auswandern mit Familie?

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philine
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auswandern mit Familie?

Beitrag von philine »

Hallo, ich bin neu hier und erhoffe mir ein paar Ratschläge und Erfahrungen zwecks des Themas auswandern.
Mein Mann arbeitet seit zwei Jahren in Kristiansand als Zimmermann. Da wir dieses Jahr unser zweites Kind bekommen haben, nutze ich die Elternzeit um Norwegen besser kennen zu lernen. Momentan sind wir das 2. Mal hier und es stellt sich für mich immer mehr die Frage, ob ich nicht mit den Kindern hier bleiben soll?
Einerseits kann ich mir ein Leben hier in Norge vorstellen aber andererseits ist da die vertraute Heimat, die Familie und Freunde, soll man das alles aufgeben?? Die Kinder sehen nur noch selten die Omas und Opas und auch mir würde dieser gewagte Schritt einiges abverlangen, da ich ein familienmensch bin. Andererseits kann unser Nomadenleben so auch nicht weiter gehen, teilweise sehen die Kinder ihren Papa wochelang nicht.
Wer hat denn schon Erfahrungen gemacht mit Familie auszuwandern, wie hat der Neustart geklappt, was muß man alles beachten wegen der Kinder, Versicherungen, Finanzen usw. Wie hat die Familie darauf reagiert? Wie habt ihr Euch eingelebt??
ich weiß Fragen über Fragen, aber ich bin momentan hien und her gerissen...
Hoffe mir kann wer weiterhelfen! Danke
Dirk i norge
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Dirk i norge »

Hallo...
Willkommen im Forum. Ich denke, du bist hier richtig aufgehoben wenn es um das Thema Auswandern nach Norge geht.
philine hat geschrieben: Wer hat denn schon Erfahrungen gemacht mit Familie auszuwandern
Das Forum ist voll von Menschen die diesen Schritt bereits gemacht haben. Einge erst vor kurzer Zeit und andere vor vielen Jahren....
Ich bin mir sicher, daß du auf deine Fragen auch Antworten bekommen wirst...
Tammo
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Tammo »

Hei philine,
wir waren in einer ähnlichen Situation, allerdings habe ich meine Familie ( meine Frau und damals 2 Kinder) schon nach 3 Monaten nachgeholt.
Die Kinder haben sich recht schnell eingewöhnt (damals 1,5 und 3,5 Jahre alt). Ein großer Fehler war, dass wir keine norweg. Sprachkenntnisse hatten. Das bedeutete, dass der Älteste im ersten Jahr nicht in den Kindergarten konnte, da meine Frau keinen Job ohne Sprachkenntnisse bekommen hatte und der Kiga, je nach Region 2000,- Kr. kostet. Auch wenn du es hier im Forum immer wieder lesen kannst, ich schreib es einfach nocheinmal, du solltest zumindest Grundkenntnisse der norweg. Sprache haben, das erleichtert die Angelegenheit ungemein!!
Wir haben Versicherungen usw. zu Beginn noch in D laufen lassen, da wir uns nicht ganz sicher waren, ob wir dauerhaft in N durchhalten.
Mit der Familie (Opas und Omas usw.) haben wir zwar nicht mehr so häufigen Kontakt, aber er ist, wenn sie oder wir uns gegenseitig besuchen viel intensiver. Und Möglichkeiten mit z.B. skype gibt es ja auch noch...
Denkt an die "Autogeschichte" (Einführen oder hier kaufen...), das hat auch einige Nerven und vor allem viel Geld gekostet!
Es gibt noch einige Sachen, die zu bedenken sind und mir nicht einfallen, aber du kannst hier im Forum einfach mal nachlesen...

Auf gutes Gelingen
Tammo
Barney Bär
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Barney Bär »

grundsætzlich leben sich die kinder gut ein, fuer die ist norwegen ein paradies. :D selbst, wenn sie schon in der schule sein sollten, klappt der uebergang i.d.r. recht reibungslos. die entscheidung bzgl. des rests der familie kann dir aber wohl niemand abnehmen. aus der welt seid ihr aber nicht, es gibt viele schøne møglichkeiten eine besuchsreise mit einem kurzurlaub zu verbinden. da du derzeit eh zu hause bist schliesse ich mich tammo an: nutze die zeit fuer die sprache, es gibt gute lehrwerke auch zum selbststudium, wenns mit kurs nicht hinhauen sollte.

wir sind mit fuenf kindern gegangen, aber wie gesagt, das muesst ihr fuer euch abwægen.
Tina&Kei
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Tina&Kei »

Hallo Philine und herzlich Willkommen im Forum!

