Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Übernachtungen, Sehenswürdigkeiten, Einfuhrbestimmungen, Geldverkehr, etc.
Brigitte

Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Brigitte »

Liebe Norwegenfreunde,

endlich ist er gebucht: Der langerwünsche Norwegen-Urlaub (WoMo und Fähre): Am 10. Juni gehts los - leider nur für zwei Wochen. Aber besser so wie gar nicht.

Die Planung ist in vollem Gange, doch einige Fragen hätte ich da noch:

Unser Hund Bonnie (Golden-Retriever) darf mit. Die Einreisebestimmungen sind gebongt, Tierarzt ist informiert und es müsste alles glatt gehen. Nur zwei Dinge noch:
a) Kann ich denn tatsächlich die Wurmtabletten von meinem hiesigen Tierarzt mitnehmen und an der norwegischen Grenze vorzeigen und meinem Hund verabreichen? Muss ich dann nicht mehr zum Grenztierarzt? Den Gang würde ich mir nämlich schon allein der Sprache wegen gerne ersparen...
b) Wir wollen natürlich auch wandern. Eure Kurztouren lassen es in den Beinen ja schon jucken. Bloß wie sehen die Touren mit Hund aus? Teilweise ist von glatten Felsen mit Ketten die Rede? Können Hunde auch ohne Hilfe über die glatten, steileren Felsen schaffen?? (unsere ist manchmal ein wahrer Kletterkünstler). Könnt ihr aus eigener Erfahrung heraus sagen, welche Touren nun gut oder welche gar nicht für Hund geeignet sind?
c) Kann ich uneingeschränkt Hundefutter mitnehmen (Trockenfutter)?

Nun zum zweiten großen Thema: WoMo. Wir haben uns eines gemietet (5,80 m) und keinerlei Erfahrung (kann lustig werden ...). Wir wollen Südnorwegen bereisen, nördlichster Punkt wird wohl Alesund sein. Rauf gehts wahrscheinlich an der Küste entlang, runter im Inneren des Landes (mal so ganz grob gesagt). Kartenmaterial habe ich auch schon besorgt (freytag & berndt).
Und nun möchte ich es wirklich wissen: Darf man jetzt außerhalb von Campingplätzen übernachten oder nicht? Irgendwie gibt es keine richtig eindeutige Aussage hierüber. Immer heißt es, dass das Jedermannsrecht nur für Einzelpersonen und Zelte gilt. Selbstverständlich ist, dass ich den freien Übernachtungsplatz so verlasse wie ich ihn angetroffen habe. Aber ich will auch nicht mit den Gesetzeshütern in Konflikt kommen. Also: Kann ich mich nun überall hinstellen wenn ich keinen störe oder behindere?

In den Karten sind die Entsorgungsstationen eingezeichnet. Sind diese immer in Verbindung mit einem Campingplatz oder eher an Tankstellen oder Parkplätzen?
Leider sind in der Karte nicht verzeichnet, ob mache Routenn für WoMo´s gesperrt sind. Gibt es da gesperrte Straßen, die ich bei der Tourenplanung berücksichtigen muss?

Wir möchten uns gerne noch ein Buch über WoMo-Reisen in Norge zulegen. Welches könnt ihr aus eurer Erfahrung heraus empfehlen? Ich hatte "Mit dem Wohnmobil nach Südnorwegen" von Reinhard Schulz im Auge, unsere Buchhandlung führt das Buch jedoch nicht und ich konnte deshalbnicht reinschauen und mir ein eigenes Bild machen.

Mir schwirren noch tausend Fragen im Kopf rum, aber fürs Erste reichts. Ich will euch ja nicht überstrapazieren :-)

Ganz herzliche Grüße
aus dem Schwabenland
von Brigitte & Ralf mit Hund
Christian König
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Christian König »

Hi Brigitte!
Brigitte hat geschrieben:Bloß wie sehen die Touren mit Hund aus? Teilweise ist von glatten Felsen mit Ketten die Rede? Können Hunde auch ohne Hilfe über die glatten, steileren Felsen schaffen?? (unsere ist manchmal ein wahrer Kletterkünstler).
Tja nun habe ich die Tour auf unserer Seite beschrieben (es handelt sich sicher um den Kjerag), habe aber leider keinen Hund. Daher kann ich dazu nur Vermutungen anstellen, zumal auch Hunde sehr unterschiedlich geländegängig sind.

