Allemannsretten und Wohnmobil
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Mirko
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Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hallo,
ist doch auch Ok wenn Kommunen oder Orte auf ein Campingverbot hinweisen.
Sie erreichen dadurch folgendes: Der Großteil der Reisenden wird auf die Campingplätze fahren, einige werden es ignorieren und sehr wenige (wozu ich mich zähle) werden weiterfahren !
Der eventuell dadurch entstandene Einnahmeverlust ist wahrscheinlich nicht so hoch und wird in Kauf genommen.
Obwohl ich ehrlich gesagt nicht finde das Oppdal so von Wohnmobilisten überlaufen ist.
mirko
PS: Kannte bis her nur die Schilder dort, auf denen auf die bessere und sicherere Übernachtung auf Campingplätzen hingewiesen wird. Das generelle Campingverbot entlang der E6 in dem Teilstück ist mir nicht bekannt !
ist doch auch Ok wenn Kommunen oder Orte auf ein Campingverbot hinweisen.
Sie erreichen dadurch folgendes: Der Großteil der Reisenden wird auf die Campingplätze fahren, einige werden es ignorieren und sehr wenige (wozu ich mich zähle) werden weiterfahren !
Der eventuell dadurch entstandene Einnahmeverlust ist wahrscheinlich nicht so hoch und wird in Kauf genommen.
Obwohl ich ehrlich gesagt nicht finde das Oppdal so von Wohnmobilisten überlaufen ist.
mirko
PS: Kannte bis her nur die Schilder dort, auf denen auf die bessere und sicherere Übernachtung auf Campingplätzen hingewiesen wird. Das generelle Campingverbot entlang der E6 in dem Teilstück ist mir nicht bekannt !
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Alsterix
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Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Die Entscheidung der Kommune Oppdal besteht meines Wissens bereits seit etlichen Jahren und ebenso lang stehen die Verbotsschilder dort.
Ähnliche Verbote gibt es in einer ganzen Reihe anderer Kommunen.
Das in Oppdal ist insofern von besonderer Bedeutung weil das Verbot hier ausdrücklich die gesamte E6
innerhalb der Grenzen der Kommune umfaßt und das ist dann immerhin ein Straßenstück von ungefähr 60km Länge -
die Kommunen in Norge sind halt oft ein bueschen größer als in Deutschland
!
Darüberhinaus gibts aber landesweit überall Hinweisschilder von Statens Vegvesen auf den Rastplätzen die deutlich auf das Campingverbot hinweisen. Selbstverständlich sind davon neben den Campingplätzen auch solche Anlage ausgenommen wie Heli sie von Larvik beschrieben hat - wenn ausdrücklich Stellplätze für Caravans oder für Wohnmobile ausgewiesen sind und diese einige Zeit kostenfrei genutzt werden dürfen ist das natürlich vollkommen in Ordnung. Weniger Verständnis habe ich persönlich dafür daß man in dem Fall dann schon wieder augenzwinkernd darauf hinweisen muß daß man da natürlich auch länger campieren kann als erlaubt
.
alsterix
Ähnliche Verbote gibt es in einer ganzen Reihe anderer Kommunen.
Das in Oppdal ist insofern von besonderer Bedeutung weil das Verbot hier ausdrücklich die gesamte E6
innerhalb der Grenzen der Kommune umfaßt und das ist dann immerhin ein Straßenstück von ungefähr 60km Länge -
die Kommunen in Norge sind halt oft ein bueschen größer als in Deutschland
Darüberhinaus gibts aber landesweit überall Hinweisschilder von Statens Vegvesen auf den Rastplätzen die deutlich auf das Campingverbot hinweisen. Selbstverständlich sind davon neben den Campingplätzen auch solche Anlage ausgenommen wie Heli sie von Larvik beschrieben hat - wenn ausdrücklich Stellplätze für Caravans oder für Wohnmobile ausgewiesen sind und diese einige Zeit kostenfrei genutzt werden dürfen ist das natürlich vollkommen in Ordnung. Weniger Verständnis habe ich persönlich dafür daß man in dem Fall dann schon wieder augenzwinkernd darauf hinweisen muß daß man da natürlich auch länger campieren kann als erlaubt
alsterix
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. (Erich Fried)
Kultur ist, wenn man aus dem Schädel seines Feindes eine hübsche Trinkschale anfertigt,
Zivilisation, wenn man dafür ins Gefängnis kommt.
