Hallo zusammen,
da ich zu meinem Thema online und anderweitig teils widersprüchliche Infos finde und bekomme, würde ich mich über euer geballtes Wissen freuen! Ich habe vor, in Norwegen ein kleines Ferienhaus zu kaufen, blicke aber nicht durch, inwieweit man als Deutscher vor Ort in Norwegen finanzieren kann bzw. wie die Vorgehensweise ist. Ich halte es jetzt erstmal so global, freue mich über jede Info hierzu - danke!
Martin
Finanzierung in Norwegen
Re: Finanzierung in Norwegen
Hallo Martin,
sofern man kein Einkommen in NOK hat oder einer Norwegischen Bank Sicherheiten bieten kann, die diese verwerten kann, wird man im Normalfall keinen Kredit einer Norwegischen Bank erhalten. Die Zeiten von Blankokrediten sind leider oder auch zum Glück vorbei.
Auch Norwegische Banken können sich Regularien nicht entziehen und müssen, sofern diese kein schlechtes Rating erhalten wollen gewisse Kriterien bei der Kreditvergabe beachten. Das sind eben Sicherheiten oder Einkommen in NOK.
Davon etwas ausgenommen sind Konsumkredite. Aber mit einem Konsumkredit wird man nicht weit hüpfen.
Ganz abgesehen davon wäre mir das Risiko zu hoch ein Einkommen in EUR zu haben und einen Kredit in NOK zu bedienen. Bei solchen Sachen haben sich schon einige Privatleute, aber auch Unternehmen und Gemeinden die Finger verbrannt. Auch ein Grund, warum das Banken heute in der Regel nicht mehr machen.
lG, Michael
sofern man kein Einkommen in NOK hat oder einer Norwegischen Bank Sicherheiten bieten kann, die diese verwerten kann, wird man im Normalfall keinen Kredit einer Norwegischen Bank erhalten. Die Zeiten von Blankokrediten sind leider oder auch zum Glück vorbei.
Auch Norwegische Banken können sich Regularien nicht entziehen und müssen, sofern diese kein schlechtes Rating erhalten wollen gewisse Kriterien bei der Kreditvergabe beachten. Das sind eben Sicherheiten oder Einkommen in NOK.
Davon etwas ausgenommen sind Konsumkredite. Aber mit einem Konsumkredit wird man nicht weit hüpfen.
Ganz abgesehen davon wäre mir das Risiko zu hoch ein Einkommen in EUR zu haben und einen Kredit in NOK zu bedienen. Bei solchen Sachen haben sich schon einige Privatleute, aber auch Unternehmen und Gemeinden die Finger verbrannt. Auch ein Grund, warum das Banken heute in der Regel nicht mehr machen.
lG, Michael
Re: Finanzierung in Norwegen
Hi Michael,
danke dir für die Erläuterung, mit der kann ich schon was anfangen! Unterm Strich bestätigt sie meine Meinung bis hierher: Idealerweise in der genannten Konstellation den gesamten Kaufpreis auf einmal begleichen.
Danke nochmal!
Martin
danke dir für die Erläuterung, mit der kann ich schon was anfangen! Unterm Strich bestätigt sie meine Meinung bis hierher: Idealerweise in der genannten Konstellation den gesamten Kaufpreis auf einmal begleichen.
Danke nochmal!
Martin
Re: Finanzierung in Norwegen
Eine Frage hinterher: Ist die Regelung zu Pachtgrundstücken vergleichbar mit der in Deutschland, nicht zuletzt was Modalitäten angeht, sollte der Pächter irgendwann einmal nicht verlängern wollen?
Grüße!
Martin
Grüße!
Martin
Re: Finanzierung in Norwegen
Wie ist "die Regelung" zu Pachtgrundstücken in Deutschland? Da gibt es doch viele Möglichkeiten zur Ausgestaltung eines Pachtverhältnisses.
Grüße Gudrun
Grüße Gudrun
Re: Finanzierung in Norwegen
Das mag sein, aber v.a. geht es am Ende immer um die Frage: Was passiert, wenn die Pacht ausläuft, der eigene Wert aber (das Haus) eben auf dem Grundstück steht? Muss der Verpächter dann ein marktgerechtes Angebot machen?
Re: Finanzierung in Norwegen
Kommt drauf an, was im Pachtvertrag steht - wenigstens ist das in Deutschland so.MartinDro hat geschrieben:Muss der Verpächter dann ein marktgerechtes Angebot machen?
Grüße Gudrun
Re: Finanzierung in Norwegen
Das Risiko lässt sich doch recht einfach absichern.norwegian hat geschrieben: Ganz abgesehen davon wäre mir das Risiko zu hoch ein Einkommen in EUR zu haben und einen Kredit in NOK zu bedienen. Bei solchen Sachen haben sich schon einige Privatleute, aber auch Unternehmen und Gemeinden die Finger verbrannt. Auch ein Grund, warum das Banken heute in der Regel nicht mehr machen.
Die Krone ist nicht volatil, sondern nur schwach über die letzten 10 Jahren. Tiefststand war ca. 1:7,5, Höchststand war ca. 1:10 (ist es auch aktuell).
Also würde ich den Kauf rechnerisch mit 1:8 finanzieren und überprüfen, ob ich mir das leisten kann. Alles was ich weniger bei 1:8 oder besser (aktuell 1:10) zahlen muss, fließt in eine Sondertilgung (bei flexiblem Zinssatz sehr einfach) oder Ansparung. Wenn dann Kursgefahr von unter 1:8 droht, kann ich immer noch in Ruhe reagieren und habe Polster.