Du schreibst, daß Euer Hund manchmal ein wahrer Kletterkünstler ist. Daher bin ich mir fast sicher, daß er eher keine Probleme mit den Felsen dort am Kjerag bekommen wird (trockene Felsen vorrausgesetzt!!!). Die Ketten sind ja auch für die Menschen nur eine Hilfe und bei trockenem Wetter nicht unbedingt notwendig. Normalerweise sind die Felsen in trockenem Zustand gut griffig.

Vielleicht hat jedoch jemand anders praktische Erfahrungen zum Hund speziell am Kjerag auf Lager?

Eine der Kurztouren sollte man wohl mit Hund auf keinen Fall machen: den Kjeåsen. Die anderen sind je nach Hund wahrscheinlich möglich.

Noch etwas anderes: Plant den Kjerag nicht unbedingt für den Anfang Eurer Reise ein, denn Anfang Juni liegt dort manchmal noch so viel Schnee, daß die Tour nicht zu empfehlen ist. Ende Juni sieht es meist schon ganz anders aus.

Viele Grüße,
Christian
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uteligger
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von uteligger »

Hei,

Einige NF haben Bücher rezensiert. Euer Buch ist auch dabei.

http://norwegen-freunde.com/start_bibliothek.htm

Entsorgungsstationen an Tankstellen und größeren Campingplätzen.
Sie werden vorher mit einem Schild angekündigt.

Infos über nichtgeeignete Straßen unter:
http://norwegen-freunde.com/start_reise.htm



Viel Spaß
Axel
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Gaby »

Hallo Brigitte,

wir haben die Entwurmungstabletten für unseren Hund aus Deutschland mitgenommen, sind in Norge zu einem Tierarzt, der unseren Hund nicht mal sehen wollte und der uns mit der Bitte, unserem Hund die Tablette auch wirklich zu verabreichen den notwendigen Stempel bzw. Unterschrift für die Papiere gegeben hat.
Trockenfutter haben wir für den kompletten Urlaub mitgenommen.

Gruß
Gaby
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Brigitte

Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Brigitte »

Hallo Gabi,
sprechen die Tierärzte englisch oder gar deutsch? Oder erkennen die gleich am WoMo, was wir wollen :-)
Und noch was: Weist du, welches Chip-Lesegerät an der Grenze benutzt wird (in Kristiansand)? Wie kriegt man das denn raus?

Liebe Grüße
Brigitte
Gaby
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Gaby »

Hallo Brigitte,

der Tierarzt, bei dem wir waren sprach englisch, das war kein Problem.
Meines Wissens nach haben die in Kristiansand das Chiplesegerät für FECAFA oder ISO-Standart, steht zumindest so im Merkblatt der staatlichen norwegischen Tiergesundheitsverwaltung.
An der Grenzstation hat sich kein Mensch für unseren Hund interessiert, die haben nur einen kurzen Blick in die Papiere geworfen, das war alles. Da ist kein Chip kontrolliert worden.

Gruß
Gaby
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Thies
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Thies »

Hallo Brigitte,

von Hunden in Norwegen verstehe ich nicht sehr viel und da halte ich mich lieber raus.

Die Sache mit dem Wohnmobil ist eigentlich recht einfach. Grundsätzlich dürfen Kraftfahrzeuge die öffentlichen Strassen nicht verlassen. Privatstrassen und Privatgrundstücke dürfen mit der ausdrücklichen Genehmigung des EIgentümers oder anderweitig Berechtigten befahren werden. Die norwegische Natur ist etwas empfindlich und erholt sich, je weiter man in den Norden kommt immer langsamer von Beeinträchtigungen.