Wo gibt`s Høgørøk-Øl ? - http://www.monochrome.com/hogorok
DAS! neue Norwegenforum : http://norwegenforum.foren-city.de email : alsterix@sarpsborg.net
Kultur ist, wenn man aus dem Schädel seines Feindes eine hübsche Trinkschale anfertigt,
Zivilisation, wenn man dafür ins Gefängnis kommt.
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Mirko
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Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hallo,
auch hier hilft gesunder Menschenverstand weiter ! Wenn der Stellplatz fast leer ist, hätte ich auch kein Problem damit länger dort zu stehen ...
Dadurch schade ich niemandem ...
Mir geht es außerdem nicht um campen oder Campingverbot sondern ums Übernachten in Fahrzeugen !
Und das ist eben nicht generell verboten !!
Wenn ich mal aus deinem eigenen Link zitieren darf :
Ved privat veg er det tillatt med mindre grunneieren har forbudt det, og langs offentlig veg såfremt det ikke volder nevneverdig skade eller ulempe. Det er lagt til grunn at disse bestemmelsene også gjelder for bobiler, campingvogner og liknende, og også når disse kjøretøyene parkeres i forbindelse med overnatting.
Grüsse
mirko
auch hier hilft gesunder Menschenverstand weiter ! Wenn der Stellplatz fast leer ist, hätte ich auch kein Problem damit länger dort zu stehen ...
Dadurch schade ich niemandem ...
Mir geht es außerdem nicht um campen oder Campingverbot sondern ums Übernachten in Fahrzeugen !
Und das ist eben nicht generell verboten !!
Wenn ich mal aus deinem eigenen Link zitieren darf :
Ved privat veg er det tillatt med mindre grunneieren har forbudt det, og langs offentlig veg såfremt det ikke volder nevneverdig skade eller ulempe. Det er lagt til grunn at disse bestemmelsene også gjelder for bobiler, campingvogner og liknende, og også når disse kjøretøyene parkeres i forbindelse med overnatting.
Grüsse
mirko
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Das ist ja wohl Erbsenzählerei. Für mich ist eine 10 stündige "Fahrtunterbrechnung" in den Nachtstunden eine Übernachtung. Auch wenn einige Gemeinden hier besondere Regelungen für Wohnmobile getroffen haben (und in Gemeindeverordnungen steht viel Müll drin, in D noch mehr als in Norge) besteht kein konzeptioneller Unterschied zw. Fahrtunterbrechnung eines Womos und eines LkW.Alsterix hat geschrieben: Übernachtungspflicht ??? für LKWs - netter Humbug ; wenn wir schon bei den gesetzlichen Regelungen sind dann bitte richtig - vorgeschrieben werden den LKW-Fahrern Unterbrechungen der Fahrt, punkt.
Grüße aus dem (heute nicht) sonnigen Larvik!
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Kerstin i Norge
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Re: Allemannsretten und Wohnmobil
das hier ist ein Auszug aus dem http://www.campinguiden.no über das Allemannsretten.
Kann ja jeder durchlesen und selbst interpretieren.
Jedermannsrecht:
Im Prinzip können Sie sich in Norwegen überall in der Natur frei bewegen, solange nichts anderes angegeben ist. Unzählige Möglichkeiten, um eine erlebnisreiche Erkundungstour zu machen!
Das Jedermannsrecht ermöglicht es Ihnen, sich in der Natur zu bewegen, d.h. am Strand, im Wald, im Gebirge und in anderen Gebieten, die nicht erschlossen sind. Das gilt allerdings nicht für Autotouristen.
Es ist aber verboten, ohne Genehmigung des Besitzers landwirtschaftliche Nutzflächen zu betreten. Dazu zählen auch Wiesen, Rodungen, Baumschulenfelder und ähnliche Gebiete, wo eine öffentliche Passage dem Besitzer schaden könnte.
Sie müssen sich überall vorsichtig fortbewegen, so dass weder die Natur noch das Eigentum Schaden nehmen. Nehmen Sie Rücksicht auf Tiere und Personen, die sich in dem Gebiet befinden.
