dafür haben wir den Trollfjord verpennt
MS Finnmarken,28.02.2009
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Revolera,
dafür haben wir den Trollfjord verpennt

dafür haben wir den Trollfjord verpennt
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Stimmt! Und wir suchen verzweifelt nach einem blauen, winkenden Handtuch, auch die nachträgliche Fotoauswertung ergab, dass auf der FM überhaupt kein Handtuch geschwenkt wurde.seebär hat geschrieben: dafür haben wir den Trollfjord verpennt![]()
Gruß
Herfried
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Herfried,
wir haben nur den Trollfjord verpennt,nicht die MS Trollfjord zw.Örnes und Nesna,da haben wir fleissig gewunken,vorne am Bug,nur halt ohne Handtuch.
wir haben nur den Trollfjord verpennt,nicht die MS Trollfjord zw.Örnes und Nesna,da haben wir fleissig gewunken,vorne am Bug,nur halt ohne Handtuch.
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Klar, denn das Handtuch hattet Ihr ja zum Reservieren der Sonnenliegen gebraucht (wie auf Malllorka...).seebär hat geschrieben:Hallo Herfried,
wir haben nur den Trollfjord verpennt,nicht die MS Trollfjord zw.Örnes und Nesna,da haben wir fleissig gewunken,vorne am Bug,nur halt ohne Handtuch.
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Lundefuglen
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- Registriert: Mo, 05. Jan 2009, 21:30
- Wohnort: München
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Finnmarkenfreunde,
ich stimme Seebärs Kurzbericht weitgehend zu!
Ja, das Wetter war traumhaft! Anfangs in Bergen zwar regnerisch, aber bei Alesund bereits aufklarend und spätestens ab Trondheim strahlende Sonne. Daher tagtäglich ein Eintauchen in eine strahlend weiße, sonnenüberflutete Landschaft von tausenden von Inseln und Bergen. In Kirkenes nicht die erwartete Kälte: die Bucht war nicht zugefroren (, wie wir sie vor 5 Jahren erlebt hatten,), und auch die Luft war nur um die 0 Grad kalt. Auch auf der Rückreise fast immer schönes Sonnenwetter, diesmal sogar in Bergen. Der Reiseleiter sagte, das sei die Rundreise mit dem besten Wetter seit August 2008 gewesen.
Ausnahme: Die Lofoten nordgehend. Die Berge waren stark umwölkt und ab Svolvaer fuhren wir auf eine finstere Wetterwand zu (Diese Strecke wird ja bekanntlich nachts befahren.)
Trollfjord: Seebär, ist es möglich, dass Ihr den tatsächlich verschlafen habt? Wie konnte das passieren? Wart Ihr so müde oder gerade mit Wichtigerem befasst?
Also, nordgehend war urspünglich angekündigt worden, dass wir in den Trollfjord einfahren werden. Als es dann konkret wurde (ab Svolvaer), war davon nicht mehr die Rede. Es hieß, wir sollten wenigstens einen Einblick erhalten. In Annäherung an den Fjord hatte ein heftiges Schneetreiben begonnen. Erst als ein Suchscheinwerfer auf die Felsenecke am Fjordeingang gerichtet wurde, konnte man erkennen, wo sich der enge Fjord befindet. Die Finnmarken fuhr dann sehr langsam auf den Eingang zu und die Scheinwerfer beleuchteten Felsen rechts und und links. Dann bemerkten wir, daß das Schiff nicht anhielt, sondern ganz langsam weiter glitt, und dann kam die Durchsage, daß der Kapitän entschieden habe, in den Fjord hinein zu fahren. Große Freude und Erregung! Natürlich war das Bugdeck recht gut gefüllt mit Zuschauern, aber man konnte doch hin und her gehen und auch wechselnde Aussichtspunkte beziehen. Die folgende Einfahrt, das Wenden und die Rückfahrt erbrachten - speziell wegen des heftigen Schneetreibens - wildeste Eindrücke. Dies war für mich der absolute Höhepunkt dieser Reise. Das Schneetreiben war in den Scheinwerferstrahlen eindrucksvoll zu sehen. Im hinteren Fjord lag eine geschlossene Eisdecke, und wir konnten beobachten, wie das Eis von der Finnmarken aufgebrochen wurde und beim Wenden zur Seite geschoben wurde. Ich habe einige Fotos dieser Einfahrt aufgenommen, aber noch nicht ausgewertet. Wenn Interesse besteht, kann ich davon später etwas zeigen. Da wir bei der Trollfjordbefahrung doch ganz schön nass geworden und ausgekühlt waren, gingen wir anschließend schlafen und haben den Raftsund nordgehend nicht erlebt.
Südgehend hatten wir dann auch auf eine Einfahrt in den Trollfjord gehofft. Hier erreicht man den Fjord ja bei Tage. Generell herrschte an diesem Tag ein sehr heftiger Wind, jedoch gerade vor dem Trollfjord war es fast windstill. So hatten wir eine Einfahrt in den Fjord erwartet. Diese erfolgte indes nicht. Das Schiff näherte sich dem Fjord und hielt hier eine Zeitlang an und fuhr dann wieder weiter nach Svolvaer. Übrigens lag bei Annäherung an den Trolljford dort ein kleines Fischerboot, und dieses wurde von einer Menge Seeadler umkreist, und auch am Ufer saßen welche.
Später - bei einer Brückenbesichtigung - fragte ich Kapitän Holten, weshalb er zwar bei den widrig erscheinenenden Wetterbedingungen nordgehend in den Trollfjord gefahren sei, nicht jedoch bei den anscheinend unproblematischen südgehend. Er sagte, daß es um die Gefahr von Lawinen (und Steinschlag) ging: nordgehend habe solides Frostwetter geherrscht, und da konnte man davon ausgehen, daß Schnee und Steine in den Wänden fest hielten, südgehend hatte es jedoch einen Temperaturanstieg gegeben, der die Gefahr von Lawinen mit sich brachte. Auch starker Wind könne eine Einfahrt nicht ratsam erscheinen lassen.
Übrigens konnten einige Anlegestellen nicht angefahren werden wegen des starken Windes.
Kapitän Holten: Ja, Revolera, da stimmen auch wir zu: er ist ein netter, humorvoller und sympathischer Mann. Wenn er Durchsagen machte (Nordlicht, Fjord), dann auch auf Deutsch, aber im direkten Gespräch war Englisch üblich (, wenn nicht Norwegisch). Er wohnt bei Stokmarknes und hat südgehend dort wohl sein Haus aufgesucht, kam jedenfalls mit einem Köfferchen wieder an Bord.
