Welt,
einsam abgelegen unsere Hütte, wir haben uns wohlgefühlt
in diesem 170 Seelen Dorf Aakra
So viele freundliche Menschen auf einem Haufen habe ich selten erlebt
Wir freuten uns über Einladungen zu netten Kaffeerunden und abendlichen
Zusammenkünften
Jede Absage einer Einladung hätte uns leid getan.
Wir haben viele nette Menschen kennengelernt, neue Freunde gefunden.
Schnell werden die letzten Sachen verstaut
ein letztes Frühstück bei unserem Sohn
gespielte Fröhlichkeit, wir sind traurig
die schönen Tage sind vorbei.
Winkend und hupend verlassen wir Aakra, den Ort an dem wir unser Herz
verloren haben und an dem wir unseren Sohn zurücklassen müssen.
Die erste halbe Stunde sehe ich nichts , mit Tränen in den Augen ist man blind...... man kann die Schönheit des Landes nicht sehen.
Nach einigen Stunden quer durch Norwegen erreichen wir den Hafen, an dem uns am Abend eine große Fähre über das Skagerrak nach Dänemark bringen soll. Seit Stunden herrscht Sauwetter, der Regen peitscht ums Auto, Sturm ist angesagt. Naja, denken wir Sturm, was ist das schon. Auf meine Anfrage am Terminal lächeln die Mädchen "Lit storm" - "kleiner Sturm" sagen sie " Das Schiff hat gute Stabilisatoren." Eine Nacht auf einem schwankenden Schiff steht uns bevor. Die ersten Stunden verlaufen zwar schwankend, aber es hält sich in Grenzen, man amüsiert sich, für Ablenkung ist gesorgt. In der Pianobar spielt und singt ein Pianist alte und neue Schlager. Man sitzt auf Barhockern um das Piano, wird mitgerissen, ein Gitarrensolist aus einer anderen Bar an Deck gesellt sich dazu, singt, spielt alle Schlager unserer Jugendzeit er reicht mir die Gitarre und...... ich spiele
”Blowing in the Wind” und ”die Lady in Black”------ bei ”I m sailing” laufen mir die Tränen.......... es ist spät nicht mehr viele haben es am schwankenden Klavier ausgehalten.
Wir merken gar nicht, dass wir uns nur noch mit beiden Händen festhalten müssen. Der Sturm hat zugenommen, das Schiff schwankt in alle Richtungen. Immer mehr Mitfahrer verschwinden - allen ist schlecht. Die wenigen, die ausharren, denen nicht schlecht ist, werden euphorisch, singen mit - Seemannslieder - Truckerlieder- von "Deine Heimat ist das Meer - bis "What shell we do with the drunken Sailer", es ist Galgenhumor.
Als wir uns kaum noch auf den Beinen halten können, das Schiff scheint nun auf hoher See zu sein, hangeln wir uns zu unserer Kabine, um uns hinzulegen, vieleicht ist es leichter zu ertragen. Das Schiff bäumt sich auf, legt sich schief, rüttelt und stampft, an Schlaf ist nicht zu denken. Um nicht aus dem Bett zu fallen halten wir uns mit beiden Händen an Tischbein und Lehne fest. Das Licht bleibt an, es ist unheimlich, die Schaniere knatschen, sämtliche Behältnisse fliegen durch die Gegend. Wir denken an den Untergang der Estonia, auch wir hätten keine Chance. Gegen Morgen ziehe ich mich an, mir geht es sehr gut, und versuche die Information zu erreichen. Unterwegs sehe ich die seekranken Leichen liegen. Alle Kabinentüren stehen auf, man hat Angst, man braucht die Kommunikation mit dem Nachbarn. Ich frage wie es geht, ich tröste junge Leute, verbreite Optmismus, einer alten Dame, einer Dänin geht es sehr schlecht. Wir unterhalten uns mit Händen und Füßen - Ich kann zwar Norwegisch, Englisch und Deutsch, aber bei Dänisch streike ich. Meine Sprachkenntnisse kommen mir trotzdem zu Gute. Als ich die Information erreiche sehe ich, wie die Dame sich abmüht Informationen die über Bordlautsprecher gegeben werden sollen, ins Deutsche zu übersetzen.