Das Jedermannsrecht ist im "Gesetz über das Leben im Freien" vom 28. Juni 1947 festgeschrieben. Das Jedermannsrecht erlaubt, daß man die Natur als Aufenthaltsort frei nutzen und sich der Früchte der Natur bedienen darf, natürlich mit der gebürtigen Rücksichtnahme auf Menschen, Tier- und Pflanzenwelt.
Dafür gibt es ein paar einfache Regeln:
Sich micht dort aufhalten, wo es verboten ist, Naturschutzgebiete respektieren.
Gehen, wenn der Besitzer einen dazu auffordert.
Beim Zelten, Ankern und Schwimmen Abstand zu Häusern und Hütten wahren (mindestens 150 Meter ).
Wenn man sich unsicher ist, lieber vorher fragen.
Keinen Abfall zurücklassen.
Beackertes Land nicht betreten.
Nicht unnötig Weideland betreten, Gatter hinter sich schließen.
Keine Schonungen betreten.
Keine frischen Zweige und Schößlinge abbrechen.
Keine Baumrinden anritzen, kein Holz schlagen, kein Nägel in Bäume schlagen oder Stahlseile um Stämme spannen.
Nicht herumlärmen.
Tiere nicht stören, sich von Nestern, Höhlen und anderen Tierbehausungen fernhalten.
Nicht im Wald Feuer machen. (Vorsichtig mit Feuer umgehen. Feuerstelle erst verlassen, wenn das Feuer vollständig erloschen ist!).
Nur Pflanzen pflücken, die man auch wirklich verzehrt oder gleich in die Vase stellt.
Keine Pflanzen ausgraben.
Keine Pflanzen pflücken oder ausgraben, die unter Naturschutz stehen
Kann ja jeder durchlesen und selbst interpretieren.
Jedermannsrecht:
Im Prinzip können Sie sich in Norwegen überall in der Natur frei bewegen, solange nichts anderes angegeben ist. Unzählige Möglichkeiten, um eine erlebnisreiche Erkundungstour zu machen!
Das Jedermannsrecht ermöglicht es Ihnen, sich in der Natur zu bewegen, d.h. am Strand, im Wald, im Gebirge und in anderen Gebieten, die nicht erschlossen sind. Das gilt allerdings nicht für Autotouristen.
Es ist aber verboten, ohne Genehmigung des Besitzers landwirtschaftliche Nutzflächen zu betreten. Dazu zählen auch Wiesen, Rodungen, Baumschulenfelder und ähnliche Gebiete, wo eine öffentliche Passage dem Besitzer schaden könnte.
Sie müssen sich überall vorsichtig fortbewegen, so dass weder die Natur noch das Eigentum Schaden nehmen. Nehmen Sie Rücksicht auf Tiere und Personen, die sich in dem Gebiet befinden.
Das Jedermannsrecht ist im "Gesetz über das Leben im Freien" vom 28. Juni 1947 festgeschrieben. Das Jedermannsrecht erlaubt, daß man die Natur als Aufenthaltsort frei nutzen und sich der Früchte der Natur bedienen darf, natürlich mit der gebürtigen Rücksichtnahme auf Menschen, Tier- und Pflanzenwelt.
Dafür gibt es ein paar einfache Regeln:
Sich micht dort aufhalten, wo es verboten ist, Naturschutzgebiete respektieren.
Gehen, wenn der Besitzer einen dazu auffordert.
Beim Zelten, Ankern und Schwimmen Abstand zu Häusern und Hütten wahren (mindestens 150 Meter ).
Wenn man sich unsicher ist, lieber vorher fragen.
Keinen Abfall zurücklassen.
Beackertes Land nicht betreten.
Nicht unnötig Weideland betreten, Gatter hinter sich schließen.
Keine Schonungen betreten.
Keine frischen Zweige und Schößlinge abbrechen.
Keine Baumrinden anritzen, kein Holz schlagen, kein Nägel in Bäume schlagen oder Stahlseile um Stämme spannen.
Nicht herumlärmen.
Tiere nicht stören, sich von Nestern, Höhlen und anderen Tierbehausungen fernhalten.