Bei der Brückenbegehung hat er bereitwillig alle Fragen beantwortet. Er sagte u.a., daß alle Schiffe den Trollfjord befahren können, auch die alten mit nur einer Schraube. Sie rangieren dann eben vor und zurück zum Wenden.
Wir hatten zwischen 300 und 420 Passagiere an Bord, je nach Streckenabschnitt. Gegenüber früheren Reisen um diese Zeit ist das sehr viel. (Der Reiseleiter sagte, vor drei Jahren wären es vielleicht 15 oder 40 gewesen, und so hatten wir es auch vor 5 Jahren kennen gelernt). Ich stimme Seebär zu, daß sich dies jedoch i.a. gar nicht so schlimm ausgewirkt hat wie man befürchten könnte. Zu den Essenszeiten gab es kein Gedränge, man fand immer einen freien Tisch, und abends hatte man ja einen fest zugewiesenen Tisch in der ersten (18 h oder 18:30 h) oder zweiten (20:30 h) Tischzeit. Es ging immer ruhig und angenehm zu, wozu auch die außerordentlich freundlichen Bedienungen entscheidend beigetragen haben. Auf den Außendecks hat es sich auch verteilt, auch auf dem Bugdeck war es nie ganz gesteckt voll. Eng wurde es nur, wenn sich beispielsweise alle deutschsprachigen Gäste im Panoramasalon versammelten, um dort die leitende Mannschaft vorgestellt zu bekommen oder einer Informationsveranstaltung des Reiseleiters beizuwohnen. Der Pool, die beiden Saunen und die beiden "Eierkocher" (Whirlpools an Deck) boten eigentlich immer genug Platz, oft war man dort allein.
An den Ausflügen haben wir überwiegend nicht teilgenommen, teils weil wir sie bereits von früher kannten, teils wegen der unverschämt hohen Preise. Als einzigen Ausflug haben wir von Honningsvag eine Fahrt zu dem nördlichsten Fischerdorf gebucht, die eigentlich recht nett wurde: diese Ansiedelung liegt fast am Nordkapp, so daß man zuerst eine lange Fahrt durch die tief verschneite Insel erlebte und auch das Nordkap aus wenigen Km Entfernung sehen konnte. Empfangen wurden wir von einer Fischersfrau, die uns einiges über den Fischfang zeigte und über die Lebensbedingungen dort erzählte (Abwanderung. Viele Häuschen stehen leer, könnte man billig kaufen.) Wir konnten Stockfisch probieren, den sie mit einem Hammer mürbe schlug, damit man Stückchen davon abbrechen konnte. Ein "alter Wikinger" (80 Jahre alt) kam mit seinem kleinen Boot vom Angeln zurück und hatte alleine dort innerhalb weniger Stunden drei Kästen voll Kabeljau geangelt. Wir konnten auch in eine kleine Fischfabrik schauen, in welcher die Fische geköpft und zum Weiterversand vorbereitet wurden. Die Fischersfrau hat dort in einem Häuschen einen Weihnachtsladen (Julehuset) eingerichtet, in dem man "Volkskunst" und andere weihnachtliche und volkstümliche Dinge kaufen konnte und in welchem wir einen "Glühwein" (ohne Alkohol) und einen Julekake serviert bekamen. Schließlich schenkte sie uns noch ein sehr schönes, gut bebildertes Heft in deutscher Sprache über die Fischarten, die in Norwegen gefangen und verarbeitet werden. Damit konnten wir dann auf der Finnmarken besser verstehen, was wir jeweils serviert bekamen. Dieser Ausflug kostete 295 NOK pro Person, also etwa 37 Euro p.P. Wir sprachen Leute, die auf den Lofoten das "Wikingerfest" mitgemacht haben; sie bezeichneten dies jedoch als "Nepp hoch drei". In der Vorbuchung hätte dieser Ausflug 80 Euro gekostet, an Bord war er dann noch teurer. Mancherorts haben wir lieber auf eigene Faust Museen besucht oder einfach Stadtrundgänge unternommen. In Svolvaer haben wir uns auch das "Magic Ice" angesehen. Ja, ganz sehenswert, aber ob es wirklich 10 Euro pro Person wert ist??? Auf der Rückfahrt haben wir die Galerie von Dagfinn Bakke besucht, von welchem die herrlichen, humorvollen Aquarelle in den Treppenaufgängen der Finnmarken stammen. Der Künstler war auch selbst anwesend und hat mir eine dort gekaufte Karte (Hurtigrutenschiff im Trollfjjord) signiert. Also, man kann vieles auf eigene Faust machen und sich so dem Ausflugsnepp weitgehend entziehen.
Bei Rückkehr nach Bergen wurde einem der Bustransfer empfohlen. Die Karten zu 70 NOK pro Person konnte man sich schon an Bord kaufen, und dies wurde einem dadurch nahegelegt, daß vor den möglicherweise langen Warteschlangen am Taxistand gewarnt wurde. Wir waren zu viert und entschieden uns dennoch für ein Taxi, bekamen dieses auch prompt und ohne jede Wartezeit. (Taxifahrt zum Bahnhof ca. 140 NOK für uns viere; die Busfahrt wäre auf das Doppelte gekommen und hätte länger gedauert). Vermutlich lebt die "Reiseleitung" von Provisionen.
Das Essen an Bord ist "Spitze". Wir haben niemals etwas auszusetzen gehabt. Fisch und Fleisch waren immer ganz zart und auf den Punkt zubereitet, das Nachspeisenbuffet am Mittag umwerfend (immer zwei Eissorten, mehrere Cremespeisen, dazu Saucen und Sirup). Hier haben wir wirklich sündhaft geschlemmt. Das Abendessen wird serviert, und so hat man keine Auswahl. Es war lecker und reichlich, jedoch war für uns immer das Mittagsbuffet der eigentliche kulinarische Höhepunkt. Man bekommt verschiedene Fischsorten, auch unterschiedliche Zubereitungsarten, und dennoch auch immer Fleisch. So gab es Schweinefleisch, Rindfleisch und auch mal Lamm, stets vom besten. Wenn man die am Eingang des Restaurants angeschriebenen Preise für die Mahlzeiten addiert, kommt man auf fast 100 Euro pro Tag. Somit kann man feststellen, daß man eigentlich nur für die Essen bezahlt und die eigentliche Schiffsreise fast kostenlos dazu bekommt....