Das Jedermannsrecht hat keine Auswirkungen auf Kraftfahrzeuge. Es besagt lediglich, dass sich jede Person in der Natur frei bewegen darf, wozu auch das Übernachten in einem Zelt gehört. Auch hier gilt, dass Privatbesitz nur mit Genehmigung des EIgentümers genutzt werden darf. Gegen das Zelten (gemeint sind natürlich keine "Hauszelte"), wenn es denn in der Nähe von Privatgrund überhaupt nötig ist, hat niemand etwas. Das Jedermannsrecht besagt aber, dass nichts beeinträchtigt werden darf.

Park- und Rastplätze entlang der schönen norwegischen STrassen gibt es zahlreich. Viele sind sehr schön und verfügen über Tische und Bänke und immer öfter findest man auch sanitäre Anlagen, die die Bezeichnung "WC" auch zutreffend tragen. Sie sind aber zum Rasten und nicht zum Übernachten da. Auf diesen Plätzen haben sich in den letten Jahren leider immer mehr Wohnmobile angetroffen, die die Plätze als kostenlose Alternative zu Campingplätzen ansehen.

Diese Nutzung ist nicht zulässig und darauf wird mit Schildern der Strassenverwaltung auch hingewiesen. Geholfen hat es bisher nicht sehr viel. Inwieweit dies zwischenzeitlich geahndet wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ihr werdet also in vielen Gebieten auf Wohnmobile treffen, die einfach in der Landschaft abgestellt sind, insbesondere Hardangervidda, Lofoten, Vesteraalen usw. und ihr werdet auf Wohnmobile treffen, die auf diesen Park- und Rastplätzen stehen und diese teilweise vollständig blockieren.

Notwendig ist dies nicht, da mehr als ausreichend Campingplätze vorhanden sind.

Viel Spass in Norwegen.


Gruß

Thies
:scatter:
Erika
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Erika »

Hallo,
Was den Hund angeht, so habe ich einen Wurmpass wo bestätigt ist, daß unser Hund eine Wurmtablette bekam. An der Grenze in Oslo fahre ich in die rote Zone und hole mir meinen Stempel ab. Hier gibt es auch ein Chiplesegerät. Hier wird kontrolliert ob der Chip mit dem in den Papieren übereinstimmt. Bei einem Tierarzt in Norwegen war ich noch nie.
Ich fahre mindestens 3 mal im Jahr mit meinem Hund nach Norwegen. Nach Hundefutter wurde ich aun noch nie befragt.
Außer an der Grenze wurde ich auch noch nie in Norwegen wegen meinem Hund befragt oder aufgehalten. Wichtig ist daß die Blutuntersuchung für Tollwut-Antikörper vorhanden ist.
Ich habe mich mal in Norwegen beim dem Amt erkundigt ob ich eine Einreisegenehmigung für ein ganzes Jahr erhalte, aber hier wurde mir erklärt, daß ich meinen Hund bei jeder Einreise beim Zoll anmelden muß.
Mehr weiß ich auch nicht.
Grüße Erika
Gruß Erika
ardsch
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von ardsch »

hei brigitte,

zum wandern mit hund : ich bin jahrelang mit einem bernhardinermischling in D, der schweiz und östereich gewandert (zahmen und wilden kaiser, walliser alpen u.v.m). wenn euer hund gut auf euch hört und nicht gleich bei der ersten gelegenheit ausbüchst, dann lasst ihn unter eurer aufsicht frei laufen, er findet "seinen weg" fast immer völlig sicher.

für ausgesetzte oder schwierige stellen hatte ich ein ledergeschirr dabei, ähnlich wie für blinden- oder schlittenhunde. damit kann man gute hilfestellung, bis hin zum vollständigen tragen, leisten. war bei meinem mit rund 60 kg manchmal ganz schön anstrengend. beobachtet an schwierigen stellen den hund, wenn er aufgeregt hin- und herläuft weiß er nicht mehr richtig weiter, dann wirds zeit zum sichern.

für mich selbst hatte ich ebenfalls immer ein paar meter elastisches kletterseil und zwei bis drei karabiner mit um mich zur not an führseilen einzuhängen, das hat mir mehr sicherheit gegeben.

außer pellets wie z.b. frolic gibts im fachhandel auch vollkost-flocken, die zum aufquellen ein paar minuten mit wasser angesetzt werden. das futter drückt dich nicht im rucksack weil es sehr leicht ist.

ansonsten viel spass bei der wanderei mit hund
ardsch - skype me
Matthias Heinekamp - Elch
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Matthias Heinekamp - Elch »

Generell besteht in Norwegen aber Leinenzwang....
Auch sollte man etwas Acht auf Schafherden und Rentiere geben, Hunde reagieren da ziemlich unterschiedlich... :-)

Viel Spaß beim Urlaub!