Nicht im Wald Feuer machen. (Vorsichtig mit Feuer umgehen. Feuerstelle erst verlassen, wenn das Feuer vollständig erloschen ist!).
Nur Pflanzen pflücken, die man auch wirklich verzehrt oder gleich in die Vase stellt.
Keine Pflanzen ausgraben.
Keine Pflanzen pflücken oder ausgraben, die unter Naturschutz stehen
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hallo! Ich bin schon seit einiger Zeit stiller Mitleser und fühle mich durch einige Beiträge als Womobesitzer und -fahrer angegriffen. Wir fahren schon einige Jahre mit unserem Womo in den Urlaub (dafür haben wir es gekauft) und verwenden keine Chemie im WC. Bisher wurden wir den Inhalt auch immer auf Campingplätzen oder öffentlichen WC's los. Und die Sache mit dem Müll ist mir ganz unverständlich. Wenn jemand mit dem Zelt loszieht und irgendwo in der Natur übernachtet, hat wahrscheinlich eher ein Problem mit dem Müll, als die Womo's. Denn mir als Womofahrer ist es egal, ob ich den Müll noch 20 oder 50 km weiter mitnehme. Ist man zu Fuß oder als Wildcamper unterwegs, macht sich so eine Strecke mit mehr Balast (Müll) eher bemerkbar.
So, ich möchte auf gar keinen Fall eine neue Diskusion entfachen. Das brannte mir nur auf der Seele.
Bis später
Daniela
So, ich möchte auf gar keinen Fall eine neue Diskusion entfachen. Das brannte mir nur auf der Seele.
Bis später
Daniela
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Julia
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- Registriert: Fr, 07. Feb 2003, 10:40
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Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hallo Daniela,
Du hast sehr recht, was den Müll anbelangt. Aber nicht einmal für Wanderer sollte Müll ein Problem sein, denn er wird ja nur mehr, wenn andere Dinge im Rucksack weniger werden. verpackungen wiegen weniger und sind leichter als vorher, wo noch der Inhalt drin war. Es gibt für Müll in der Natur / am Strassenrand hinterlassen sowieso NIE eine Entschuldigung.
Trotzdem gibt es leider genügend Menschen (und da rechne ich auch die Norweger mit ein), die das anders sehen, und die Colaflasche einfach aus dem Fenster werfen oder die Abfalltüte nach dem Hüttenaufenthalt neben den vollen Container stellen, statt sie noch ein Stück weiter oder nach Hause mitzunehmen.
Es ist nicht abzustreiten, dass das Wildcampen im Womo entlang einzelner Strecken problematisch geworden ist. Wenn man also unterwegs an "Camping forbudt"-Schildern vorbeikommt, so hat das schon seinen Grund. Solange sich alle (auch die, die eben mal einen Notstops zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit machen) rücksichtsvoll verhalten, sollten da keine Probleme entstehen.
Es ist halt schade, dass einige Pappnasen immer für alle anderen alles mit kaputtmachen. Und es ist schade, dass PKW- und Womo-Fahrer immer so frech auf das Jedermannsrecht pochen, wo es streng genommen für sie noch nicht mal gilt.
Du hast sehr recht, was den Müll anbelangt. Aber nicht einmal für Wanderer sollte Müll ein Problem sein, denn er wird ja nur mehr, wenn andere Dinge im Rucksack weniger werden. verpackungen wiegen weniger und sind leichter als vorher, wo noch der Inhalt drin war. Es gibt für Müll in der Natur / am Strassenrand hinterlassen sowieso NIE eine Entschuldigung.
Trotzdem gibt es leider genügend Menschen (und da rechne ich auch die Norweger mit ein), die das anders sehen, und die Colaflasche einfach aus dem Fenster werfen oder die Abfalltüte nach dem Hüttenaufenthalt neben den vollen Container stellen, statt sie noch ein Stück weiter oder nach Hause mitzunehmen.
Es ist nicht abzustreiten, dass das Wildcampen im Womo entlang einzelner Strecken problematisch geworden ist. Wenn man also unterwegs an "Camping forbudt"-Schildern vorbeikommt, so hat das schon seinen Grund. Solange sich alle (auch die, die eben mal einen Notstops zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit machen) rücksichtsvoll verhalten, sollten da keine Probleme entstehen.