Als Getränk haben wir immer das ganz normale Leitungswasser bestellt, das aus Krügen ausgeschenkt wird (kostenlos). Es wurde bereits am Anfang der Reise mitgeteilt, daß das Leitungswasser an Bord Trinkwasser sei, und ich habe auch nicht gezögert, mir bei Bedarf in der Kabine einen Becher kühlen Wassers herauszulassen, wenn ich Durst bekam. Dieses ganz normale Wasser schmeckte auch ganz appetitlich. Die kostenpflichtigen Wassersorten (gefiltert etc). erschienen uns überflüssig. Den exorbitant teuren Wein haben wir uns nicht geleistet, haben lieber in den Kabinen mitgebrachten Rotwein genossen oder auch (heimlich) etwas Rum in den Tee der Teebar gekippt. (Ein "Flachmann" ist hierfür zweckmäßig). Zu Frühstück und Mittagsbuffet gibt es ja Tee und Kaffee aus den bereitstehenden Spendern, nach dem Abendessen geht man in die Bar und kann sich dort kostenlos Tee oder Kaffee zapfen. Wir hatten keinen Bedarf an nachfüllbaren Bechern, aber einige Passagiere gingen an Deck herum wie in Bad Wörishofen, ihre Becher vor sich hertragend.... Für Halbpensionsgäste (ohne Mittagessen) ist das vielleicht nützlich oder nötig, für Vollpensionsgäste eher überflüssig.
Leider wird am Abend in der Bar live-Musik geboten. Das kannten wir von früher nicht. Das Programm wiederholte sich jeden Tag. Es hat uns zu Anfangs insofern gestört als wir in den 500 er -Kabinen direkt über der Bar wohnten und die Bässe des elektronischen Keyboards durchwummern hörten. Aber nach Reklamation wurden sie für die weitere Reise leiser gestellt und haben uns nicht mehr gestört.
Nochmal zu der hohen Passagierzahl: die normalen Dauerpassagiere fügen sich rasch in die allgemein ruhige Atmosphäre an Bord ein. Störend können dagegen Reisegruppen sein, die für einen Abschnitt der Reise an Bord kommen. So etwa jene Gruppe junger Schweizer Banker, die in Kirkenes an Bord kam. Die leben dann ihre fröhliche Reisestimmung aus, sitzen z.B. in der Nähe der Bar im Panaoramasalon, so etwa 40 Leutchen, und feiern dort lautstark und fröhlich. Das zerstört natürlich die sonst so ruhige Atmosphäre des Panoramasalons. Wenn man sehr tolererant ist, kann man natürlich auch sagen, es ist schön, daß diese jungen Menschen so fröhlich sind. Sie sind übrigens bereits in Honningsvag wieder von Bord gegangen.
Nordlicht: Wie Seebär schon sagte, hatten wir mehrmals Gelegenheit, Nordlicht zu sehen. Einmal, nahe Tromsö, war es sogar recht stark, mit einer kurzzeitigen "Explosion" über einen großen Teil des Himmels, wie ich sie selbst noch nie erlebt hatte. Dies war aber nur ein kurzzeitiger Höhepunkt. Ansonsten waren die Effekte eher schwach. Leider hatte ich an diesem ersten Abend noch nicht herausbekommen, wie ich meine kleine Digitalkamera auf Dauerbelichtung einstellen kann. Erst bei den weiteren Nordlicht-Abenden konnte ich dies. Mit 5 bis 15 Sekunden Belichtungszeit, die Kamera irgendwo auf der Reeling etc. aufgestützt, konnte man sehr schöne Bilder erzielen. Die Nordlichtgebilde sind ja keine ganz scharf begrenzten Strukturen, und daher spielt die leichte Fortbewegung des Schiffes auch keine störende Rolle, solange es nicht schaukelt.
Stichwort Schaukeln: im Gegensatz zu Seebär bin ich nicht begierig auf Schaukeln (Rollen oder Stampfen oder gar beides zugleich). Bei dem streckenweise starken Sturm auf der Rückfahrt (Trond Holten bezifferte ihn auf Stärke 10, jedoch ablandig, daher nicht mit so dramatisch hohen Wellen verbunden wie wenn er von See gekommen wäre) mußte ich mich doch hinlegen, um keine schlimmeren Effekte erleiden zu müssen..... Letzten Endes bin ich deshalb auch nicht so scharf auf eine Fahrt mit einem der alten Schiffe, so schön sie auch sind (besonders die MS Lofoten, die wir ja auch ansehen konnten). Seekrankheit ist für mich kein positives Erlebnis.
Wir haben einige moderne Schiffe angesehen, aber wir lieben "unsere" Finnmarken doch entschieden am meisten. Das ist in seiner äußeren Form noch ein richtiges Schiff und innen so schön und anheimelnd eingerichtet, daß man sich dort gemütlich zu Hause fühlt. Nein, von den neueren Schiffen kommt für mich kein anderes in Frage. Einen Glasaufzug (wie in einem Hotel in Las Vegas) möchte ich auf einem Hurtigrutenschiff nicht vorfinden. Aber dies ist eine Sache persönlichen Geschmacks, und jeder sollte es respektieren, wenn sich jemand anders entscheidet als man selbst. Ein objektiv "richtiges" Schiff und ein "falsches" Schiff gibt es nicht. Ich hoffe sogar, daß sich viele Passagiere für andere Schiffe entscheiden, damit die schöne MS Finnmarken nun nicht immer so voll wird.
Na, ich belasse es nun bei diesen Beschreibungen und hoffe, dass sich irgendjemand dafür interessiert. Auf konkrete Nachfragen werde ich gerne eingehen.
Allen Hurtigrutenfreunden wünsche ich weiterhin viel Vorfreude auf ihre Hurtigrutenreise, viel Genuss während dieser und ein lange nachwirkendes Nachträumen....
Herzliche Grüße,
Rolf
ich stimme Seebärs Kurzbericht weitgehend zu!
Ja, das Wetter war traumhaft! Anfangs in Bergen zwar regnerisch, aber bei Alesund bereits aufklarend und spätestens ab Trondheim strahlende Sonne. Daher tagtäglich ein Eintauchen in eine strahlend weiße, sonnenüberflutete Landschaft von tausenden von Inseln und Bergen. In Kirkenes nicht die erwartete Kälte: die Bucht war nicht zugefroren (, wie wir sie vor 5 Jahren erlebt hatten,), und auch die Luft war nur um die 0 Grad kalt. Auch auf der Rückreise fast immer schönes Sonnenwetter, diesmal sogar in Bergen. Der Reiseleiter sagte, das sei die Rundreise mit dem besten Wetter seit August 2008 gewesen.