Kein Problem, ich spreche norwegisch, kann übersetzen. So erhalten nun die deutschen Mitreisenden schneller Nachricht, was los ist. Um kurz vor 9.00 Uhr tönt es durch den Lautsprecher - " Meine Damen und Herren, hier spricht der Kapitän. Wir erreichen in Kürze Hanstholm in Dänemark, leider muß ich ihnen mitteilen, daß wir zur Zeit nicht in den Hafen einlaufen können. Die Wellen sind zu hoch, wir könnten die Kaimauer rammen. Wir drehen eine Runde, versuchen es kann noch mal." Überall wird die Nachricht ruhig aufgenommen. Für die Seekranken ist die Tortour noch nicht zu Ende. Da ich eine der wenigen bin, der nicht nicht schlecht ist, sehe ich wo ich helfen kann. Hier muß dringend jemand getröstet werden, dort ein Kind über die Toilette gehalten werden. Ich bin so beschäftigt, daß ich keine Zeit habe Angst zu haben. Meinem Mann geht es am Morgen wieder besser, seine Seekrankheit war von kurzer Dauer. Wir verlassen also unsere Kabine und hangeln uns zu den feststehenden Sesseln am Panoramafenster. Dort lassen wir das Schauspiel Meer an uns vorüberziehen. Die Gewalt des Wasser ist gigantisch. Wellenberge und Wellentäler wechseln sich ab. Das Schiff schlingert wie ein Spielball auf den Wellen. Fasziniert halte ich die Kamera immer wieder in die Wellen. Da startet der Kapitän einen neuen Versuch den Hafen in Dänemark anzulaufen. Der Bordlautsprecher schnarrt. " Alle sitzen und liegenbleiben" Wir starren gebannt auf die haushohen Wellen und die Gischt , die über die Kaimauern spritzt. Ist der Kapitän verrückt geworden, ist er lebensmüde? Kann der Kapitän überhaupt den Mut haben und versuchen in die Hafeneifahrt reinzurutschen? Lassen die hohen Wellen das zu? Schaukeln und schwankend ächsend und knatschend torkelt unsere 10 Stockwerke hohe Fähre mit 500 Menschen 300 Autos und Lkws an Bork wieder auf die Hafeneinfahrt von Hanstholm zu "Festhalten, sitzen und liegen bleiben" Wir schauen bangend aus dem Fenster - Wieder dreht der Kapitän in letzter Sekund ab, Nein, es geht nicht die Wellen sind zu hoch " In dreißig Minuten versuchen wir ers erneut " schnarrt es durch den Bordlautsprecher
Wieder eine große Runde, wieder in die Wellenberge und Täler. Es gib kaum noch Leute die nicht seekrank sind. Wir sind müde. die ganze Nacht nicht geschlafen, kaum einer auf dem Schiff ist ansprechbar. Komischerweise verspüre ich keine Angst , ich kann ja eh nicht gut schwimmen, mutmachend helfe ich anderen, übersetze die Durchsagen. Da sehen wir die Seenotrettungskreuzer aus Dänemark sind ausgelaufen und gruppieren sich um unser Schiff. Wie tröstlich denke ich, als ob überhaupt einer eine Chance hätte bei der aufgewühlten See. - Der nächste Versuch, es ist inzwischen der Siebte, - festhalten sitzen und liegen bleiben ich halte meine Videokamera aufs Meer filme die Hafeneifahrt links das grüne Licht, rechts das rote Licht, oder war es umgekehrt?-alles kommt bedenklich nahe, in unwahrscheinlicher Schräglage schlenzen wir an der Kaimauer vorbei. Ob der Kapitän es schafft auch das Heck unbeschadet in den Hafen zu bekommen? Ob das Schiff umkippt? Die Wellen peitschen noch ein letztes Mal, lassen den Rumpf des Schiffes noch einmal erzittern, dann ist alles plötzlich vorbei. Wir stehen und applaudieren. Wir freuen uns über den guten Verlauf. Jeder geht schnell seine Reiseutensilien aus der Kabin holen. Seekranke tauchen plötzlich wieder auf, ein bischen blaß um die Nase wagen sie ein erstes Lächeln. Viele kommen auf mich zu umarmen mich still....... in mancherlei Sprachen höre ich ein ”dankeschön” Wir nicken uns zu jeder sucht sein Auto, ist etwas kaputt? Nein, Glück gehabe, und jetzt nicht wie runter vom Schiff - ein Alptraum geht zu Ende. Eins ist sicher, ich schaue mir den Film Titanic nicht wieder an......
Hella
Man sieht nur mit dem Herzen gut,
die Augen sehen nichts
die Augen sehen nichts
-
Sergej Ruslanowitsch
- NF-Stammbesucher

- Beiträge: 438
- Registriert: Sa, 09. Jul 2005, 10:40
Re: Sturm im Skagerrak
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uteligger
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- Beiträge: 2232
- Registriert: Fr, 23. Aug 2002, 19:46
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Re: Sturm im Skagerrak
Hei Hella,
als deine Geschichte las, hatte ich den Geschmack von Salzwasser auf den Lippen, das dröhnen der Fähre, als sie wieder in einen mächtigen Brecher krachte, das scheppern aus dem Duty Freeshop in den Ohren. Beim Blick zur einen Seite aus dem Fenster den mit Wolkenfetzen bedeckten Himmel, zur anderen Seite des Schiffes das kochende Meer mit Entsetzen betrachtend. Und die Gedanken, nichts machen zu können.