Es ist halt schade, dass einige Pappnasen immer für alle anderen alles mit kaputtmachen. Und es ist schade, dass PKW- und Womo-Fahrer immer so frech auf das Jedermannsrecht pochen, wo es streng genommen für sie noch nicht mal gilt.
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Dann wirds Zeit aus der Verdeckung zu kommen und und für Womo-Fahrer Partei zu ergreifen.Daniela hat geschrieben: Ich bin schon seit einiger Zeit stiller Mitleser und fühle mich durch einige Beiträge als Womobesitzer und -fahrer angegriffen.
Ich habe vor rund einer Woche eine Fahrt auf der R7 nach Bergen gemacht. In der Hardangervidda habe ich entlang der Straße rund ein Dutzend übernachtende Womos gesehen. Durchweg standen diese auf den reichlich vorhandenen Rast-/Park- oder Winterdienstwendestellen. Anzahl der gesehenen Campingstühle: 0. Anzahl der Plantschbecken: 0. Mülldepos: 0.
Dabei ist mir diese Debatte hier durch den Kopf gegangen und ich habe mich gefragt: Wen stören diese Womos mitten in der Pampa? Mich auf jeden Fall nicht.
Gruß aus dem sonnigen Larvik!
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hallo zusammen,
wenn wir unseren VW-Bus irgendwo, wo parken erlaubt aber Womo-Übernachtung verboten ist, abstellen und von dort z.B. im Gebirge oder im Wald wandern gehen (und auch dort zelten), bekommen wir dann Probleme, weil der VW-Bus strenggenommen ein Wohnmobil ist (Aufstelldach und Campingeinrichtung)? Mit Kanu auf dem Dach (d.h. Aufstelldach eingeklappt) und unbewohntem Bus ist ja eigentlich für jede Kontrolle offensichtlich, daß wir nicht drin schlafen? Oder suchen die Kontrollen nur allgemein nach den Riesen-Wohndosen, deren Insassen häufig bis direkt zum Wasserfall fahren wollen, ohne den Satelliten-Kontakt zum Sat1-Glücksrad zu verlieren?
Zum Thema "Womofahrer lassen kein Geld im Land" meine 2 Cents: Wieviel Geld lassen eigentlich die Skandinavier in Deutschland, die Sommer wie Winter unsere Autobahnen von Nord bis Süd als Rennstrecke benutzen, um zum Skifahren oder ans Mittelmeer zu kommen? Das sind streng genommen nicht einmal "unsere" Besucher im eigentlichen Sinne und trotzdem freue ich mich über jeden, der da kommt und halte nicht jedem meine mitfinanzierende Steuererklärung ins Gesicht....
)
Ich kaufe, bin ich mit dem Bulli in N unterwegs, immerhin Lebensmittel, zahle für Restaurantbesuche, Sprit, Andenken, Klamotten, zahle Fährgebühren für jede Menge Fähren (die ohne Tourismus zumindest z.T. überhaupt nicht existieren würden, den Norwegern aber auch im Winter das Leben erleichtern), nehme bezahlte Führungen, Touren etc. in Anspruch. Ich mache nichts kaputt, reiße keine Blumen aus, zahle für die WC-Entsorgung (unser Porta-Potti kriegt übrigens keine Chemie), fahre nicht über Moose und Flechten oder sonst abseits von Wegen.....
Da bleibt vermutlich mehr im Land als durch Pauschaltouristen, die 100% des Reisepreises bei der TUI abliefern, die dann pakistanische Hilfskräfte im norwegischen Hotel-Service beschäftigt....
Dankbar wäre ich immer noch für Tips, was ich eigentlich sinnvollerweise mache, wenn ich allerdings jemals jemand erwische, der sein Chemieklo in die Pampa kippt oder seinen Müll in die Gegend schleudert.... Ich kann mich (i) aufregen und (ii) rumhüpfen wie ein Gummimännchen und (iii) den Kerl anbrüllen, aber kann ich ihn anzeigen? Wo? Die norwegische Polizei wird wohl desinteressiert sein an Womo XX-YY 1234 aus Land Z, das sie sowieso nie zu fassen kriegen, oder?