Was man ja oft hört, ist der Spruch :Warum haben wir den Schritt nicht schon früher gemacht!
Klar, man kann ihn evtl nicht auf alle beziehen! Ich denke aber, dein Mann ist doch schon lange dort, kennt sich schon etwas aus und beherrscht evtl auch die Sprache schon. Wenn hier in D dein/euer Lebensunterhalt gesichert ist, hast du keine Eile. Ob du jetzt gehst oder evtl in einem halben Jahr. Du hast evtl etwas Zeit, dir die Grundkenntnisse der Sprache per PC-Programm hier anzueignen. Klar wird das viel mit einem Kind und einem Baby. Aber vielleicht bleibt dir in den "Verschnaufpausen" die Muse, ein wenig zu lernen.

Für die Kinder ist Norwegen, denke ich zumindest, die bessere Alternative. Sie werden dort mehr gefördert. Ich finde das Schulsystem in den Skandinavischen Ländern allemal besser als das deutsche! Jeder hat die gleichen Chancen, was hier definitiv nicht so ist! Wenn man einige Jahre in die Zukunft blickt.........

Ich persönlich.....und das ist MEINE Meinung.......würde in D keine Kinder zur Welt bringen wollen. Ich überlege sowas schon immer wieder die letzten Jahre. Was haben Kids/Jugendliche hier noch für Chancen? So, wie es zu unseren/meiner Zeit war, ist es nicht mehr. Ich konnte noch zwischen Lehrstellen wählen.
Bitte nicht falsch verstehen....ist nichts gegen euch/dich. Ich sehe nur an eingen Familienmitgliedern, die hier ihre Schule zu Ende gebracht haben und keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz haben. Sie müssen zum Teil auch weg ziehen. Mein Patenkind, er ist 18, zieht nun 480km weit weg....wegen einem Ausbildungsplatz. Das ist das traurige, aber realistische Bild hier in D. Und es wird sicher die nächsten Jahre nicht besser!

Ich sehe es bei Freunden in Norge....eine ganz andere Position. Dort herrscht nicht die Frage, welchen Schulabschluß die Kids haben. Klar, auch die müssen evtl einige KM weit weg, um eine Fachschule, der Ausbildung wegen, besuchen. Aber dort ist die Aussicht auf einen Job für die Kids noch etwas anders. Das liegt bei euch ja noch in weiser Zukunft, aber für mich wäre das einen Gedankengang wert.

Dein Mann ist dort, du hast mit den Kids schon ein "Standbein". Ihr geht ja nicht ohne Job und Unterkunft dort hin. Die Grundkenntnisse der Sprache kannst du hier schon etwas lernen und vor Ort dann vertiefen.
Deine Familie hier!? Sie können euch doch besuchen!? Brauchen Kinder eher ihren Vater oder die Großeltern und Onkeln/Tanten?

Und, für das Geld, was ihr hier in D sparen könnt, wegen doppelter Belastungen, machen den Umzug nach einer Zeit auch wett!

Letztendlich möchte ich einfach nur sagen....Macht den Schritt. Auf was warten? Hat dein Mann Aussicht, hier in D wieder einen Job zu finden? Will er wieder zurück? Wenn du die letzten beiden Fragen mit NEIN beantwortest, ist die Antwort schon gefunden! (Meine Meinung!)

LG Tina
pw1
Beiträge: 82
Registriert: Do, 06. Aug 2009, 14:29

Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von pw1 »

Hallo Philine,
ich finde den Beitrag von Tina total gut. Auf was warten?
Deine Familie ist Dein Mann und Deine Kinder, die haben zunächst Priorität. Mit allem anderen kann man sich arangieren. Wenn Dein Mann bereits Fuß gefasst hat ist es für Euch doch etwas leichter.
Ich bin zwar auch erst kurz in diesem Forum aktiv, habe mich aber mit dem Thema schon sehr viel beschäftigt. Du findest hier sehr viele Tipps und Anregungen/Antworten zu Deinen Fragen.
Ich persönlich bin auch ein Familienmensch, aber am wichtigsten ist mir mein Mann (haben leider keine Kinder), denn das ist meine kleine Familie (gehört noch unser Hund dazu).
In Norwegen zu leben wird Dein Leben und vorallem das Deiner Kinder bereichern.
LG
P.
kullungen
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Registriert: Sa, 15. Aug 2009, 2:20

Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von kullungen »

Hallo,
Ich hoffe nicht das du mehr interessiert bist an deinen Eltern oder Freunden als daran das die Kinder mit Ihren Vater aufwachsen. Die Kernfamilie ist nun mal Mutter, Vater Kinder, dann kommen erst Opas und Omas und Freunde. Weil das Norwegische Arbeitsleben weniger stressig ist wird er Vater wahrscheinlich mehr Zeit mit den Kindern haben als er es in Deutschland haben würde.Das Familienleben bekommt eine höhere Qualität.

Dann wird das Verhältnis hoffentlich so gut das man die Kinder in den Ferien auch mal zu Omas und Opas schicken kann, letztere werden das lieben. Also ein echter Familienmensch müsste die Kernfamilie vor der Grossfamilie wählen. Wenn Ihr in Norddeutschland arbeiten müsstet und die Großeltern in Süddeutschland wohnen würden wäre das ja ähnlich. Das ist also kein echt Argument, weil es viele Menschen ähnlich haben und mit Erfolg hinbekommen.
So würdet Ihr in Kristiansand wohnen. Erstens ist Norwegen nicht Amerika oder Australien und nach Kristiansand zu kommen ist anbetracht der Länge Norwegens keine lange Reise.
Sprachkenntnisse sind zu empfehlen. Die meines Erachtens besten, effektivsten und billigsten Sprachkurse gibt es beim Nordkolleg in Rendsburg, siehe http://www.nordkolleg.de/seminarprogram ... o_632.html
Wir haben uns 1997, 1998 nach dem Besuch 2 solcher Wochenkurse beworben und dann auch Arbeitsplätze erhalten. Den Besuch von VHS kursen mit 1-2 Stunden die Woche halte ich für inneffektiv. Besuche den letzten Kurs z.B. kurz bevor du nach Norwegen umziehst dann flutsch man nur so rein. Besuch diesen Kurs alleine, die Kinder können ja in der Woche bei den Grosseltern bleiben.
In Norwegen meldest du dich dann gleich bei der Voksenopplæring an ( du hast Anspruch drauf) zum Aufbau deiner Sprachkenntnisse aber auch um schnell neue Kontake zu bekommen. Wir kannten am Anfang mehr andere Einwanderer als Norweger, war aber lustig und hat nicht geschadet.

Versicherungen würde ich nicht in Deutschland plaziert lassen ( Ausnahme Lebensversicherungen, weil man da ja oft Geld verliert, ich habe heute noch eine dt.Lebensversciherung)
Am Anfang benötigt man ja eh nur eine Innboforsikring (Hausrat) und eine Autoversicherung.( es sei den man hat ein Haus) Am besten alles bei einer Versicherung, hilft am Anfang etwas die Übersicht zu behalten. Später kann man immer noch die Versicherung wechseln wenn man mal mehr Erfahrungen hat. Die private Haftpflicht ist in Norwegen i.d.R. in die Hausrat versichert.
Krankenversicherungen braucht es nicht, sobald du eine Aufenthaltsgenehmigung hast bist du Mitglied im norwegischen Trygdesystem. Bis dahin läuft man als Tourist. Die Anmeldung und Registrierung dauert eh nicht lange.

Bzgl. Deiner dt. Freunde, es wird spannend zu sehen wer echte Freunde sind und euch dann wirklich mal besuchen kommen. Meine Erfahrung Qualität statt Quantität, halt nur intensiv Kontakt zu 1-2 Freunden, dann ist der Verlust nicht so schlimm und du kannst dich dem Finden neuer Freundschaften zuwenden.

Nach 7 Jahren wirst du Deutschland als Staat nicht mehr vemissen und um die Norwegische Staatsbürgerschaft suchen
Du solltest also der Kinder und Ihres Aufwachsens mit Ihrem Vater mal den Sprung wagen.