Ausnahme: Die Lofoten nordgehend. Die Berge waren stark umwölkt und ab Svolvaer fuhren wir auf eine finstere Wetterwand zu (Diese Strecke wird ja bekanntlich nachts befahren.)
Trollfjord: Seebär, ist es möglich, dass Ihr den tatsächlich verschlafen habt? Wie konnte das passieren? Wart Ihr so müde oder gerade mit Wichtigerem befasst?
Also, nordgehend war urspünglich angekündigt worden, dass wir in den Trollfjord einfahren werden. Als es dann konkret wurde (ab Svolvaer), war davon nicht mehr die Rede. Es hieß, wir sollten wenigstens einen Einblick erhalten. In Annäherung an den Fjord hatte ein heftiges Schneetreiben begonnen. Erst als ein Suchscheinwerfer auf die Felsenecke am Fjordeingang gerichtet wurde, konnte man erkennen, wo sich der enge Fjord befindet. Die Finnmarken fuhr dann sehr langsam auf den Eingang zu und die Scheinwerfer beleuchteten Felsen rechts und und links. Dann bemerkten wir, daß das Schiff nicht anhielt, sondern ganz langsam weiter glitt, und dann kam die Durchsage, daß der Kapitän entschieden habe, in den Fjord hinein zu fahren. Große Freude und Erregung! Natürlich war das Bugdeck recht gut gefüllt mit Zuschauern, aber man konnte doch hin und her gehen und auch wechselnde Aussichtspunkte beziehen. Die folgende Einfahrt, das Wenden und die Rückfahrt erbrachten - speziell wegen des heftigen Schneetreibens - wildeste Eindrücke. Dies war für mich der absolute Höhepunkt dieser Reise. Das Schneetreiben war in den Scheinwerferstrahlen eindrucksvoll zu sehen. Im hinteren Fjord lag eine geschlossene Eisdecke, und wir konnten beobachten, wie das Eis von der Finnmarken aufgebrochen wurde und beim Wenden zur Seite geschoben wurde. Ich habe einige Fotos dieser Einfahrt aufgenommen, aber noch nicht ausgewertet. Wenn Interesse besteht, kann ich davon später etwas zeigen. Da wir bei der Trollfjordbefahrung doch ganz schön nass geworden und ausgekühlt waren, gingen wir anschließend schlafen und haben den Raftsund nordgehend nicht erlebt.
Südgehend hatten wir dann auch auf eine Einfahrt in den Trollfjord gehofft. Hier erreicht man den Fjord ja bei Tage. Generell herrschte an diesem Tag ein sehr heftiger Wind, jedoch gerade vor dem Trollfjord war es fast windstill. So hatten wir eine Einfahrt in den Fjord erwartet. Diese erfolgte indes nicht. Das Schiff näherte sich dem Fjord und hielt hier eine Zeitlang an und fuhr dann wieder weiter nach Svolvaer. Übrigens lag bei Annäherung an den Trolljford dort ein kleines Fischerboot, und dieses wurde von einer Menge Seeadler umkreist, und auch am Ufer saßen welche.
Später - bei einer Brückenbesichtigung - fragte ich Kapitän Holten, weshalb er zwar bei den widrig erscheinenenden Wetterbedingungen nordgehend in den Trollfjord gefahren sei, nicht jedoch bei den anscheinend unproblematischen südgehend. Er sagte, daß es um die Gefahr von Lawinen (und Steinschlag) ging: nordgehend habe solides Frostwetter geherrscht, und da konnte man davon ausgehen, daß Schnee und Steine in den Wänden fest hielten, südgehend hatte es jedoch einen Temperaturanstieg gegeben, der die Gefahr von Lawinen mit sich brachte. Auch starker Wind könne eine Einfahrt nicht ratsam erscheinen lassen.
Übrigens konnten einige Anlegestellen nicht angefahren werden wegen des starken Windes.
Kapitän Holten: Ja, Revolera, da stimmen auch wir zu: er ist ein netter, humorvoller und sympathischer Mann. Wenn er Durchsagen machte (Nordlicht, Fjord), dann auch auf Deutsch, aber im direkten Gespräch war Englisch üblich (, wenn nicht Norwegisch). Er wohnt bei Stokmarknes und hat südgehend dort wohl sein Haus aufgesucht, kam jedenfalls mit einem Köfferchen wieder an Bord.
Bei der Brückenbegehung hat er bereitwillig alle Fragen beantwortet. Er sagte u.a., daß alle Schiffe den Trollfjord befahren können, auch die alten mit nur einer Schraube. Sie rangieren dann eben vor und zurück zum Wenden.
Wir hatten zwischen 300 und 420 Passagiere an Bord, je nach Streckenabschnitt. Gegenüber früheren Reisen um diese Zeit ist das sehr viel. (Der Reiseleiter sagte, vor drei Jahren wären es vielleicht 15 oder 40 gewesen, und so hatten wir es auch vor 5 Jahren kennen gelernt). Ich stimme Seebär zu, daß sich dies jedoch i.a. gar nicht so schlimm ausgewirkt hat wie man befürchten könnte. Zu den Essenszeiten gab es kein Gedränge, man fand immer einen freien Tisch, und abends hatte man ja einen fest zugewiesenen Tisch in der ersten (18 h oder 18:30 h) oder zweiten (20:30 h) Tischzeit. Es ging immer ruhig und angenehm zu, wozu auch die außerordentlich freundlichen Bedienungen entscheidend beigetragen haben. Auf den Außendecks hat es sich auch verteilt, auch auf dem Bugdeck war es nie ganz gesteckt voll. Eng wurde es nur, wenn sich beispielsweise alle deutschsprachigen Gäste im Panoramasalon versammelten, um dort die leitende Mannschaft vorgestellt zu bekommen oder einer Informationsveranstaltung des Reiseleiters beizuwohnen. Der Pool, die beiden Saunen und die beiden "Eierkocher" (Whirlpools an Deck) boten eigentlich immer genug Platz, oft war man dort allein.