Danke, Grüße
Chris
webmaster http://www.detroitinfo.de
wenn wir unseren VW-Bus irgendwo, wo parken erlaubt aber Womo-Übernachtung verboten ist, abstellen und von dort z.B. im Gebirge oder im Wald wandern gehen (und auch dort zelten), bekommen wir dann Probleme, weil der VW-Bus strenggenommen ein Wohnmobil ist (Aufstelldach und Campingeinrichtung)? Mit Kanu auf dem Dach (d.h. Aufstelldach eingeklappt) und unbewohntem Bus ist ja eigentlich für jede Kontrolle offensichtlich, daß wir nicht drin schlafen? Oder suchen die Kontrollen nur allgemein nach den Riesen-Wohndosen, deren Insassen häufig bis direkt zum Wasserfall fahren wollen, ohne den Satelliten-Kontakt zum Sat1-Glücksrad zu verlieren?
Zum Thema "Womofahrer lassen kein Geld im Land" meine 2 Cents: Wieviel Geld lassen eigentlich die Skandinavier in Deutschland, die Sommer wie Winter unsere Autobahnen von Nord bis Süd als Rennstrecke benutzen, um zum Skifahren oder ans Mittelmeer zu kommen? Das sind streng genommen nicht einmal "unsere" Besucher im eigentlichen Sinne und trotzdem freue ich mich über jeden, der da kommt und halte nicht jedem meine mitfinanzierende Steuererklärung ins Gesicht....
Ich kaufe, bin ich mit dem Bulli in N unterwegs, immerhin Lebensmittel, zahle für Restaurantbesuche, Sprit, Andenken, Klamotten, zahle Fährgebühren für jede Menge Fähren (die ohne Tourismus zumindest z.T. überhaupt nicht existieren würden, den Norwegern aber auch im Winter das Leben erleichtern), nehme bezahlte Führungen, Touren etc. in Anspruch. Ich mache nichts kaputt, reiße keine Blumen aus, zahle für die WC-Entsorgung (unser Porta-Potti kriegt übrigens keine Chemie), fahre nicht über Moose und Flechten oder sonst abseits von Wegen.....
Da bleibt vermutlich mehr im Land als durch Pauschaltouristen, die 100% des Reisepreises bei der TUI abliefern, die dann pakistanische Hilfskräfte im norwegischen Hotel-Service beschäftigt....
Dankbar wäre ich immer noch für Tips, was ich eigentlich sinnvollerweise mache, wenn ich allerdings jemals jemand erwische, der sein Chemieklo in die Pampa kippt oder seinen Müll in die Gegend schleudert.... Ich kann mich (i) aufregen und (ii) rumhüpfen wie ein Gummimännchen und (iii) den Kerl anbrüllen, aber kann ich ihn anzeigen? Wo? Die norwegische Polizei wird wohl desinteressiert sein an Womo XX-YY 1234 aus Land Z, das sie sowieso nie zu fassen kriegen, oder?
Danke, Grüße
Chris
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Kerstin i Norge
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Re: Allemannsretten und Wohnmobil
@bei den Wintersportlern aus Skandinavien sind dann wohl eher die Flachlandtiroler aus DK gemeint, denn die meisten Norweger haben im eigenen Land genügend Skipisten....aber egal. Und die meisten Dänen fahren auch nach Norwegen zum Skifahren. Streckenbedingt. Ein Münchner wird wohl den Winterurlaub auch eher in der näheren Nachbarschaft verbringen.
In Sachen "was gemacht wird" bei Klo ausschütten...
Mir wurde schon berichtet, wie ein Busfahrer aus D, der das Klo in den Graben entleerte, folgende Aufgabe bekam : Schaufel es mit den Händen wieder zurück !!! Kein Joke, die Polizei stand daneben.
lg
Kerstin
In Sachen "was gemacht wird" bei Klo ausschütten...
Mir wurde schon berichtet, wie ein Busfahrer aus D, der das Klo in den Graben entleerte, folgende Aufgabe bekam : Schaufel es mit den Händen wieder zurück !!! Kein Joke, die Polizei stand daneben.
lg
Kerstin
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hei,
mein Bankberater macht eine ab morgen eine Fahrradtour von Regensburg nach Wien. Und jetzt sag einer mal die Norweger machen keinen Urlaub auf dem Kontinent, weil man ja auch in Norwegen Radfahren kann...