Matthias
olf
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von olf »

Thies hat geschrieben:(...)
Ihr werdet also in vielen Gebieten auf Wohnmobile treffen, die einfach in der Landschaft abgestellt sind, insbesondere Hardangervidda, Lofoten, Vesteraalen usw. und ihr werdet auf Wohnmobile treffen, die auf diesen Park- und Rastplätzen stehen und diese teilweise vollständig blockieren.

Notwendig ist dies nicht, da mehr als ausreichend Campingplätze vorhanden sind.
Hallo Thies,

sehe es ein bisschen anders als du, auch ich stehe hin und wieder mit dem WoMo auf Parkplätzen in Norwegen. Wenn man dies besonnen tut - man entsorgt natürlich nicht einfach so in die Natur, wirft keinen Müll in die Gegend, dann finde ich es auch in Ordnung. Dass WoMo ganze Parkplätze blockieren habe ich noch nicht gesehen.
Richtig ist jedoch, dass es nicht ausdrücklich erlaubt ist, bzw. an manchen Plätzen ist es ausdrücklich verboten.
Thies
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Thies »

Hallo Olf,

an Deiner Sichtweise ist auch gar nichts auszusetzen. Es wird allerdings von norwegischer Seite aus seit einigen Jahren auf folgendes hingewiesen:

"Rastplätze an öffentlichen Strassen dürfen nicht zum Übernachten benützt werden." (vgl. z.B. bereits: Skandinavien Reisehandbuch 2001, Nordis Verlag GmbH Essen 2001).

Was natürlich erlaubt ist, zu jeder Tages- und Nachtzeit, ist die Fahrtunterbrechung zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit. Dies ist in Deutschland nicht anders. Hier ist das Campen auf Rastplätzen übrigens gensusowenig erlaubt und es steht auch nicht auf jedem Rastplatz ein entsprechendes Schild.

Auf den großen Rastplätzen, die entsprechend komfortabel eingerichtet sind und offensichtlich Wohnmobiltouristen stark anziehen, hat man in Norwegen vor einigen Jahren begonnen Schilder aufzustellen, die auf das Verbot direkt nochmal hinweisen. Diese Schilder kann man allerdings nicht immer sehen, weil da schnell ein Wohnmobil davor stehen kann :lol: :lol: :lol:

Ich wollte hier keine Diskussion lostreten, die schnell mit dem Vorwurf enden kann, ich wäre wohnmobilfeindlich (dabei können die Wohnmobile nix für ihre Benutzer), sondern lediglich auf eine Frage antworten.

Ich empfehle trotzdem nicht auf öffentlichen Rastplätzen in einem Wohnmobil zu übernachten oder dies in der freien Natur abzustellen. Es gibt zwei wirksame Mittel darauf zu reagieren. Ein generelles Parkverbot für Wohnmobile zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr und "Einfahrbögen", die eine Benutzung generell verhindern. Beides hätte ich in Norwegen eigentlich nicht so gern. Das gibt es nämlich woanders in Europa schon, übrigens z.T. auch in Deutschland. Die Sache mit dem Parkverbot wäre in Norwegen sehr einträglich, gehen die Preise für derartige Vergehen doch so bei rd. 400 NOK los (wenn ich nicht irre).

Es wäre natürlich auch einfach nur höflich, sich an die Spielregeln zu halten, kenne ich doch einige Norweger, die das mit den Wohnmobilen schon sehr kritisch sehen und verstärkt Maßnahmen fordern.

Und besonnen wäre dies dann allemal.

