Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

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Susanne
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Susanne »

andreas kasimir hat geschrieben:...was mich persönlich so reizt und gleichzeitig fazieniert sind die spielregeln die in norwegen herrschen, alle einwander werden gleich behandelt und das a und o ist die sprache. ...
Hei,

hmmm.... dass alle Einwanderer gleich behandelt werden, wäre mir neu... es werden hier durchaus Unterschiede gemacht. Auch hier gibt es Rassismus - allerdings ist dieser nicht unbedingt auf den ersten Blick zu sehen!

Hilsen
Susanne

P.S.: Was verstehst du unter der "steifen deutschen Mentalität"?
Barney Bär
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Barney Bär »

hallo, andreas,

ich denke wohl, eine mentalitæt legt man nicht in ein paar wochen ab?
es kann allerdings sein, dass man sich mental gesehen nicht ueberall wohl fuehlt, vielleicht passt man dann ja woanders besser rein?

aber die verænderung der geisteshaltung ist wachstumsprozess, der schon etwas zeit in anspruch nimmt, falls der notwendig ist.

lg.
Imo
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Imo »

Wie haben Eure Kinder eigentlich den Schulwechsel ggf. überstanden? Fühlten sie sich trotz der offensichtlich froßen Unterschiede zwischen den Bildungssystemen wom Wissen her auf dem richtigen Stand? Gab es eigentlich bei der Schulaufnahme Test um eine Klassenstufe festzulegen?

Simone
Barney Bär
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Barney Bär »

nee, so einen test gibts nicht, eingestuft wird prinzipiell nach alter, was dazu fuehren kann, dass die kinder eine klasse høher eingestuft werden.
die lehrer helfen aber durch angepasstes material, wenns irgendwo hængen sollte und nach einem schulhalbjahr ist das thema i.d.r gegessen.

das grøsste problem ist sicherlich die sprache, was die schultage anfangs so richtig anstrengend macht. der leichteste weg fuer die kinder ist deshalb, wenn sie wenigstens noch ein paar kindergartenmonate mitnehmen kønnen.

lg.
heringshai
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von heringshai »

barney bär hat eigentlich alles gesagt,
kinder haben die wenigsten probleme und wo keine sind,da braucht man auch keine zu suchen
hilsen heringshai
Imo
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Imo »

Wenn ich das so alles lese, komme ich eindeutig zu dem Schluss, dass ihr in Eurem neuen Leben angekommen seid. Das ist toll! Von dem Gesundheitswesen hatte ich neulich schon in einer anderen Rubrik weniger erfreuliches gelesen. Das scheint aber wohl der allgemeine Standard zu sein. Habt ihr eine Vermutung woran das liegt? Ist es der Personalmangel? Oder sind es Sparmaßnahmen wegen der hohen Kosten? Gibt es eigentlich auch Krebsvorsorgeuntersuchungen? Die werden ja in Deutschland allmählich etwas mehr angegangen. Neuerdings zahlt die Kasse wohl auch wieder den Test für Hautkrebs. Wie läuft es da in Norwegen? Und was ist, wenn sich der Blinddarm meldet - so etwas ist ja im allgemeinen akut.

@Michaela(?): Was ist aus deinem Bandscheibenvorfall geworden?
heringshai
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von heringshai »

ich bin mit dem gesundheitswesen in norwegen sehr zufrieden,
und ich hatte richtige probleme in d und in n,
natürlich ist nicht alles gold,aber wo ist das schon,
darüber könnte man sich stunden lang unterhalten,
krankheiten sind aber nicht mein lieblings thema,und es gibt da auch
sehr verschiedene betrachtungsweisen
heringshai
Det22
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Det22 »