Viel Erfolg,
ist nicht so schwer wie es aussieht! Ist wie umziehen von einer Stadt in eine weiter entfernte andere Stadt im gleichen Land.
Schnettel
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Schnettel »

kullungen hat geschrieben:In Norwegen meldest du dich dann gleich bei der Voksenopplæring an ( du hast Anspruch drauf)
Das stimmt nicht mehr so ganz. Als ich vor 5 Jahren nach Norwegen kam, war das schon geændert. Man kann als Einwanderer aus EØS-Lændern an der voksenopplæring teilnehmen, muss diese aber selbst bezahlen. Und teilnehmen kann man nur, wenn auch noch Platz frei ist. Also nix mehr mit Anspruch und schon gar nicht gratis... :-(
Siehe u.a. http://www.voksenopplaringen.no:
De fleste innvandrere har rett til gratis norskopplæring (må betale depositum på kr 300 per lærebok), men noen grupper (spesielt arbeidsinnvandrere og innvandrere fra EØS/EFTA-området) må betale for opplæring og lærebøker selv.
Eine Bekannte hat damals bei der voksenopplæring nen Kurs angefangen. "Europæische" Einwanderer waren da keine mehr dabei (kostete ja dann Geld). Und das Tempo des Kurses war so ekstrem langsam (sie hatte den Eindruck, manche mussten ueberhaupt erstmal lesen und schreiben lernen), dass sie sich sagte - im Gespræch mit Norwegern lernt sie schneller.
Also auf die Voksenopplæring wuerde ich heutzutage nicht unbedingt (mehr) setzen.
Dann eher ne Lern-CD und lerning by doing...
Når livet gir deg sitroner - be om Tequila og salt!
Dirk i norge
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Dirk i norge »

kullungen hat geschrieben: Ich hoffe nicht das du mehr interessiert bist an deinen Eltern oder Freunden als daran das die Kinder mit Ihren Vater aufwachsen. Die Kernfamilie ist nun mal Mutter, Vater Kinder, dann kommen erst Opas und Omas und Freunde. Weil das Norwegische Arbeitsleben weniger stressig ist wird er Vater wahrscheinlich mehr Zeit mit den Kindern haben als er es in Deutschland haben würde.Das Familienleben bekommt eine höhere Qualität.
wahre Worte hast du da geschrieben. Man sollte sich schon genau überlegen was einem am wichtigsten ist. Das geht allen Auswanderen genauso. Man læsst Bekannte, Verwante und auch alte Altagsgewohnheiten hinter sich. Oma und Opa fragen einen nur beim Kaffetrinken wie es einem so geht, mit der Hoffnung, daß man sagt "Es geht mir gut". Man besucht sich und lebt "miteinander". In der eigenen Familie lebt man nicht nur miteinander sondern auch "für einander".
Damit dieses Leben auch eine besonders harmonische Quallitæt bekommt, muss man schon entscheiden ob man lieber am Wochende mit Oma, Opa, Mama, Papa u.s.w. eine Tasse Kaffe trinkt oder ob man sich voll, rund um die Uhr um seine eigene Familie kümmern will. Das setzt natuerlich vorraus, daß man auch in der Lage ist, ein ausgeglichenes Familienleben zu bestreiten.
Es fællt einem nicht leicht solche Entschedungen zu treffen aber nach guter Überlegung , Planung und einem starken Willen sollte es doch gelingen.
Und eins steht fest, Oma und Opa freuen sich, nach einiger Zeit, noch mehr wenn mann mit ruhigen Gewissen sagen kann "Uns geht es richtig gut"...
Irgendwann sind die alle tot, um es mal etwas hærter zu sagen. Dann aber kønnte es fuer eine Auswanderung viel zu spæt sein...
kullungen
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von kullungen »