Aber ich sehe es wie ChrisK. Ist doch schön wenn andere Nationen unser gut ausgebautes Autobahnnetz nutzen. Ist doch gut für die Völkerverständigung.
Falls die Norweger tatsächlich Kontrollen aussenden um Womos zu jagen, wäre das ja fast ein Grund zum Auswandern...
Gruß aus dem sonnigen Larvik!
mein Bankberater macht eine ab morgen eine Fahrradtour von Regensburg nach Wien. Und jetzt sag einer mal die Norweger machen keinen Urlaub auf dem Kontinent, weil man ja auch in Norwegen Radfahren kann...
Aber ich sehe es wie ChrisK. Ist doch schön wenn andere Nationen unser gut ausgebautes Autobahnnetz nutzen. Ist doch gut für die Völkerverständigung.
Soweit ist es schon in dieser Diskussion gekommen. Ich denke es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Parken und Campen. Und was Du beschreibst ist Parken.ChrisK hat geschrieben: Mit Kanu auf dem Dach (d.h. Aufstelldach eingeklappt) und unbewohntem Bus ist ja eigentlich für jede Kontrolle offensichtlich, daß wir nicht drin schlafen?
Falls die Norweger tatsächlich Kontrollen aussenden um Womos zu jagen, wäre das ja fast ein Grund zum Auswandern...
Gruß aus dem sonnigen Larvik!
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Kerstin i Norge
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Re: Allemannsretten und Wohnmobil
@Heli
ich hab geschrieben" die meisten Norweger machen Skiurlaub im eigenen Lande". Nicht "kein Norweger fährt durch Deutschland" ...aber ist ja egal.
ich hab geschrieben" die meisten Norweger machen Skiurlaub im eigenen Lande". Nicht "kein Norweger fährt durch Deutschland" ...aber ist ja egal.
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hei Chris,ChrisK hat geschrieben:wenn wir unseren VW-Bus irgendwo, wo parken erlaubt aber Womo-Übernachtung verboten ist, abstellen und von dort z.B. im Gebirge oder im Wald wandern gehen (und auch dort zelten), bekommen wir dann Probleme, weil der VW-Bus strenggenommen ein Wohnmobil ist
zum Thema Jedermannsrecht wurde bereits schon einiges, teilweise aber auch Mißverständliches ausgeführt. Aus aktuellem Anlaß deshalb nochmals die Verbindung zwischen Regeln im Jedermannsrecht in Sachen Übernachtung nicht Camping im Außenbereich (sogenanntes Freistehen)
Zitat:
Regler som har betydning for bruk av bobiler og campingvogner finnes flere steder i lovverket, og sorterer under forskjellige departementer. Bestemmelser i friluftsloven, plan- og bygningsloven, motorferdselloven, vegtrafikkloven og forurensningsloven har betydning. Friluftsloven omhandler ikke direkte verken campingvogner eller bobiler
oder auch hier:
Zitat:
Friluftsloven omhandler ikke direkte verken campingvogner eller bobiler. Som det framgår under 3.2.5 foran, er det etter friluftslovens § 4 tillatt å parkere kjøretøyer i utmark langs vegene. Ved privat veg er det tillatt med mindre grunneieren har forbudt det, og langs offentlig veg såfremt det ikke volder nevneverdig skade eller ulempe. Det er lagt til grunn at disse bestemmelsene også gjelder for bobiler, campingvogner og liknende, og også når disse kjøretøyene parkeres i forbindelse med overnatting
Also zusammengefaßt auf Deutsch: Im Außenbereich und im Jedermannsrecht sind keine spezifischen Regelungen für Wowas und Womos enthalten. Man verweist vielmehr auf entsprechende Ermächtigungen von Ländern und Gemeinden hier im Bedarfsfalle ggf. aktiv zu werden (beschildern).
Im Außenbereich ist es demnach generell zulässig, überall zu parken. Ausnahmen: Privatgelände, anderweitige Beschilderungen oder es käme hierbei zu Schädigungen und Beeinträchtigungen der Natur. Dies gilt explicit auch für Womos und Wowas, die beispielsweise und ausdrücklich zum Zwecke der Übernachtung parken.