An den Ausflügen haben wir überwiegend nicht teilgenommen, teils weil wir sie bereits von früher kannten, teils wegen der unverschämt hohen Preise. Als einzigen Ausflug haben wir von Honningsvag eine Fahrt zu dem nördlichsten Fischerdorf gebucht, die eigentlich recht nett wurde: diese Ansiedelung liegt fast am Nordkapp, so daß man zuerst eine lange Fahrt durch die tief verschneite Insel erlebte und auch das Nordkap aus wenigen Km Entfernung sehen konnte. Empfangen wurden wir von einer Fischersfrau, die uns einiges über den Fischfang zeigte und über die Lebensbedingungen dort erzählte (Abwanderung. Viele Häuschen stehen leer, könnte man billig kaufen.) Wir konnten Stockfisch probieren, den sie mit einem Hammer mürbe schlug, damit man Stückchen davon abbrechen konnte. Ein "alter Wikinger" (80 Jahre alt) kam mit seinem kleinen Boot vom Angeln zurück und hatte alleine dort innerhalb weniger Stunden drei Kästen voll Kabeljau geangelt. Wir konnten auch in eine kleine Fischfabrik schauen, in welcher die Fische geköpft und zum Weiterversand vorbereitet wurden. Die Fischersfrau hat dort in einem Häuschen einen Weihnachtsladen (Julehuset) eingerichtet, in dem man "Volkskunst" und andere weihnachtliche und volkstümliche Dinge kaufen konnte und in welchem wir einen "Glühwein" (ohne Alkohol) und einen Julekake serviert bekamen. Schließlich schenkte sie uns noch ein sehr schönes, gut bebildertes Heft in deutscher Sprache über die Fischarten, die in Norwegen gefangen und verarbeitet werden. Damit konnten wir dann auf der Finnmarken besser verstehen, was wir jeweils serviert bekamen. Dieser Ausflug kostete 295 NOK pro Person, also etwa 37 Euro p.P. Wir sprachen Leute, die auf den Lofoten das "Wikingerfest" mitgemacht haben; sie bezeichneten dies jedoch als "Nepp hoch drei". In der Vorbuchung hätte dieser Ausflug 80 Euro gekostet, an Bord war er dann noch teurer. Mancherorts haben wir lieber auf eigene Faust Museen besucht oder einfach Stadtrundgänge unternommen. In Svolvaer haben wir uns auch das "Magic Ice" angesehen. Ja, ganz sehenswert, aber ob es wirklich 10 Euro pro Person wert ist??? Auf der Rückfahrt haben wir die Galerie von Dagfinn Bakke besucht, von welchem die herrlichen, humorvollen Aquarelle in den Treppenaufgängen der Finnmarken stammen. Der Künstler war auch selbst anwesend und hat mir eine dort gekaufte Karte (Hurtigrutenschiff im Trollfjjord) signiert. Also, man kann vieles auf eigene Faust machen und sich so dem Ausflugsnepp weitgehend entziehen.
Bei Rückkehr nach Bergen wurde einem der Bustransfer empfohlen. Die Karten zu 70 NOK pro Person konnte man sich schon an Bord kaufen, und dies wurde einem dadurch nahegelegt, daß vor den möglicherweise langen Warteschlangen am Taxistand gewarnt wurde. Wir waren zu viert und entschieden uns dennoch für ein Taxi, bekamen dieses auch prompt und ohne jede Wartezeit. (Taxifahrt zum Bahnhof ca. 140 NOK für uns viere; die Busfahrt wäre auf das Doppelte gekommen und hätte länger gedauert). Vermutlich lebt die "Reiseleitung" von Provisionen.
Das Essen an Bord ist "Spitze". Wir haben niemals etwas auszusetzen gehabt. Fisch und Fleisch waren immer ganz zart und auf den Punkt zubereitet, das Nachspeisenbuffet am Mittag umwerfend (immer zwei Eissorten, mehrere Cremespeisen, dazu Saucen und Sirup). Hier haben wir wirklich sündhaft geschlemmt. Das Abendessen wird serviert, und so hat man keine Auswahl. Es war lecker und reichlich, jedoch war für uns immer das Mittagsbuffet der eigentliche kulinarische Höhepunkt. Man bekommt verschiedene Fischsorten, auch unterschiedliche Zubereitungsarten, und dennoch auch immer Fleisch. So gab es Schweinefleisch, Rindfleisch und auch mal Lamm, stets vom besten. Wenn man die am Eingang des Restaurants angeschriebenen Preise für die Mahlzeiten addiert, kommt man auf fast 100 Euro pro Tag. Somit kann man feststellen, daß man eigentlich nur für die Essen bezahlt und die eigentliche Schiffsreise fast kostenlos dazu bekommt....
Als Getränk haben wir immer das ganz normale Leitungswasser bestellt, das aus Krügen ausgeschenkt wird (kostenlos). Es wurde bereits am Anfang der Reise mitgeteilt, daß das Leitungswasser an Bord Trinkwasser sei, und ich habe auch nicht gezögert, mir bei Bedarf in der Kabine einen Becher kühlen Wassers herauszulassen, wenn ich Durst bekam. Dieses ganz normale Wasser schmeckte auch ganz appetitlich. Die kostenpflichtigen Wassersorten (gefiltert etc). erschienen uns überflüssig. Den exorbitant teuren Wein haben wir uns nicht geleistet, haben lieber in den Kabinen mitgebrachten Rotwein genossen oder auch (heimlich) etwas Rum in den Tee der Teebar gekippt. (Ein "Flachmann" ist hierfür zweckmäßig). Zu Frühstück und Mittagsbuffet gibt es ja Tee und Kaffee aus den bereitstehenden Spendern, nach dem Abendessen geht man in die Bar und kann sich dort kostenlos Tee oder Kaffee zapfen. Wir hatten keinen Bedarf an nachfüllbaren Bechern, aber einige Passagiere gingen an Deck herum wie in Bad Wörishofen, ihre Becher vor sich hertragend.... Für Halbpensionsgäste (ohne Mittagessen) ist das vielleicht nützlich oder nötig, für Vollpensionsgäste eher überflüssig.
Leider wird am Abend in der Bar live-Musik geboten. Das kannten wir von früher nicht. Das Programm wiederholte sich jeden Tag. Es hat uns zu Anfangs insofern gestört als wir in den 500 er -Kabinen direkt über der Bar wohnten und die Bässe des elektronischen Keyboards durchwummern hörten. Aber nach Reklamation wurden sie für die weitere Reise leiser gestellt und haben uns nicht mehr gestört.
Nochmal zu der hohen Passagierzahl: die normalen Dauerpassagiere fügen sich rasch in die allgemein ruhige Atmosphäre an Bord ein. Störend können dagegen Reisegruppen sein, die für einen Abschnitt der Reise an Bord kommen. So etwa jene Gruppe junger Schweizer Banker, die in Kirkenes an Bord kam. Die leben dann ihre fröhliche Reisestimmung aus, sitzen z.B. in der Nähe der Bar im Panaoramasalon, so etwa 40 Leutchen, und feiern dort lautstark und fröhlich. Das zerstört natürlich die sonst so ruhige Atmosphäre des Panoramasalons. Wenn man sehr tolererant ist, kann man natürlich auch sagen, es ist schön, daß diese jungen Menschen so fröhlich sind. Sie sind übrigens bereits in Honningsvag wieder von Bord gegangen.