Schnettel hat geschrieben:
kullungen hat geschrieben:In Norwegen meldest du dich dann gleich bei der Voksenopplæring an ( du hast Anspruch drauf)
Das stimmt nicht mehr so ganz. Als ich vor 5 Jahren nach Norwegen kam, war das schon geændert. Man kann als Einwanderer aus EØS-Lændern an der voksenopplæring teilnehmen, muss diese aber selbst bezahlen. Und teilnehmen kann man nur, wenn auch noch Platz frei ist. Also nix mehr mit Anspruch und schon gar nicht gratis... :-(
Siehe u.a. http://www.voksenopplaringen.no:
De fleste innvandrere har rett til gratis norskopplæring (må betale depositum på kr 300 per lærebok), men noen grupper (spesielt arbeidsinnvandrere og innvandrere fra EØS/EFTA-området) må betale for opplæring og lærebøker selv.
Eine Bekannte hat damals bei der voksenopplæring nen Kurs angefangen. "Europæische" Einwanderer waren da keine mehr dabei (kostete ja dann Geld). Und das Tempo des Kurses war so ekstrem langsam (sie hatte den Eindruck, manche mussten ueberhaupt erstmal lesen und schreiben lernen), dass sie sich sagte - im Gespræch mit Norwegern lernt sie schneller.
Also auf die Voksenopplæring wuerde ich heutzutage nicht unbedingt (mehr) setzen.
Dann eher ne Lern-CD und lerning by doing...
Das stimmt sogar. Ich weiss das man mittlerweile dafür zahlen muss, das ist aber glaube ich nur ein Beitrag. Empfhelen möchte ich es trotzdem. Schlecht Organisiert wenn die Kommune welche dafür verantwortlich ist Asiaten und Europäer in einen Kurs steckt. Das hat nichts mit rassismus zu tuen, aber die lerngeschwindigkeit ist so unterschiedlich das das zu nichts führt. In meinem Kurs waren damals nur Europäer. Ich habe da auch erhlich gesagt nicht mehr sehr viel hinzugelernt, aber es war sehr sozial.

Was den Sprachkurs in Deutschland angeht, kann ich nur empfehlen die Sache mal anders anzudenken. Man sollte das als Investition ansehen, sowas kommt auch irgendwo wieder retour, wenn man z.B. schneller einen besser bezahlten Job findet..
Ich habe damals die Kurse beim Nordkolleg in Rendsburg besucht ( damals Kurs A.B und C) je Kurs 5 Tage a 8 Schulstunden also 8x5=40 Schulstunden pro Kurs. Wir waren 6-8 Teilnehmer pro Kurs und der Fokus war auf dem erlernen des Sprechens. Schreiben kann man sich später mit Hilfe von Zeitung etc. selbst schnell beibringen. Damals habe ich für einen Kurs 800DM mit Unterkunft und Vollverpflegung bezahlt, das war sehr billig. Heute kostet es pro Kurs 525 Euro das wären dann damals 1050 DM gewesen ein Preissteigerung von ca. 30%, über 11 Jahre. Die Lehrerin ist teilweise immer noch die selbe Person eine Norwegerin.
Siehe Heute: http://www.nordkolleg.de/seminarprogram ... o_632.html
Generell: http://www.nordkolleg.de/
Heute ist das in 5 Kurse aufgeteilt. Warum weiß ich nicht, vielleicht des Geldes wegen.
2 Kurse würde ich als Minimum empfehlen. Und haben bei mir gereicht, ich bin nicht sprachbegabt war aber extrem motiviert.
Also wer nach Norwegen Auswanderen will und nicht mal 525Euro x 2 =1050 Euro für 2 Kurse über hat …! Ich weiss nicht! Seht es als Investition. Bei mir hat es sich vielfach ausgezahlt. Aber wichtig ist, das Leben ist halt nicht umsonst. Ich hatte damals sogar meinen ersten Arbeitgeber gefragt und glaube die Hälfte dieser Kurse bezahlt bekommen. Den Arbeitgeber fragen kostet ja nichts. Vielleicht ja auch nur als zinslosen Kredit über ein halbes Jahr. Es ist ja nicht ein riesen Betrag.
Kurse wie Norwegisch für Handwerker finde ich etwas unnötig, gerade auf der Arbeit kommt man sehr schnell in Fachspezifische Ausdrücke rein. Oft sind die so speziell das die unmöglich in einem Kurs vermittelt werden. Ich bin Ingenieur und kann mir nicht vorstellen das meine Fachterminologie von jemand anderem als von den Fachleuten gekannt wird.
Ich lese immer wieder von CD und diversen „do it yourself“ Lernkursen. Ich habe da noch nie was gelernt. Mich wundert es das die Kurse beim Nordkolleg in Rendsburg nicht mehr bekannt sind
philine
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von philine »