Hilsen
Uteligger
als deine Geschichte las, hatte ich den Geschmack von Salzwasser auf den Lippen, das dröhnen der Fähre, als sie wieder in einen mächtigen Brecher krachte, das scheppern aus dem Duty Freeshop in den Ohren. Beim Blick zur einen Seite aus dem Fenster den mit Wolkenfetzen bedeckten Himmel, zur anderen Seite des Schiffes das kochende Meer mit Entsetzen betrachtend. Und die Gedanken, nichts machen zu können.
Hilsen
Uteligger
Jeg vandrer ikke fordi jeg vil bli yngre – men fordi jeg vil bli eldre.
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Hvor utgangspunktet er galest, er resultatet ofte orginalest
Re: Sturm im Skagerrak
hei Serje
uiui......lass sie es nicht lesen........ ich kann dich aber nun ein bisschen beruhigen, diese Fährüberfahrt war am 4.1......also ein Wintersturm,
im Sommer habe ich nur Überfahrten erlebt, die ganz ruhig waren
und ich habe etwa 30 Überfahrten im Sommer hinter mir......
was die Geschichte anbelangt......sie ist natürlich erlebt, wie alle meine nordischen Geschichten
ich wünsche dir mit deiner Frau einen traumhaften Norwegenurlaub
ich muss noch ein bisschen warten bis mitte August.....dann fahre ich mit einem Wohnmobil (2. mal mit so einem Gefährt ) nach Norwegen
also wieder malen und schreiben....... ich zähle die Tage bis dahin
gruss
Hella
uiui......lass sie es nicht lesen........ ich kann dich aber nun ein bisschen beruhigen, diese Fährüberfahrt war am 4.1......also ein Wintersturm,
im Sommer habe ich nur Überfahrten erlebt, die ganz ruhig waren
und ich habe etwa 30 Überfahrten im Sommer hinter mir......
was die Geschichte anbelangt......sie ist natürlich erlebt, wie alle meine nordischen Geschichten
ich wünsche dir mit deiner Frau einen traumhaften Norwegenurlaub
ich muss noch ein bisschen warten bis mitte August.....dann fahre ich mit einem Wohnmobil (2. mal mit so einem Gefährt ) nach Norwegen
also wieder malen und schreiben....... ich zähle die Tage bis dahin
gruss
Hella
Man sieht nur mit dem Herzen gut,
die Augen sehen nichts
die Augen sehen nichts
Re: Sturm im Skagerrak
hei uteligger
ja...... wenn ich erreicht habe, dass dich die Geschichte erreicht hat...
wunderbar
natürlich ist die Geschichte so und nicht anders erlebt.....
also wenn die Norweger sagen "lit storm"........ dann ist es ein Orkan
oder wenn sie sagen " det er ikke langt"......das ist nicht weit......dann fährst du 3 Tage.....
dort gelten andere Dimensionen
und wenn sie sagen........ "du er min venn"....hehe......dann biste das auch in 10 Jahren noch
auch deshalb liebe ich Norwegen glaub ich
hilsen
Hella
ja...... wenn ich erreicht habe, dass dich die Geschichte erreicht hat...
wunderbar
natürlich ist die Geschichte so und nicht anders erlebt.....
also wenn die Norweger sagen "lit storm"........ dann ist es ein Orkan
oder wenn sie sagen " det er ikke langt"......das ist nicht weit......dann fährst du 3 Tage.....
dort gelten andere Dimensionen
und wenn sie sagen........ "du er min venn"....hehe......dann biste das auch in 10 Jahren noch
auch deshalb liebe ich Norwegen glaub ich
hilsen
Hella
Man sieht nur mit dem Herzen gut,
die Augen sehen nichts
die Augen sehen nichts
Re: Sturm im Skagerrak
Hi Hella...
Du brauchts vorerst nicht zum Platz kommen,
wir fahren Samstagvormittag los,
erst bis Flensburg ,dort übernachten wir
Sonntagnacht 1Uhr 30 geht die Kystlink ab,
wir werden denn noch mal in Lillehammer,und in Oppdal
übernachten und denn den Rest nach Hitra machen....
Bis bald.
