Grønn Demon hat geschrieben:Tja, Erdmænnchen, du hast ja so ungefähr gelesen, was mir gefällt, mach doch mal einen Vorschlag

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Bin gerade mit einem Freund die S-Klasse mit seines Vaters (Vollausstattung) gefahren, nettes Gefühl

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Mmmhh... möglicherweise könnte ich dir einen 560 SE von 1987 vermitteln, der ist auf deutschen Straßen bei ruhiger Fahrweise kaum unter 12 Liter zu bringen. Aber in Norwegen ist das ja egal, wenn man nur 80 fährt, ist er vielleicht auch schon mit weniger als 10 Litern zufrieden.
Mal im Ernst, wenn sich ein schöner gebrauchter Audi finden läßt, wäre ich dem nicht abgeneigt. Ein Audi 100 der Baujahre 1988 bis 1990 als 2.3 Fünfzylinder mit quattro und einigen bestimmten Extras. Das Auto ist langstreckentauglich für 4 Personen, kann, wenn damals als Extra bestellt wurde, eine Ausstattung haben, die heute ein Kompaktwagen hat (eFH, Airbags, Gurtstraffer, ZV, Klimaautomatik, Sitzheizung etc.). Als quattro hat er Allradantrieb und der 2.3-Motor ist eigentlich unkaputtbar. Einziger Nachteil ist der Zahnriemen, der nicht wartungsfrei ist. Dafür kann man den Motor auf EU2 aufrüsten und der Motorsound des Fünfzylinders ist klasse! Das Auto ist vollverzinkt und wenn kein Unfallschaden vorliegt, rostet das Auto so gut wie nicht. Die Modelle ab 1988 haben neues Cockpit bekommen, das mir persönlich auch heute noch sehr gut gefällt. Außerdem bietet diese Generation noch den Vorteil, daß man trotz der damals modernen Ausstattung als Fahrer noch der "Herr im Hause" ist. ABS (bei quattro serienmäßig) läßt sich ausschalten, das Hinterachsdifferential manuell sperren, wenn er Zusatzinstrumente (Sonderausstattung) hat, gibt es sogar eine Öltemperaturanzeige (ich verstehe nicht, warum ausgerechnet diese Anzeige für kaum ein modernes Auto mehr lieferbar ist).
Mit Abstrichen gilt dies auch für spätere Versionen des Audi 100 (C4) bzw. für den Audi 80/90, wobei der kleinere Audi 80 auch mit kleineren Motoren lieferbar war.
Nett zu fahren ist natürlich auch ein BMW 3er (vorzugsweise mit Reihensechser). Die E36-Generation hat eine Gewichtsverteilung von nahezu 50:50 und läßt sich mit dem Heckantrieb daher sehr handlich fahren. In verschneiten Kurven muß man halt etwas aufpassen, aber wenn man richtig fahren kann, kann man mit dem Gaspedal lenken.

Was mich bei einem gebrauchten (mind. 10 Jahre alt) schwarzen 3er BMW am meisten stören würde, sind die Leute, die solch ein Auto fahren. Zumal man bei Gebrauchten viele verbastelte bekommt (würde mich extremst stören) und fraglich ist, ob der/die Vorbesitzer den Motor erst warmgefahren haben, bevor er getreten wurde. Gerade der typischen E36-Klientel traue ich das am wenigsten zu.
Oder, bleiben wir mal bei einem Allradauto, man suche einen Golf 3 syncro. Mit 90 PS wohl noch am ehesten als Anfängerauto geeignet und falls Allrad nicht zwingend notwendig sein sollte, dann eben als Frontkratzer. Wobei ich grundsätzlich darauf achten würde, daß das Auto schon ABS hat. Ein allradgetriebener Golf 3 hat immer ABS, der Rest erst ab 1996, davor wurde es für die normalen Modelle kaum geordert und ist entsprechend selten zu finden.
Nachteil dieser 3 Fahrzeuge ist aber, daß sie allesamt eher wertstabil sind und die Autos in deinem Preisrahmen eher älter und/oder schon deutlich mehr km gelaufen sind als so mancher Exot.
sirkelsagmannen hat geschrieben:
@erdmännchen: du hast in allem recht. dennoch möchte ich zu den turbos hinzufügen, daß ein vernünftig gefahrener turbo (zumindest die von saab) es auf höhere laufleistungen bringt, als ein sauger, aufgrund der tatsache, daß ein turbo aufgrund seines hohen drehmomentes mit geringeren drehzahlen gefahren wird.
Kommt darauf an. Es gibt ja Turbos mit eher geringem Leistungsplus gegenüber dem Sauger, auf dem er basiert (und damit eher geringer Aufladung) und es gibt Turbos, die eine schon wahnsinnige Literleistung haben. Unabhängig davon ist die Fahrweise aber stärker entscheidend als bei einem Sauger, der ist einfach unempfindlicher was warm-/kaltfahren betrifft und stellt höhere Ansprüche ans Öl. Neben dem hohen Drehmoment kann ein Turbomotor aber auch sehr drehfreudig sein, was dann auch mal ausgenutzt wird. Und wenn ein Auto immer über die BAB gejagt wird, wird er eben in hohen Drehzahlbereichen gefahren, daran ändert auch eine füllige Drehmomentkurve primär wenig. Anders sieht es da im Stadtverkehr aus, da kann man sehr ruhig fahren und das Drehmoment nutzen. Einigen wir uns darauf, daß der typische SAAB-Fahrer ruhiger und besonnener fährt als der typische E36-in-schwarz-Fahrer.
Ein hohes Drehmoment ansich kann prinzipell auch von Nachteil sein, wenn das Getriebe nicht dafür ausgelegt ist.