Nordlicht: Wie Seebär schon sagte, hatten wir mehrmals Gelegenheit, Nordlicht zu sehen. Einmal, nahe Tromsö, war es sogar recht stark, mit einer kurzzeitigen "Explosion" über einen großen Teil des Himmels, wie ich sie selbst noch nie erlebt hatte. Dies war aber nur ein kurzzeitiger Höhepunkt. Ansonsten waren die Effekte eher schwach. Leider hatte ich an diesem ersten Abend noch nicht herausbekommen, wie ich meine kleine Digitalkamera auf Dauerbelichtung einstellen kann. Erst bei den weiteren Nordlicht-Abenden konnte ich dies. Mit 5 bis 15 Sekunden Belichtungszeit, die Kamera irgendwo auf der Reeling etc. aufgestützt, konnte man sehr schöne Bilder erzielen. Die Nordlichtgebilde sind ja keine ganz scharf begrenzten Strukturen, und daher spielt die leichte Fortbewegung des Schiffes auch keine störende Rolle, solange es nicht schaukelt.
Stichwort Schaukeln: im Gegensatz zu Seebär bin ich nicht begierig auf Schaukeln (Rollen oder Stampfen oder gar beides zugleich). Bei dem streckenweise starken Sturm auf der Rückfahrt (Trond Holten bezifferte ihn auf Stärke 10, jedoch ablandig, daher nicht mit so dramatisch hohen Wellen verbunden wie wenn er von See gekommen wäre) mußte ich mich doch hinlegen, um keine schlimmeren Effekte erleiden zu müssen..... Letzten Endes bin ich deshalb auch nicht so scharf auf eine Fahrt mit einem der alten Schiffe, so schön sie auch sind (besonders die MS Lofoten, die wir ja auch ansehen konnten). Seekrankheit ist für mich kein positives Erlebnis.
Wir haben einige moderne Schiffe angesehen, aber wir lieben "unsere" Finnmarken doch entschieden am meisten. Das ist in seiner äußeren Form noch ein richtiges Schiff und innen so schön und anheimelnd eingerichtet, daß man sich dort gemütlich zu Hause fühlt. Nein, von den neueren Schiffen kommt für mich kein anderes in Frage. Einen Glasaufzug (wie in einem Hotel in Las Vegas) möchte ich auf einem Hurtigrutenschiff nicht vorfinden. Aber dies ist eine Sache persönlichen Geschmacks, und jeder sollte es respektieren, wenn sich jemand anders entscheidet als man selbst. Ein objektiv "richtiges" Schiff und ein "falsches" Schiff gibt es nicht. Ich hoffe sogar, daß sich viele Passagiere für andere Schiffe entscheiden, damit die schöne MS Finnmarken nun nicht immer so voll wird.
Na, ich belasse es nun bei diesen Beschreibungen und hoffe, dass sich irgendjemand dafür interessiert. Auf konkrete Nachfragen werde ich gerne eingehen.
Allen Hurtigrutenfreunden wünsche ich weiterhin viel Vorfreude auf ihre Hurtigrutenreise, viel Genuss während dieser und ein lange nachwirkendes Nachträumen....
Herzliche Grüße,
Rolf
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Revolera
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Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Danke Rolf für den tollen und ausführlichen Bericht! Da hattet ihr wirklich eine schöne Reise, wenn man dann noch das Wetter in Betracht zieht. Und der Trollfjord!
Wie du schreibst - man muss nicht jeden Ausflug mitmachen. Wir sind z.B. alleine durch Honningsvag spaziert und haben uns dann im Kaffee einen lecker Bananensplit geleistet (wer isst schon in der Arktis Bananensplit...
) Aber alleine schon mit den örtlichen Omas im Kaffeehaus zu sitzen und Leute zu beobachten ist unterhaltsam!
Zwar kommen uns 300 - 400 Passagiere schon viel vor (wir waren ja 120, alle Bars und Cafés auf den oberen Decks waren geschlossen), aber es gibt doch zu Hoffnung Anlass - schliesslich wissen wir um die finanziellen Probleme und wollen ja weiterhin fahren! In der Bar auf Deck 4 spielte bei uns ein Alleinunterhalter am Klavier - da bekommt das Wort Alleinunterhalter einen ganz neuen Sinn, der Mann war tatsächlich meistens allein...
Wie du schreibst - man muss nicht jeden Ausflug mitmachen. Wir sind z.B. alleine durch Honningsvag spaziert und haben uns dann im Kaffee einen lecker Bananensplit geleistet (wer isst schon in der Arktis Bananensplit...
Zwar kommen uns 300 - 400 Passagiere schon viel vor (wir waren ja 120, alle Bars und Cafés auf den oberen Decks waren geschlossen), aber es gibt doch zu Hoffnung Anlass - schliesslich wissen wir um die finanziellen Probleme und wollen ja weiterhin fahren! In der Bar auf Deck 4 spielte bei uns ein Alleinunterhalter am Klavier - da bekommt das Wort Alleinunterhalter einen ganz neuen Sinn, der Mann war tatsächlich meistens allein...
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SchneiderRacers
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Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo "Lundefuglen",
hallo "Seebär",
ganz, ganz herzlichen Dank für Eure schönen Berichte !!!!
Man bekommt direkt wieder Lust auf einen neuen Hurtigruten-Urlaub
(dabei bin ich doch erstseit 15 Tagen wieder hier ....)
LG von
Kathrin
hallo "Seebär",
ganz, ganz herzlichen Dank für Eure schönen Berichte !!!!
Man bekommt direkt wieder Lust auf einen neuen Hurtigruten-Urlaub
(dabei bin ich doch erstseit 15 Tagen wieder hier ....)
LG von
Kathrin
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Kathrin,
wir sind erst seit Donnerstag wieder hier und könnten schon wieder (Virus,hartnäckiger als Norovirus)
Ich sichte mal ein paar Fotos und schreibe dann weiter.ich schicke Dir auch noch ne PN
Gruß Seebär und Seebärin

wir sind erst seit Donnerstag wieder hier und könnten schon wieder (Virus,hartnäckiger als Norovirus)
Ich sichte mal ein paar Fotos und schreibe dann weiter.ich schicke Dir auch noch ne PN
Gruß Seebär und Seebärin
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
@ Lundefuglen
Lieber Rolf,
hab tausend Dank für Deinen soooo ausführlichen und kurzweiligen Reisebericht. Du hast uns damit eine große Freude bereitet! Wir gehen in einer Woche an Bord. Ich hatte schon befürchtet, dass die meisten Ausflüge unter Massenbelustigung mit Neppfaktor laufen und sehe mich jetzt bestätigt. Wir werden wohl auch meistens auf eigene Faust losstapfen. Hast Du Erfahrungen oder Berichte anderer bezüglich Motorschlittenfahrt und Huskyschlittentour sammeln können? Weißt Du, was das Weinpaket beinhaltet und kostet?
