Und nun der Rest vom Reisebericht:
2. HALBZEIT – 2. Teil
26.02.2009:
Kurz vor dem Polarkreis (Vagaholmen ?) winken uns 6 Schulkinder vom Land aus zu.
Laut Reiseleiter Peter stehen die Kinder wohl jeden morgen an dieser Stelle und warten während ihrer Pause darauf, dass das Hurtigrutenschiff vorbeifährt.
Gegen 09.30 Uhr überqueren wir den Polarkreis in südlich gehender (leider!) Richtung.
Es ist richtig schönes Wetter !!!!
In Sandessjoen nutzen wir den ca. 1 ständigen Aufenthalt zum Bummeln.
Nach dem Ablegen des Schiffes wird das Wetter wieder schlechter. Die Bergkette „7 Schwestern“ kann man nur kaum erkennen.
Auch Brönnöysund nutzen wir zum Landgang. Anschließend feierliches Kapitänsdinner.
Rörvik bekommt auch Besuch von uns. Wir sind überwältig von dem süßen Städtchen, was tief und frisch verschneit einen besonderen Flair ausstrahlt. Leider haben wir nicht viel Zeit es zu erkunden, weil die MS Lofoten schon bald nach unserer Ankunft in den Hafen einläuft.
Beeindruckt nehmen wir deren Auftreten wahr: Von einer kleinen Seemanns-Band, die an Deck steht, live begleitet, tuckert die alte Dame in den Hafen ein. Auch an Bord geht es sehr harmonisch und stilgerecht zu. Alles passt, nicht stört. Gerne hätte ich in diesem Moment von der Finnmarken auf die Lofoten gewechselt und wäre mit dieser nochmals in Richtung Norden gefahren ….
Doch für uns rückt das Urlaubsende immer näher.
27.02.2009:
Seit c. 06.00 Uhr liegt die FM im frisch u. tief verschneiten Trondheim.
Für einige heißt es hier Abschiednehmen.
Neben der FM hat die MS Midnatsol eingeparkt.
Die Weiterfahrt mit der FM gestaltet sich traumhaft schön. Das Wetter ist super, super schön !!!! Eigentlich wollte ich nochmal die Sauna aufsuchen, aber irgendwie kann ich mich nicht von meinem Stammplatz am Bug losreißen … Es wäre zu schade …..
Ein toller Anblick ist die Einfahrt zum Hafen von Kristiansund! Wie schön die Häuser am Berg angesiedelt sind und in der Sonne leuchten.
Pünktlich zum Abendessen – wie konnte es anders sein – kommt nochmal richtiger Seegang auf (Abschieds-Schaukeln).
Das Servieren und das Essen, insbesondere der leckeren Suppe, bereitet die größten Schwierigkeiten! Aber schon bald wird es wieder ruhiger.
Den Abschiedsabend verbringe ich ganz alleine in der Sauna und im Pool. Ich genieße die Ruhe. Von dort aus erlebe ich auch den Aufenthalt im Hafen Alesund.
Vom glasklaren Himmel leuchtet giftig und doch romantisch ein heller Stern und eine ganz, ganz schmale Mondsichel…..
28.02.2009:
Packen ist angesagt. Wenigstens das Wetter macht mir den Abschied nicht so schwer: Es ist neblig, diesig, feucht, nass-kalt = richtige Abschiedsstimmung.
Kurz vor 09.00 Uhr wird der Koffer, den wir vor die Kabinen stellen sollten, dort abgeholt.
Um 10.00 Uhr müssen wir die Kabinen verlassen (die Suitenbewohner dürfen noch länger bleiben). Ich suche mir einen Platz im Flur von Deck 7, unmittelbar am Fenster. Dort ist es ruhig u. interessant zugleich.
Einige Passagiere versuchen das 5.000-Teile-Puzzel, was während des Zwangsaufenthaltes der FM in Alta kurz vor dem Jahreswechsel begonnen wurde, fertig zu bekommen – aber es gelingt ihnen nicht ganz.
Das Wetter wird immer schlechter – Bergen naht ….
Das Auschecken in Bergen wird deckweise vorgenommen. Zuerst die Passagiere von Deck 7+6, dann 5, dann 4, dann 3 und 2.
Kapitän Holten verabschiedet sich von jedem Passagier mit Handschlag (toll !!!).
Als Bewohnerin von Deck 7 kann ich somit schon mit den ersten das Schiff verlassen und habe deshalb Gelegenheit, andere Forummitglieder (unsere „Seebären“), die nun mit der FM auf Reise gehen, zu begrüßen und mit ihnen einige Minuten Neuigkeiten auszutauschen.
Dann steige ich als Letzte in einen der bereitstehenden Shuttle-Busse. Am Fischmarkt – beim Strandhotel – steige ich aus und beziehe nur wenig später meine Unterkunft im YMCA. Diese empfinde ich als völlig ausreichend, denn am
29.02.2009 um 03.15 Uhr klingelt der Wecker und ich fahre mit dem 1. Flybussen zum Airport. Pünktlicher Start der kleinen Lufthansa-Maschine um 07.00 Uhr. Ankunft in Frankfurt schon vor 09.00 Uhr. Weiterfahrt mit ICE bis Siegburg und RE zum Zielbahnhof Betzdorf.
Dort werde ich schon von Mann und Hund erwartet (letzterer ist total aus dem Häuschen, dass das „Frauchen“ endlich wieder da ist!!!!)
Fazit:
Es war wieder ein super schöner Urlaub auf einem super tollen Schiff !!!!
Das Wetter war während der ersten Tage nicht so gut, doch damit muss man rechnen, wenn man in Norwegen während dieser Jahreszeit Urlaub macht. Aber es hat nie anhaltend geregnet. Man konnte sich (bis auf die stürmische Nacht) stets auf den Außendecks bewegen und auch während der Landgänge wurden wir immer von der großen Nässe verschont.
Letztendlich gab es auch viele schöne Sonnenstunden, die ich so richtig genossen habe!
Wir erlebten aufregende stürmische Zeiten, welche mir besonderen Spaß bereiteten (grins).
Besonderes Highlight war natürlich das Erblicken des „Northerlight“, welches immer wieder Gänsehausfeeling bei mir aufkommen lässt !!!!!!!!!!!!
Ebenso beeindruckt war ich auch wieder von der atemberaubenden Natur !!!!!!! Auf Bildern kommt diese leider gar nicht richtig zur Geltung; aber ich habe sie als ganz persönliche Erinnerung abgespeichert ….
Die Besatzung, die ich diesmal auf der MS FM antraf, war (fast) komplett eine andere als im März 2008. Aber auch in diesem Jahr ein großes Lob an diese: ALLE (vom Kapitän Holten, über den Reiseleiter Peter, die Rezeptionsbeschäftigten, die Bedienungen, die Reinigungskräfte, die Azubis … bis hin zu „Neptun“ ) waren sehr nett, freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend !!!
Ein weiteres großes Lob möchte ich auch diesmal wieder der Küche aussprechen: Das Essen war super, super, super lecker !!!!!
Negatives: Der Hurtigruten-Virus in mir lebt immer noch und nun redet er sogar nachts mit mir. Schon so oft in den letzten Tagen hat er mir zugeflüstert: Ich lass Dich nie wieder los …..