Das Campen (übernachten in Zelten bzw. im Freien) ist nach dem Allemannsretten hingegen nur für Wanderer zulässig.
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Hallo ChrisK.
Auch auf Parkplätzen, auf denen das Übernachten für Womo's verboten ist, dürfen diese "Parken". Mit dem Womo darf man auf jedem Parkplatz (ohne Zusatzschild PKW) "Parken" - nur eben machmal nicht übernachten. Und zum Parken zählt für mich auch die Pause, die man z.B. Mittags macht und sein Mittagessen verzehrt, egal, ob nun PKW, VW-Bus oder Wohnmobil. Es würde doch auch niemand auf die Idee kommen, PKW-Fahrern oder/und -Insassen zu verbieten, sich in Ihr Auto zu sezten und dort zu essen - oder?
Ich glaube aber, was die meisten stört (und das zurecht), sind gar nicht die Womo's auf den Parkplätzen, sondern die "Mitbürger", welche sich einfach mit einem motorisierten Gefährt irgendwo in die Natur stellen und dabei Pflanzen usw. zerstören.
Einen schönen Tag noch
Daniela
Auch auf Parkplätzen, auf denen das Übernachten für Womo's verboten ist, dürfen diese "Parken". Mit dem Womo darf man auf jedem Parkplatz (ohne Zusatzschild PKW) "Parken" - nur eben machmal nicht übernachten. Und zum Parken zählt für mich auch die Pause, die man z.B. Mittags macht und sein Mittagessen verzehrt, egal, ob nun PKW, VW-Bus oder Wohnmobil. Es würde doch auch niemand auf die Idee kommen, PKW-Fahrern oder/und -Insassen zu verbieten, sich in Ihr Auto zu sezten und dort zu essen - oder?
Ich glaube aber, was die meisten stört (und das zurecht), sind gar nicht die Womo's auf den Parkplätzen, sondern die "Mitbürger", welche sich einfach mit einem motorisierten Gefährt irgendwo in die Natur stellen und dabei Pflanzen usw. zerstören.
Einen schönen Tag noch
Daniela
Re: Allemannsretten und Wohnmobil
Es dürfte zunächst abzuwarten sein, ob die streckenweise ausgesprochenen Verbote Wirkung zeigen. Ist dies der Fall, dürfte keine weitere Verschärfung zu befürchten sein.
Ist dies nicht der Fall, wird man sich wohl nicht auf eine feinsinnige Diskussion einlassen wollen, was denn nun Parken ist und was der einzelne unter Camping versteht. Es wird dann flächendeckend damit zu rechnen sein, was ich vor zwei Jahren erstmals in Norwegen gesehen habe. Ausdrückliche Parkverbote für Womos und zeitweilige Parkverbote in der Regel zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr. Diese Verbote dürften dann ausreichend sein, um das Problem in den Griff zu bekommen. Dann kann man im Einzelfall noch darüber diskutieren, was denn nun ein Womo ist.
Das Ergebnis ist dann sehr unangenehm für die Reisenden, die tatsächlich nur eine Pause machen wollen. Die kann man dann an der nächsten Tankstelle machen
Aber wenn es anders nicht geht
Gruß
Thies

Ist dies nicht der Fall, wird man sich wohl nicht auf eine feinsinnige Diskussion einlassen wollen, was denn nun Parken ist und was der einzelne unter Camping versteht. Es wird dann flächendeckend damit zu rechnen sein, was ich vor zwei Jahren erstmals in Norwegen gesehen habe. Ausdrückliche Parkverbote für Womos und zeitweilige Parkverbote in der Regel zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr. Diese Verbote dürften dann ausreichend sein, um das Problem in den Griff zu bekommen. Dann kann man im Einzelfall noch darüber diskutieren, was denn nun ein Womo ist.
Das Ergebnis ist dann sehr unangenehm für die Reisenden, die tatsächlich nur eine Pause machen wollen. Die kann man dann an der nächsten Tankstelle machen
Aber wenn es anders nicht geht
Gruß
Thies