Danke, danke, das waren ja mal klare Meinungen. Ich habe zum Glück ja noch Zeit mich noch intensiver als jetzt mit dem Thema zu beschäftigen, da ich bis 2011 noch in Elternzeit bin...
Es stimmt, der Vater ist natürlich das wichtigste im Leben der Kinder statt der Großeltern usw. Ich denke ich stehe noch an dem Punkt wo andere es schon geschafft haben und über ihren Schatten gesprungen sind, vielleicht klappt es ja auch bei mir.
Zum Thema Arbeit in D: mein Mann würde auch hier wieder eine Arbeit finden, aber er ist natürlich das gute Geld aus Norwegen gewöhnt und da ist es verständlich nicht leicht so viele Abstriche zu machen...
Naja, wir werden sehen was die Zeit so bringt, wie ich es in einem anderen Beitrag schon gelesen habe, haben die Kinder das geringste Problem sich mit einer neuen Situation zu arrangieren, da können wir die Entscheidung ruhig nochmal Überschlafen!
all i alt takk for den hjelp (lerne doch schon ein bißchen :) )
Philine
Barney Bär
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Barney Bär »

philine hat geschrieben:Danke, danke, das waren ja mal klare Meinungen. Ich habe zum Glück ja noch Zeit mich noch intensiver als jetzt mit dem Thema zu beschäftigen, da ich bis 2011 noch in Elternzeit bin...
wie praktisch...2009 nachdenken, 2010 umziehen, bis 2011 einleben und dann voll durchstarten. :D
Hisco
Beiträge: 65
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Hisco »

Hallo philine :!:

Auswandern nach Norwegen ist ein schwerer Entschluß und sollte gut überlegt sein., Dein Mann arbeitet schon in Norge und müsste ja wissen, dass das Leben da sehr teuer ist.

Ich möcht dir kurz meine Erfahrung schildern, andere Meinungen hast du ja schon gehört :!:

Wir sind 1998 nach Norwegen ausgewandert und nach einem Jahr Norge, wieder zurück nach Østerrike
Meine Frau, zwei Kinder 10 und 12 sowie ich, haben in Ålgård / Gjesdalkommun / Rogalandfylke gewohnt.

Nachdem wir uns in Ålgård und ich auf meiner Arbeitsstelle in Sandnes gut eingelebt hatten, waren wir Feuer und Flamme für unsere „Neue Heimat“ Rogaland/Norge.
Hier gab es alles, was ein Binnenländer sucht, Fjorde mit vielen Inseln, zwei interessante Hafenstädte (Sandnes und Stavanger), die für uns schnell erreichbar waren, grenzenlose Möglichkeiten zum Angeln, und auf Berge brauchten wir auch nicht zu verzichten.

Nach anfänglicher Euphorie, kam nach und nach die Erkenntnis das wir uns finanziell und sozial verschlechtert hatten :!:

Norwegen war zu dem Zeitpunkt (1998) einfach unverschämt teuer, jedenfalls am Sektor Lebensmittel, Sprit, Mieten etc.
Was man sündteuer im Vinmonopolet kaufen musste, bekommt man bei uns in jedem Supermarkt im Sonderangebot.

Ein weiterer Grund, uns fehlten die schönen Cafes und Konditoreien, die Gastgärten und die vielzahl an Restaurants ( China, Griechen, Italiener, Spanier, usw.), von den Preisunterschieden ganz zu schweigen und wenn du öfters auf ein Glas Wein oder ein Bierchen gehen willst, wird es richtig teuer.

Die medizinische Versorgung in Norwegen ist auch nicht die beste, lange Wartezeite bei Operationen, hoher Selbstbehalt bei Ärzten und Zahnarztbesuchen.
Im Fernsehen haben sie einen Bericht gebracht, wohlhabende Norweger gehen für dringende Operationen nach Deutschland, um diesen Wartezeiten im eigenen Land zu entgehen.

Dann kam noch die Sache mit der Einfuhrsteuer für unser Auto. Für einen 8 Jahre alten Wagen wollten die noch 35.000 Nok. kassieren :!: Neue Autos sind aber auch wesentlich teurer als in D.

Jetzt haben sie den Süden des schönen Landes auch noch mit bomstasjonen (Mautstellen) vollgepfropft, nur um noch mehr abkassieren zu können.

Die Realität ist beinhart und man könnte die Beispiele noch fortsetzten.

Ich bin heute noch davon überzeugt, mit meiner Rückwanderung den richtigen Schritt getan zu haben, wie ich dem Internet entnehmen kann, hat auch Norge die Wirtschaftskrise voll erfasst.