Hydro ( Günter )
Du brauchts vorerst nicht zum Platz kommen,
wir fahren Samstagvormittag los,
erst bis Flensburg ,dort übernachten wir
Sonntagnacht 1Uhr 30 geht die Kystlink ab,
wir werden denn noch mal in Lillehammer,und in Oppdal
übernachten und denn den Rest nach Hitra machen....
Bis bald.
Hydro ( Günter )
-
Kerstin i Norge
- NF-Stammbesucher

- Beiträge: 1036
- Registriert: Di, 02. Sep 2003, 13:26
- Wohnort: Holum - Mandal
Re: Sturm im Skagerrak
das mit dem "ist nicht weit"....ist auf dem Lande allerdings stärker ausgeprägt als in den Städten. Ist ja auch logisch, man braucht halt länger bis zum nächsten Nachbarn, Laden, Arzt etc. Bei uns ist alles im Umkreis von ca. 10 km noch Nachbarschaft.
Wenn meine Arbeitskollegen aus K.sand zu Besuch kommen, hört es sich eher an, als wenn sie bis nach Kautokeino fahren müssten. Wobei ich immer freundlich drauf aufmerksam mache : Seht Ihr Rentiere, seid Ihr zu weit gefahren.
lg
Kerstin
Wenn meine Arbeitskollegen aus K.sand zu Besuch kommen, hört es sich eher an, als wenn sie bis nach Kautokeino fahren müssten. Wobei ich immer freundlich drauf aufmerksam mache : Seht Ihr Rentiere, seid Ihr zu weit gefahren.
lg
Kerstin
Re: Sturm im Skagerrak
hallo Kerstin
jaja die Rentiere......ich hatte nicht geglaubt sie wild lebend zu sehen
aber ich habe sie gesehen...... sie laufen da einfach so rum in finnmark
mein gastgeber hat immer gesagt......."die habe ich für dich an den baum gebunden".......
ich werde sie mir auch dieses Jahr anschauen........ hoffendlich sind sie noch da.....
liebe Grüsse nach Grimstad....wohnst du dort.......ja kenne ich ein wunder schönes Hafenstädtchen...... wenn die Sonne scheint und im Sommer sieht es aus wie im Süden....... wie an der Adria.....
jaja die Rentiere......ich hatte nicht geglaubt sie wild lebend zu sehen
aber ich habe sie gesehen...... sie laufen da einfach so rum in finnmark
mein gastgeber hat immer gesagt......."die habe ich für dich an den baum gebunden".......
ich werde sie mir auch dieses Jahr anschauen........ hoffendlich sind sie noch da.....
liebe Grüsse nach Grimstad....wohnst du dort.......ja kenne ich ein wunder schönes Hafenstädtchen...... wenn die Sonne scheint und im Sommer sieht es aus wie im Süden....... wie an der Adria.....
Man sieht nur mit dem Herzen gut,
die Augen sehen nichts
die Augen sehen nichts
Re: Sturm im Skagerrak
hallo Hydro
schönen Urlaub...... schönes Wetter und godt tur
ihr fahrt in die midsommernatt....... ach bin ich neidig.......
midsommer???? ach ja....... da war noch so eine GeschichteMitsommer
Midsommer in
Skurdalen
Hast du es schon erlebt
Die Mittsommernacht in Norwegen
Wenn der Himmel im Azur strahlt
Wenn selbst nachts durch die
Zugezogenen Gardinen die Helligkeit
Versucht einzudringen
Wenn du anfängst dunkle Ecken zu suchen
Um dem Licht auszuweichen.
Wachst Nachts um halb drei auf
Luken durch die verrammelten Fenster
Es ist immer noch hell
Wo ist die Dunkelheit der Nacht geblieben,
wo sind die Trolle hin , die die Nacht so lieben
luren sie aus ihren Steinhöhlen
verstecken sich in Erdlöchern
Drohen mit den Fäusten und hässlichen Nasen schütteln die
Krausen Mähnen, drohen mit rollenden Augen
Wo, nur wo ist die gnädige Nacht für die Trolle
Die Gnome???
Wer holt sie wieder?
Verschwunden in den Abgründen und tiefen Schluchten des Gletschers
Geschluckt von den dunklen Nadelwäldern, in den Steinbergen
Da liegst du dann in diesen hellen Nächten
In denen nichts dunkel zugedeckt wird,
da liegst du wacht, da ist alles hell und klar
du glaubst , dass es nie wieder nacht wird
hörst die Vögel irritiert singen
die Nachtigall flattert aufgeregt
muss sie nun die ganze Nacht singen? Ein langes Lied für
so einen kleinen Vogel
Da drehst du dich herum, du suchst die nächste Stunde Schlaf und findest dich nicht viel später wieder am Fenster,
wieder schaust du nach dunklen Wolken
nach gnädiger Dunkelheit
Wenn, wann findet der Tag die Nacht wieder?