Herzliche Grüße von Astrid
Lieber Rolf,
hab tausend Dank für Deinen soooo ausführlichen und kurzweiligen Reisebericht. Du hast uns damit eine große Freude bereitet! Wir gehen in einer Woche an Bord. Ich hatte schon befürchtet, dass die meisten Ausflüge unter Massenbelustigung mit Neppfaktor laufen und sehe mich jetzt bestätigt. Wir werden wohl auch meistens auf eigene Faust losstapfen. Hast Du Erfahrungen oder Berichte anderer bezüglich Motorschlittenfahrt und Huskyschlittentour sammeln können? Weißt Du, was das Weinpaket beinhaltet und kostet?
Herzliche Grüße von Astrid
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Astrid,
Hundeschlittentour haben wir letztes Jahr gemacht,war einfach nur Klasse.Es lag aber auch daran,daß wir Super Wetter hatten.
Gruß Seebär
Hundeschlittentour haben wir letztes Jahr gemacht,war einfach nur Klasse.Es lag aber auch daran,daß wir Super Wetter hatten.
Gruß Seebär
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Lundefuglen
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Re: MS Finnmarken,28.02.2009
@ Hurti:
Liebe Astrid,
herzlichen Dank für Deine anerkennenden Worte!
Jetzt hatte ich eine Antwort auf Deine Fragen geschrieben und abgesandt, aber wo ist die nun hingekommen? Rätselhaft. Leider habe ich den Text nicht zuvor mit Word geschrieben, jetzt ist er anscheinend weg.
Also in Kurzfassung: Hundeschlittentour sehr zu empfehlen. Zur Motorschlittentour kann ich nichts sagen. Weinpaket ca. 40 Euro pro Tag (1 Fl. Wein plus 1 Fl. Wasser) für die jeweils verbleibenden Tage ab dem Buchungstermin unterwegs.
Ich wollte nicht gesagt haben, daß die Ausflüge nichts taugen, sondern nur, daß sie gemessen an dem Gebotenen doch überteuert sind. Wenn Euch die Ausgabe nicht zu sehr drückt, solltet Ihr schon das eine oder andere mitmachen.
Viele Grüße und: eine wunderschöne Reise!
Rolf
Liebe Astrid,
herzlichen Dank für Deine anerkennenden Worte!
Jetzt hatte ich eine Antwort auf Deine Fragen geschrieben und abgesandt, aber wo ist die nun hingekommen? Rätselhaft. Leider habe ich den Text nicht zuvor mit Word geschrieben, jetzt ist er anscheinend weg.
Also in Kurzfassung: Hundeschlittentour sehr zu empfehlen. Zur Motorschlittentour kann ich nichts sagen. Weinpaket ca. 40 Euro pro Tag (1 Fl. Wein plus 1 Fl. Wasser) für die jeweils verbleibenden Tage ab dem Buchungstermin unterwegs.
Ich wollte nicht gesagt haben, daß die Ausflüge nichts taugen, sondern nur, daß sie gemessen an dem Gebotenen doch überteuert sind. Wenn Euch die Ausgabe nicht zu sehr drückt, solltet Ihr schon das eine oder andere mitmachen.
Viele Grüße und: eine wunderschöne Reise!
Rolf
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Jobo
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Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Rolf,
danke für den sehr ausführlichen Bericht.
Lass mich ein Paar Anmerkungen dazu machen:
). Danach konnte man sich noch einige Zeit mit den 'Darstellern' unterhalten und Fragen stellen. Natürlich gab es da auch einen kleinen Verkaufstand mit Büchern und Souveniers, aber niemand wurde zum Kaufen genötigt. Die Rückfahrt dauerte dann etwa 50 Minuten, inklusive einige Pausen bei denen der Busfahrer seine Scheibenwischer wieder vom Schnee befreien musste, bis wir dann in Svolvaer wieder an Bord gehen konnten.
Sicherlich kein Highlight, aber als Nepp würde ich das wirklich nicht bezeichnen, da habe ich schon andere Sachen erlebt.
PS.: Die Motorschlittenfahrt (in Kirkenes) kann ich jedem nur empfehlen, bei sternenklarer Nacht und mit Glück bei Polarlicht, mehrere Stunden teilweise mit bis zu 60 km/h über zugefrorene Seen zu fahren ...... einfach klasse !!!!
Ich bin bisher immer Halbpension gefahren und bin noch nie mit einem Kaffeebecher herumgelaufen. Das galt auch für alle anderen Halbpensiongäste die dabei waren, und das sind im Winter nicht wenige.
. Als er dann auch noch an alle Gäste den Fahrplan des Schiffes verteilte (mit den An- und Ablegezeiten in den einzelnen Häfen), und dann von diesen verlangte den Fahrplan zusammen mit ihm runterzusingen, habe nicht nur ich fluchtartig das Weite gesucht.
Während ich eure Berichte so lese, scanne ich gerade die ersten Dias vom Januar ein ......
hoffentlich kann ich heute Nacht ruhig schlafen. Aber ganz bestimmt werde ich träumen ... vom Raftsund, oder von Tromsoe, oder von Hammerfest , oder ......................................
danke für den sehr ausführlichen Bericht.
Lass mich ein Paar Anmerkungen dazu machen:
Super, das Glück hatte ich bisher leider noch nie.Lundefuglen hat geschrieben:und dann kam die Durchsage, daß der Kapitän entschieden habe, in den Fjord hinein zu fahren.
Da muss ich allerdings widersprechen. Ich habe diesen Ausflug im Januar, mit ca. 15 anderen Reisenden, mitgemacht. Es ging von Stamsund mit dem Bus ca. 30 Minuten durch die herrlich verschneiten Lofoten bis zu dem nachgebauten Wikingerlanghaus. Während der Fahrt bekamen wir von dem norwegischen 'Reiseleiter' (in Wikingertracht) ausführliche Erklärungen über das Leben der Wikinger und die uns zu erwartende Essenszeremonie. Es gab dann im Langhaus vor dem Essen eine kleine Darstellung der Wikingergewohnheiten (Anrufung der Götter durch den Häuptling, usw.). Das Essen war gut und der Met hervorragend (leider wurde dieser nicht zum Verkauf angebotenLundefuglen hat geschrieben:Wir sprachen Leute, die auf den Lofoten das "Wikingerfest" mitgemacht haben; sie bezeichneten dies jedoch als "Nepp hoch drei".