Imo hat geschrieben:.........Von dem Gesundheitswesen hatte ich neulich schon in einer anderen Rubrik weniger erfreuliches gelesen. Das scheint aber wohl der allgemeine Standard zu sein. .........
Hm, ich denke man kann einen oder zwei Vorfælle nicht verallgemeinern. Du wirst auch in D von dem einen oder anderen høren, dass er nicht mit der medizinischen Versorgung zufrieden war / ist. Genauso ist es hier in N. Was allerdings nicht von der Hand zuweisen ist, sind teilweise extreme Entfernungen, aber dafuer gibt es dann auch geeignete Transportmittel. Hier meine ich insbesondere Hubschrauber - und die fliegen bei uns nicht nur bei Sonnenschein.
Imo
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Imo »

Ich denke ohne Hubschrauber geht in Notfällen in Norwegen wirklich nichts. Es gab aber vor ein paar Monaten 'mal die Rubrik, was einen an Norwegen stört. Viele Einträge gingen da auch in Richtung des Gesundheitswesens. Das stach richtig ins Auge. Es wurden unglaublich lange Wartezeiten beim Arzt z.Bsp. genannt. Ich meine mich an 6 Stunden zu erinnern. Das fand ich schon sehr überraschend.
heringshai
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von heringshai »

und auf inseln gibt es spezielle rettungsboote,
die sind vielleicht manchmal schneller,
als wenn ich in d zum beispiel vor verschlossener bahnschranke oder im stau stehe , ansonsten kann ich det22 nur zustimmen
heringshai
Det22
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Det22 »

Imo hat geschrieben:Ich denke ohne Hubschrauber geht in Notfällen in Norwegen wirklich nichts. Es gab aber vor ein paar Monaten 'mal die Rubrik, was einen an Norwegen stört. Viele Einträge gingen da auch in Richtung des Gesundheitswesens. Das stach richtig ins Auge. Es wurden unglaublich lange Wartezeiten beim Arzt z.Bsp. genannt. Ich meine mich an 6 Stunden zu erinnern. Das fand ich schon sehr überraschend.
Hab letztens 10 Minuten gewartet :o
Barney Bär
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Barney Bär »

es gibts krebsvorsorgeuntersuchungen und vorsorgeuntersuchungen fuer kinder. aber die handhabung ist von kommune zu kommune unterschiedlich. ich habe ein briefchen bekommen, in dem stand, ich solle mich wg. krebsvorsorge samt brief beim arzt melden. und fuer die kinder bekomme ich gar fertige termine zugeschickt.

lg.
Michaela_W
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Michaela_W »

Krebsvorsorgeuntersuchungen sind bei Frauen ab 30 alle 3 Jahre auf Gebärmutterhalskrebs (nur Zellentnahme, keine Untersuchung dabei) und für Frauen ab 50 alle 2 Jahre Mammographie. Man wird zur Untersuchung angeschrieben.
Halve dagene gått og ingenting gjort (Et trøndersk ordspråk) :D
Imo
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von Imo »

Das mit der Vorsorge klingt ja richtig gut! Fertige Termin für Kinder - das wäre wünschenswert für Deutschland.
danielwinkler78
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Re: Jahre in Norwegen - was ist geschehen?

Beitrag von danielwinkler78 »

MHhh. Ich bin seit 4 jahren in Tromsø. Jobmaessig ist alles OK, privat hat sich mein freundeskreis im vergelich zu deutschland verkleinert. Ich habe eine deutsche als samboer und leben hier gluecklich und zufrieden. Keiner von Uns wird nach deutschland freiwillig zurueckgehen, es sei den mit der lieben familie " zu hause" gæbe es probleme. Mein freundes und bekanntenkreis besteht auch aus deutschen oder norwegern die dort studiert haben. Aber es ist weniger die sprache als die gesinnung (politisch und weltanschaulich, humor und nein, ich bin NICHT rechtsradikal...) und gemeinsame interessen die uns zusammengefuehrt haben. Die Besten Norwegischen bekanntschaften habe ich auf dem wasser oder in den bergen gemacht! NIE in der stadt auf sauftour...

Nach vier jahren haben wir uns einen eigene bleibe gekauft und werfden wohl in tromsø noch einige jahre leben...

Gruss Daniel
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