Nichts kann sich erholen, nicht zudecken, nichts aufschieben bis die Helligkeit wieder da ist, nein, sie bleibt, macht sich breit,
jagt dich immer wieder hoch.
Du machst auch die letzte Ritze der Gardine zu, damit wenigstens
Die Augen sich erholen können
Mitsommer in Norwegen
Und du stehst morgens auf
Öffnest nur leicht die Gardinen
Nur nicht zu viel Licht an deine Augen lassen
Die Nacht, die keine war, sie ist vorbei
Helga Magdalena
schönen Urlaub...... schönes Wetter und godt tur
ihr fahrt in die midsommernatt....... ach bin ich neidig.......
midsommer???? ach ja....... da war noch so eine GeschichteMitsommer
Midsommer in
Skurdalen
Hast du es schon erlebt
Die Mittsommernacht in Norwegen
Wenn der Himmel im Azur strahlt
Wenn selbst nachts durch die
Zugezogenen Gardinen die Helligkeit
Versucht einzudringen
Wenn du anfängst dunkle Ecken zu suchen
Um dem Licht auszuweichen.
Wachst Nachts um halb drei auf
Luken durch die verrammelten Fenster
Es ist immer noch hell
Wo ist die Dunkelheit der Nacht geblieben,
wo sind die Trolle hin , die die Nacht so lieben
luren sie aus ihren Steinhöhlen
verstecken sich in Erdlöchern
Drohen mit den Fäusten und hässlichen Nasen schütteln die
Krausen Mähnen, drohen mit rollenden Augen
Wo, nur wo ist die gnädige Nacht für die Trolle
Die Gnome???
Wer holt sie wieder?
Verschwunden in den Abgründen und tiefen Schluchten des Gletschers
Geschluckt von den dunklen Nadelwäldern, in den Steinbergen
Da liegst du dann in diesen hellen Nächten
In denen nichts dunkel zugedeckt wird,
da liegst du wacht, da ist alles hell und klar
du glaubst , dass es nie wieder nacht wird
hörst die Vögel irritiert singen
die Nachtigall flattert aufgeregt
muss sie nun die ganze Nacht singen? Ein langes Lied für
so einen kleinen Vogel
Da drehst du dich herum, du suchst die nächste Stunde Schlaf und findest dich nicht viel später wieder am Fenster,
wieder schaust du nach dunklen Wolken
nach gnädiger Dunkelheit
Wenn, wann findet der Tag die Nacht wieder?
Nichts kann sich erholen, nicht zudecken, nichts aufschieben bis die Helligkeit wieder da ist, nein, sie bleibt, macht sich breit,
jagt dich immer wieder hoch.
Du machst auch die letzte Ritze der Gardine zu, damit wenigstens
Die Augen sich erholen können
Mitsommer in Norwegen
Und du stehst morgens auf
Öffnest nur leicht die Gardinen
Nur nicht zu viel Licht an deine Augen lassen
Die Nacht, die keine war, sie ist vorbei
Helga Magdalena
Man sieht nur mit dem Herzen gut,
die Augen sehen nichts
die Augen sehen nichts
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Kerstin i Norge
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- Wohnort: Holum - Mandal
Re: Sturm im Skagerrak
ich wohne ca 30 km nordöstlich von Grimstad "City", ist sozusagen der kälteste und nördlichbewohnteste Platz der Gemeinde.
Aber da meine komplette Schwiegerfamilie in Grimstad wohnt, ist es in Sachen Adriafeeling kein Problem. Irgendein Boot steht immer zur Nutzung klar.
lg
kerstin
Aber da meine komplette Schwiegerfamilie in Grimstad wohnt, ist es in Sachen Adriafeeling kein Problem. Irgendein Boot steht immer zur Nutzung klar.
lg
kerstin
-
Kerstin i Norge
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Re: Sturm im Skagerrak
ich wohne ca 30 km nordöstlich von Grimstad "City", ist sozusagen der kälteste und nördlichbewohnteste Platz der Gemeinde.
Aber da meine komplette Schwiegerfamilie in Grimstad wohnt, ist es in Sachen Adriafeeling kein Problem. Irgendein Boot steht immer zur Nutzung klar.
lg
kerstin
Aber da meine komplette Schwiegerfamilie in Grimstad wohnt, ist es in Sachen Adriafeeling kein Problem. Irgendein Boot steht immer zur Nutzung klar.
lg
kerstin