Als Urlaubsland ist uns Norwegen erhalten geblieben, aber vorzugsweise der Norden. Ich habe auch mehrere Reiseberichte von unseren Touren in Norge im Forum gepostet.
Barney Bär
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Barney Bär »

natuerlich hat hisco nicht ganz unrecht.

in sachen finanzkrise glaube ich aber, dass norwegen bisher glimpflich davongekommen ist.

aber man sollte sich schon im klaren darueber sein, was man will. ich vermisse keine restaurants. da wir lange zeit zu siebt von einem einkommen gelebt haben (auch in norwegen), konnten wir uns das einkehren schon in d nicht leisten, das war fuer uns also nichts neues. auch die sachen, die das vinmonopol zu bieten hat, locken mich nicht wirklich. wir panschen unseren wein mit den sachen von europris selber, um sich alle zwei monate mal vollaufen zu lassen reicht das dicke. :wink:
norwegen ist heuer immer noch vergleichsweise teuer, aber das einkommen ist ja auch høher, ausserden klafft die preisschere længst nicht mehr so stark wie noch vor ein paar jahren.

tatsache ist aber, dass wg. der geringeren bevølkerungsdichte das kulturangebot entsprechend mau ausfællt. wenn man denn wert drauf legt, sollte man sich daher im einzugsgebiet einer grøsseren stadt aufhalten. an der infrastruktur des gesundheitssystems kønnte/sollte man noch feilen, aber wir arbeiten dran. 8)

und was den standart angeht: auf grund unserer o.g. familiensituation sind wir verglichen mit dem durchschnittsnorweger arm. im vergleich zu unserer situation in d sind wir die leiter aber regelrecht hochgefallen. ist aber auch die frage, wie man die prioritæten setzt, was einem wichtig ist.

ich gehe aber andererseits auch davon aus, dass philines mann die philine gut genug kennt, um sagen zu kønnen "kønnte dir gefallen" oder "das ist aber gar nix fuer dich".
Dirk i norge
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Re: auswandern mit Familie?

Beitrag von Dirk i norge »

@philine
lass dich nicht irre machen von den verschiednen Meinungen . Besonders nicht von den schlechten :lol: :wink:
Das Norwegen kein Land zum Bier-u. Wein trinken ist duerfte wohl auch schon in China bekannt sein. Norwegen ist auch, und da geb ich Hisco Recht, kein Land in dem man eine ausgesprochen gute Behandlung bei Krankheiten bekommt. Das Autos teuer sind ist auch kein Geheimnis. Das ganze Land ist voll mit Norwegern. Kaum zu glauben aber das ist wirklich so. Diese Norweger haben eine ganz andere Menthalitæt. Das ist es, auf was man sich einstellen muss. Das alles teuer ist stimmt. Aber was verdient man denn hier so im Durchschnitt ? Der Verdienst ist dem Lebensstandart der Bevølkerung angepasst. Nicht nur der Verdienst sondern auch das soziale Leben ist ein ganz Anderes. Wenn dich hier der Chef beim Einstellungsgespræch nach Kindern fragt dann kan man mit ganz ruhigen Gewissen sagen "ich hab ne Menge" ohne danach sich dafuer zu entschuldigen oder sich zu rechtfertigen und zu ueberlegen wer denn auf die Kinder im Krankheitsfall aufpasst.
Die soziale Absicherung ist ,fuer mich, so ziemlich das Beste hier in diesem wunderschønen Land. Der Verdienst gibt mir nur noch die Bestætigung dafuer, daß ich genau das Richtige gemacht habe, hierher gekommen zu sein. Ich brauche kein Bier oder Glas Wein in einem Restaurant (jedenfalls nicht mehr) . Ich brauche auch keinen chinesiches, grischiches oder italienisches Restaurant. Warum auch ? Meine Frau und ich kønnen ja kochen .... :wink: .
Und die ganzen zu bezahlenden Mautstellen machen ich entweder bei meinem Chef oder im Steuerausgleich geltend.
Wer sich gut anpassen kann, einen festen Willen hat und eine starke Familie im Nacken der wird keine Probleme haben. Jedenfalls nicht solche, die sich nicht beheben lassen.
Und angeln kann man hier auch aber das vergeht nach einer Weile. Ich dachte ohnehin, daß nur Touristen den ganzen Tag angeln gehen... aber man lernt ja nie aus.....
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