Gruß

Thies
olf
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von olf »

Thies hat geschrieben:Dies ist in Deutschland nicht anders. Hier ist das Campen auf Rastplätzen übrigens gensusowenig erlaubt und es steht auch nicht auf jedem Rastplatz ein entsprechendes Schild.
In Deutschland ist das Übernachten auf Park- und Rastplätzen nicht verboten ! - Nur Campen, und das ist was Anderes (z.B. Stühle rausstellen usw.). Es gibt Plätze wo es verboten ist, aber wenn dort nichts steht - ist das Übernachten in D eben nicht verboten.
Ein generelles Parkverbot für Wohnmobile zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr und "Einfahrbögen", die eine Benutzung generell verhindern. Beides hätte ich in Norwegen eigentlich nicht so gern. Das gibt es nämlich woanders in Europa schon, übrigens z.T. auch in Deutschland.


In Deutschland lernen die Komunen aber mittlerweile wieder die Schilder zu demontiren ;-) - da ein WoMo-Tourist auf dem Parkplatz besser ist als kein Tourist ;-)

Aber du hast natürlich Recht, dass man sich an Spielregeln halten sollte, schau doch mal auf die Nummernschilder von "wild" stehenden WoMo - sind das nicht auch Norweger ?

Beispiel Nachbarland Schweden: In der deutschen Fassung des Campingführes steht "wild stehen" sei verboten. - In der schwedischen Fassung steht dies nicht !
Jürgen R.
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Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Jürgen R. »

@Olf
Danke für Deine Antwort, du sprichst mir aus der Seele !

@Thies
Hast Du etwas gegen WoMo's, oder wie ich auch annehmen muß, Caravangespanne ?

Du solltest doch bitte unterscheiden zwischen Campen und Übernachten. Ohne juristische Feinheiten, die sowohl in Deutschland als auch in Norwegen gelten, Camping ist, wenn ich mich auf dem Platz niederlasse, um Erholung zu finden. Dagegen eine Übernachtung zur Wiederherstellung der Fahrfähigkeit sind zwei total verschiedene "Schuhe".
Das ist auch nicht mit den bekannten Schildern auf den Rastplätzen gemeint. Ich habe es selbst schon mehrfach erlebt, dass norwegische Polizeistreifen bei einem Stop auf einem Rastplatz (die Stützen waren heruntergelassen) an mir vorbeigefahren sind. Hätte ich am nächsten Tag noch an der gleichen Stelle gestanden, hätte es bestimmt Nachfragen oder vielleicht auch Ärger gegeben, und das mit Recht !!!!!!!!
Die von Dir vorgeschlagenen Schikanen, sei es gesetzlich oder baulich, halte ich perönlich für Relikte einer "alten" Zeit !

Gruß Jürgen
Karoline

Re: Norwegen mit Hund und Womo - Viele Fragen

Beitrag von Karoline »

die polizei hat (noch) keine moeglichkeit einzugreifen. in norwegen ist es aber so da uebernachten dem campen hier gleich zu setzten ist und wie thies schon schrieb nicht gern gesehen wird.
auch ich verfolge in der presse die immer lauter werdenen stimmen gegen das sagen wir mal "naechtigen" auf parkplaetzten und in der "natur" und wenn wonmos sich nicht bald daran halten wird das wie thies schon schrieb bussgelder nach sich ziehen und diese boegen.
du kannst es besonders hier in lofoten beobachten das sogar die ausweichbuchten zum uebernachten gebraucht werden - das ist nicht nur nicht erlaubt sondern auch noch gefaehrlich. fahr einmal im juli nachts die strasse nach henningsvær oder schau mal auf dem grassen parkplatz in flakstad ( direkt neben dem campingplatz) - ich denke du wirst alles verstehen........
und zu sagen man waere gegen wohnmobile ist kompletter bloedsinn.

ausserdem ist es ja doch immer noch ein kleiner unterschied wenn einheimische sich im eigenen land nicht an die regeln halten oder auslaender. ist in deutschland nicht anders oder... ( auch wenn es ungerecht ist ;-))
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