Sicherlich kein Highlight, aber als Nepp würde ich das wirklich nicht bezeichnen, da habe ich schon andere Sachen erlebt.
PS.: Die Motorschlittenfahrt (in Kirkenes) kann ich jedem nur empfehlen, bei sternenklarer Nacht und mit Glück bei Polarlicht, mehrere Stunden teilweise mit bis zu 60 km/h über zugefrorene Seen zu fahren ...... einfach klasse !!!!
Das verstehe ich leider nicht ganz. Warum soll der Kaffeebecher für Halbpensiongäste nützlich sein?Lundefuglen hat geschrieben:Wir hatten keinen Bedarf an nachfüllbaren Bechern, aber einige Passagiere gingen an Deck herum wie in Bad Wörishofen, ihre Becher vor sich hertragend.... Für Halbpensionsgäste (ohne Mittagessen) ist das vielleicht nützlich oder nötig, für Vollpensionsgäste eher überflüssig.
Ich bin bisher immer Halbpension gefahren und bin noch nie mit einem Kaffeebecher herumgelaufen. Das galt auch für alle anderen Halbpensiongäste die dabei waren, und das sind im Winter nicht wenige.
Grauenhaft. Diesen Erfahrung habe ich auf der Midnatsol auch gemacht. Der Alleinunterhalter (revolera spricht mir da aus der Seele) bemühte sich mit mäßigen Stimmniveau auch noch die letzten Bargäste zu vertreibenLundefuglen hat geschrieben:Leider wird am Abend in der Bar live-Musik geboten.
Meines Wissens nach ist die Finni eines der drei neuesten Schiffe, oder liege ich hier falsch..Lundefuglen hat geschrieben:Wir haben einige moderne Schiffe angesehen, aber wir lieben "unsere" Finnmarken
Während ich eure Berichte so lese, scanne ich gerade die ersten Dias vom Januar ein ......
hoffentlich kann ich heute Nacht ruhig schlafen. Aber ganz bestimmt werde ich träumen ... vom Raftsund, oder von Tromsoe, oder von Hammerfest , oder ......................................
Gruß, Joachim
Wer seine Meinung nie zurückzieht, liebt sich selbst mehr als die Wahrheit.
- Joseph Joubert -
hurtigforum.de | hurtigwiki.de
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lajobay
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Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Rolf.Endlich zurück von der Reise - ich hatte dich schon vermisst.Mensch,was bin ich froh,dass Du deinen ersehnten Platz im Pool gefunden hast
Und das bei so vielen Leuten.Sehr schöner Reisebericht,macht Spass,den zu lesen. Und ja,das mit dem Wasser kann ich nachvollziehen. Es reicht,wenn ich fürs Bier so tief in die Tasche greifen muss.Da nutze ich auch gern das Gratiswässerle aus den Karaffen.Schöne Grüsse nach München und gutes Wiedereinleben! Lars
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Lundefuglen
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Re: MS Finnmarken,28.02.2009
@ JOBO
Hallo Joachim,
danke für die Mitteilung Deiner Erfahrungen zum Wikingerfest und zur Motorschlittentour!
Das mit dem Kaffee ist so gemeint: Wenn man nur Frühstück und Abendessen gebucht hat (HP), dann liegen zwischen diesen beiden Mahlzeiten ca. 8 Stunden oder mehr. In dieser Zeit hat wohl jeder mal das Verlangen nach einem Kaffee oder Tee, oder? Wenn man den jedesmal einzeln kaufen müßte, dann ist das "Abonnement" (mit Becher) in der Tat die günstigere Alternative. Allerdings finde ich es affig, wenn man die Becher auf den Außendecks dann immer vor sich hertragen muß.....
Natürlich ist auch die Finnmarken ein relativ neues Schiff (2002). Ich hätte also schreiben sollen: "auch andere moderne Schiffe...". Ihre Innenausstattung ist jedoch in deutlichen Anklängen an den Jugendstil entworfen und auch sonst in Holz und Farben eher in einem "alten" Stil gehalten, verglichen mit ANDEREN modernen Schiffen, die - soweit wir sie ansehen konnten - sehr kalt und nüchtern auf uns wirkten. Aber wir wollen ja nicht wieder anfangen, über Schiffe zu streiten, oder? Es ist Geschmackssache.
Viele Grüße,
Rolf
Hallo Joachim,
danke für die Mitteilung Deiner Erfahrungen zum Wikingerfest und zur Motorschlittentour!
Das mit dem Kaffee ist so gemeint: Wenn man nur Frühstück und Abendessen gebucht hat (HP), dann liegen zwischen diesen beiden Mahlzeiten ca. 8 Stunden oder mehr. In dieser Zeit hat wohl jeder mal das Verlangen nach einem Kaffee oder Tee, oder? Wenn man den jedesmal einzeln kaufen müßte, dann ist das "Abonnement" (mit Becher) in der Tat die günstigere Alternative. Allerdings finde ich es affig, wenn man die Becher auf den Außendecks dann immer vor sich hertragen muß.....
Natürlich ist auch die Finnmarken ein relativ neues Schiff (2002). Ich hätte also schreiben sollen: "auch andere moderne Schiffe...". Ihre Innenausstattung ist jedoch in deutlichen Anklängen an den Jugendstil entworfen und auch sonst in Holz und Farben eher in einem "alten" Stil gehalten, verglichen mit ANDEREN modernen Schiffen, die - soweit wir sie ansehen konnten - sehr kalt und nüchtern auf uns wirkten. Aber wir wollen ja nicht wieder anfangen, über Schiffe zu streiten, oder? Es ist Geschmackssache.
Viele Grüße,
Rolf
Re: MS Finnmarken,28.02.2009
Hallo Astrid,
die Motorschlittentour in Kirkenes fand ich absolut großartig, vor allem wenn man selbst fährt und sich nicht hinter dem Partner auf dem Sitz festhalten muss.
Es war der einzige Ausflug, den wir mitmachten und er hat sich gelohnt.
Grüße
Nyala
die Motorschlittentour in Kirkenes fand ich absolut großartig, vor allem wenn man selbst fährt und sich nicht hinter dem Partner auf dem Sitz festhalten muss.
Es war der einzige Ausflug, den wir mitmachten und er hat sich gelohnt.
Grüße
Nyala